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Exotische Früchte bringen Farbe in die Küche

Besonders wenn die Auswahl an heimischen Obstsorten gering ist, erfreuen sich viele Verbraucher an der großen Auswahl von exotischen Früchten. Einige exotische Früchte, wie Zitronen, Mandarinen, Bananen und Kiwi sind in den hiesigen Supermärkten so selbstverständlich geworden, dass sie gar nicht mehr als "Exoten" wahrgenommen werden und in den Haushalten zur Alltagskost gehören.

Dank der modernen Lager- und Transportmöglichkeiten und der Fortschritte in der Kultivierung können die Früchte frisch und teilweise ganzjährig im Handel angeboten werden.

Das Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg des LAVES hat exotische Früchte aus der ganzen Welt auf Pestizide hin untersucht.

Kaki/Sharon
Sternfrucht (Karambole)
Kiwi
Mango
Avocado
Nashi-Birne
Ananas
Clementinen
Physalis

Sharon-Frucht  
Sharon-Frucht

Kaki/Sharon

Kakis sind die Früchte des Kakibaums, der in Ostasien beheimatet ist und zu den ältesten Kulturpflanzen zählt. Kakis ähneln vom Aussehen her der Tomate: sie haben eine dünne, glatte, glänzende Haut, die gelb bis orange-rot gefärbt ist. Die Frucht sollte nur in absolut reifem Zustand gegessen werden, da sie in unreifem Zustand sehr stark adstringierend ist. Während des Reifeprozesses verliert die Frucht den stark pelzigen Geschmack, der durch den hohen Anteil an Tanninen hervorgerufen wird. Da der Transport im reifen Zustand, wenn die Früchte sehr weich werden, nicht möglich ist, werden im Supermarkt nur unreife Früchte angeboten. Diese können bei Zimmertemperatur nachreifen und entfalten ihr süßes Aroma, wenn die Haut glasig wird und sich die Frucht fast überreif anfühlt.

Die Sharonfrucht ist eine kernlose Zuchtform der Kaki, die aus Israel stammt und nach der fruchtbaren Scharonebene benannt ist. Diese Form der Frucht enthält deutlich weniger Tannine und kann bereits im knackigen, schnittfesten Zustand gegessen werden. Die Schale der Sharonfrucht ist dünner als die der Kaki und kann mitgegessen werden. Zum Genuss der Kaki wird diese aufgeschnitten und das Fruchtfleisch ausgelöffelt.

Kakis sind reich an Vitamin A, B-Vitaminen und Kalium.

Untersuchungsergebnisse zu Pflanzenschutzmittelrückständen in Kaki-Früchten finden Sie hier.

Karambole  
Karambole

Sternfrucht/Karambole

Die Karambole, wegen ihrer Form auch Sternfrucht genannt, wächst an einem Baum von acht bis zwölf Meter Höhe. Die Hauptanbaugebiete liegen in Indien und Malaysia. Die Frucht ist länglich oval und wird botanisch den Beeren zugeordnet. Wenn sie in Scheiben geschnitten wird, entstehen durch ihre fünfzackige Form sehr dekorative Sterne.

Da die Karambole langsam nachreift, werden sie vor der Vollreife geerntet. Der Übergang von grüner auf gelbe bis tiefgelbe Schalenfarbe zeigt den Reifegrad der Frucht. Bei Temperaturen von 10°C lassen sie sich bis zu fünf Wochen lagern.

Die Karambole mit ihrem knackigen und saftigen Fruchtfleisch ist aromatisch süß-säuerlich und von intensivem Duft. Sie ist reich an wichtigen Mineralstoffen und Spurenelementen wie z. B. Calcium, Magnesium, Phosphor, Eisen, sowie den Vitaminen Provitamin A und Vitamin C.

Aufgrund des hohen Anteils an organischen Säuren wird die Karambole in Asien häufig zum Reinigen von Messinggegenständen verwendet.

Untersuchungsergebnisse zu Pflanzenschutzmittelrückständen in Sternfrüchten finden Sie hier.

Kiwi
Kiwi

Kiwi

Ursprünglich stammt die Kiwi aus dem südlichen China, gelangte aber bereits 1904 nach Neuseeland, wo sie zunächst unter dem Namen "Chinesische Stachelbeere" gezüchtet wurde, bevor sie den Namen Kiwi bekam, nach dem gleichnamigen Vogel und Wahrzeichens Neuseelands.

Kiwis sind Rankengewächse und gehören zu den Beerenfrüchten. Sie sind bis zu acht Zentimeter lang und haben eine braune, pelzige Schale. Das Fruchtfleisch ist grün und mit schwarzen Kernen durchzogen. Kiwis werden unreif geerntet und so in den Supermärkten angeboten. In diesem Zustand sind Kiwis im Kühlschrank noch einige Wochen haltbar. Bei Zimmertemperatur reifen die Früchte schnell nach und geben auf Fingerdruck ein wenig nach, wenn sie ausgereift sind.

Der Vitamin C Gehalt von Kiwis ist beachtlich. Eine große Frucht kann den Tagesbedarf bereits decken. Zudem enthält die Frucht viele Mineralstoffe und das Eiweiß spaltende Enzym Actinidin. Kiwis sollten nicht im rohen Zustand mit Milchprodukten verarbeitet werden, da die Speise durch die Spaltung des Milcheiweißes nach wenigen Minuten bitter wird, da Peptide entstehen, die sonst bei bakteriellem Verderb auftreten. Das Enzym kann jedoch durch Hitzeeinwirkung zerstört und diese Spaltung verhindert werden.

Untersuchungsergebnisse zu Pflanzenschutzmittelrückständen in Kiwis finden Sie hier.

Mango
Mango

Mango
Die Mango ist eine der ältesten bekannten Früchte. Die aus Indien stammende Frucht wächst am Mangobaum, der Wuchshöhen von bis zu 45 Meter und die Baumkrone einen Durchmesser von bis zu 10 Metern erreichen kann. Der Mangobaum ist in Südostasien seit über 4 000 Jahren bekannt. Die reife Mangofrucht hängt an langen Stielen am Baum und wiegt bis zu 2 Kilogramm.

Die tropische Frucht besitzt eine dünne, glatte Schale, darunter leuchtend gelb zartes und saftiges Fruchtfleisch, das einen großen, abgeflachten Steinkern umschließt. Die Färbung der Frucht reicht von grün über gelb bis rot. Mangos schmecken süß, zugleich aber auch herb und pikant mit einem intensiven, köstlichen Aroma.

Es gibt inzwischen über 1000 Mangosorten, die sich in Form, Größe und Geschmack unterscheiden. Die Frucht kann sehr vielseitig in der Küche verwendet werden: ob herzhaft oder süß, Mango im Chutney oder Mango im Getränk.

Die Reife einer Frucht kann man daran erkennen, dass sie duftet und auf Druck leicht nachgibt. Mangos sind vollreif, wenn auf der Frucht ein bis vier Millimeter große schwarze Punkte zu erkennen sind.

Mangos sollen den Darm beruhigen, weil sie gut verdaulich und säurearm sind. In Indien schreibt man ihnen die Fähigkeit zu, Blutungen zu stoppen und das Herz zu stärken. Auch schreibt man ihnen einen positiven Effekt auf das Gehirn zu. Durch den hohen Gehalt an Vitamin A, neben viel Calcium und Eisen, können Mangos vorbeugend gegen Infektionen und Erkältungskrankheiten eingesetzt werden.

Untersuchungsergebnisse zu Pflanzenschutzmittelrückständen in Mangos finden Sie hier.

Avocados
Avocados

Avocado
Die Avocado gehört zur Familie der Lorbeergewächse. Der bis zu 15 Meter hohe Avocado-Baum stammta aus Südamerika und wird heute in über 400 Kultursorten weltweit in den Tropen sowie in Südafrika, Israel, Kalifornien, Chile, Peru, Australien, Neuseeland und Südspanienn angebaut.

Bestimmte Sorten werden auch zu medizinischen Zwecken z.B. Durchfallerkrankungen verwendet.

Botanisch gesehen ist die Avocado eine Beere, die an einem Baum wächst. Die Avocadofrucht ist birnenförmig bis oval, je nach Art ist die Außenschale runzelig bis glatt, mittel- bis dunkelgrün und im Inneren befindet sich ein golfballlgroßer Kern. Das Fruchtfleisch der reifen Avocado ist gelb bis grün, weich und von einer fast cremeartigen Konsistenz.

Wenn die Schale auf Druck leicht nachgibt, ist die Frucht zum Verzehr geeignet. Fruchtfleisch um den großen Kern sehr nahrhaft. Die Avocado hat von allen bekannten Obst- und Gemüsesorten den höchsten Fettgehalt (hauptsächlich ungesättigte Fettsäuren) und enthält das "Glückshormon" Serotonin. Die Avocado bietet aber auch reichlich Vitamine – zum Beispiel die der B-Gruppe und Vitamin E.

Aufgrund ihres relativ neutralen, nußartigen Geschmacks eignen sich Avocados sowohl für süße wie für pikante Gerichte, ebenso für nahrhafte Getränke und als Brotbelag.

Um eine Avocado zu öffnen, sollte die Frucht erst der Länge nach bis zum Kern eingeschnitten und dann durch entgegengesetzte Drehbewegungen geteilt werden. Den Kern einer Avocado kann man am einfachsten mit einem Löffel entfernen. Danach sollten beide Schnittflächen der Avocado sofort mit Zitronensaft bestrichen werden, da das Fruchtfleisch anderfalls sofort eine bräunliche, unansehnliche Färbung annimmt.

Untersuchungsergebnisse zu Pflanzenschutzmittelrückständen in Avocados finden Sie hier.

Nashi (Nashi-Birne)
Nashi (Nashi-Birne)

Nashi-Birne
Die Nashi-Birne (Nashi ist das japanische Wort für Birne) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Birnen und wird auch Japanische Birne, Asiatische Birne, Chinesische Birne oder Apfelbirne genannt. Die ursprünglich aus China stammende Frucht wächst am Baum, der Wuchshöhen von 7 bis 15 Meter erreicht.

Die fast kugeligen Früchte weisen einen Durchmesser von 2 bis 2,5 cm (bei Naturformen, Kultursorten sind größer) auf und besitzen eine harte und oft raue Haut. Die Grundfarbe ist durchgehend bronzebraun, kurz vor der Ernte stellen sich Sonnenbäckchen ein. Das Fruchtfleisch ist sehr hell, etwas durchscheinend, sehr knackig und saftig. Nashi-Früchte sind ab August oder Anfang September etwa drei Wochen lang pflückreif. Gelagert werden können sie nur drei Wochen ab der Ernte. Wichtig ist, dass man die Nashi-Birne immer kühl aufbewahren sollte.

Die Nashi-Birne wird vorwiegend in Japan angebaut, dort sind allein über 1.200 verschiedene Nashi-Sorten bekannt. Aber seit einigen Jahren wird sie auch in Chile, Frankreich, Deutschland und Italien angebaut.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe der exotischen Frucht stellen das Vitamin C, sowie die Mineralien Phosphor und Kalium dar. Nashi-Birnen sättigen sehr schnell und wirken verdauungsfördernd.

Untersuchungsergebnisse zu Pflanzenschutzmittelrückständen in Nashi-Birnen finden Sie hier.

Ananas
Ananas

Ananas

Nach der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus Ende des 15. Jahrhunderts wurde die Ananas durch die Seefahrt verbreitet. In Süd- und Mittelamerika, von Brasilien bis Mexiko, wurde sie schon vorher als Nahrungs- und Heilmittel genutzt. Bei der Ananas handelt es sich um eine Scheinfrucht aus der Familie der Bromeliengewächse, die aus einer verdickten, fleischigen und sehr saftigen Blütenachse und der ungenießbaren Schale besteht, die einem Kiefernzapfen ähnlich sieht. An der Spitze befindet sich die aus stacheligen Blättern bestehende Krone. Die Blütenachse in der Mitte der Scheinfrucht ist holzig und daher ungenießbar.

Die Ananas für den Frischexport wird kurz vor der Vollreife geerntet, für die industrielle Verarbeitung in der Vollreife. Ob eine Ananas reif ist und somit süß und aromatisch, lässt sich nicht durch die Färbung der Frucht ausmachen sondern an anderen Merkmalen: Wenn das Fruchtfleisch auf Fingerdruck leicht nachgibt, sich die Blätter leicht herauszupfen lassen, und ein intensiver Duft ausströmt, ist die Frucht reif.

Ananas sollten kühl, aber nicht im Kühlschrank gelagert werden, da sie Kälteschäden davontragen könnten. Bei einer Lagerung von 10-15°C bleibt die Ananas ca. eine Woche frisch. Eine angeschnittene Ananas fängt nach ein bis zwei Tagen an zu alkoholisieren und sollte daher schnell verzehrt werden.

Neben den Vitaminen A, C und B-Vitaminen ist die Ananas reich an Mineralstoffen und Eiweiß spaltenden Enzymen, wie Bromelin und Stärke spaltender Amylase. Diese Enzyme haben eine verdauungsfördernde und entschlackende Wirkung.

Untersuchungsergebnisse zu Pflanzenschutzmittelrückständen in Ananas finden Sie hier.

Clementine
Clementine

Clementinen

Clementinen gehören zu den Zitrusfrüchten und sind kernlose Hybride aus Mandarinen und Pomeranzen. Von allen Zitrusfrüchten haben die kleinen bis mittelgroßen, gelb bis orangefarbenen Früchte den süßesten Geschmack. Sie enthalten mehr Zucker als Mandarinen und weniger Säure. Sie halten sich bei Zimmertemperatur bis zu zwei Monate. Mandarinen dagegen lösen sich bei ein- bis zweiwöchiger Lagerung vom Fruchtfleisch ab, verlieren an Süße und Geschmack und trocknen schließlich aus.

Durch ihre leichte Schälbarkeit gehört die Clementine neben anderen Zitrusfrüchten, zu den so genannten "easy peeler" Früchten. Naturgemäß werden Clementinen vor allem frisch verzehrt. Sie sind allerdings auch eine beliebte Frucht für diverse Obstsalate und sind als Garnierung auf manchen Süßspeisen zu finden.

Die süßen Südfrüchte, die hauptsächlich in Südeuropa, Nordwestafrika und Florida angebaut werden, enthalten Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen und Phosphor sowie B-Vitamine und Vitamin C.

Untersuchungsergebnisse zu Pflanzenschutzmittelrückständen in Clementinen finden Sie hier.

Physalis  
Physalis

Physalis

Die Physalis stammt aus den Anden zwischen Venezuela und Chile. Neben der Heimatregion werden sie auch in Südafrika kultiviert, daher ist sie auch unter der Bezeichnung Kapstachelbeere bekannt.

Die Physalis gehört zur Familie der Nachtschattengewächse und ist mit den hier bekannten Beerensorten nicht verwandt.

Die orange-gelbe, kirschgroße Frucht der Physalis wird mit dem noch grünen Blütenkelch im reifen Zustand geerntet, da sie nach der Ernte nicht nachreift. Aus dieser laternenartigen Hülle, die bei der Lagerung gelb wird und vertrocknet, kann die Physalis direkt gegessen werden. Bei kühler und trockener Lagerung ist sie bis zu zwei Wochen haltbar.

Die Physalis ist reich an Vitamin C, B1, Provitamin A und Eisen.

Untersuchungsergebnisse zu Pflanzenschutzmittelrückständen in Physalis finden Sie hier.

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