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Pflanzenschutzmittelrückstände in exotischen Früchten

Im Jahr 2018 wurden 20 Proben exotische Früchte auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln untersucht. In 10 Proben (3 Proben Kaki/Sharon, 2 Proben Mango und je einer Probe Granatapfel, Avocado, Nashi-Birne, Maracuja und Physalis) wurden Pflanzenschutzmittelrückstände nachgewiesen. Lediglich in 4 Proben wurden Mehrfachrückstände bestimmt. Gesicherte Höchstgehaltsüberschreitungen wurden nicht festgestellt.

Im Jahr 2018 wurden im Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg des LAVES insgesamt 20 Proben exotische Früchte aus konventionellem Anbau auf Pflanzenschutzmittelrückstände untersucht. Bei den exotischen Früchten handelte es sich um Kaki/Sharon (6 Proben), Granatapfel (3 Proben), je 2 Proben Avocado, Nashi-Birne, Maracuja und Mango sowie jeweils eine Probe Kiwi, Physalis und Kaktusfeige. Die Proben stammten aus Spanien (7), Türkei (2), China (2), Chile (2), Brasilien (2), Kolumbien (2), Italien (1), Ghana (1) und Neuseeland (1) (siehe Tabelle 1).

Kaki

Granatapfel

Avocado

Maracuja

Mango

Nashi-Birne

Kiwi

Physalis

Kaktusfeige

Spanien

6

1

Italien

1

Türkei

2

Ghana

1

China

2

Neuseeland

1

Chile

2

Kolumbien

1

1

Brasilien

2

Die Ergebnisse der Rückstandsuntersuchungen sind in Abbildung 1 zusammengefasst.
Abbildung 1  
Abbildung 1: Ergebniszusammenfassung der exotischen Früchte; berücksichtigt sind Proben mit Rückstandsgehalten über 0,005 mg/kg für den jeweiligen Wirkstoff bzw. Metaboliten.

In 10 Proben (3 Proben Kaki/Sharon, 2 Proben Mango und je einer Probe Granatapfel, Avocado, Nashi-Birne, Maracuja und Physalis) wurden Pflanzenschutzmittelrückstände nachgewiesen.

Ein Rückstand oberhalb des rechtlich festgelegten Höchstgehalts wurde in der Probe Maracuja festgestellt; in einem Granatapfel war dies bei zwei Rückständen so. Nach Berücksichtigung der analytischen Messunsicherheit lagen die gemessenen Wirkstoffgehalte in beiden Produkten im Streubereich der zulässigen Höchstgehalte von 0,1 mg/kg bei Maracuja und bei 0,01 mg/kg bei Granatapfel, so dass beide Proben noch verkehrsfähig waren.

Abbildung 2  
Abbildung 2: Mehrfachrückstände in den exotischen Früchten; berücksichtigt sind Proben mit Rückstandsgehalten über 0,005 mg/kg für den jeweiligen Wirkstoff bzw. Metaboliten.
In Abbildung 2 ist die Anzahl der nachgewiesenen Rückstände aufgeführt. Mehrfachrückstände (2 oder mehr Wirkstoffe) wurden in vier Proben bestimmt. Es handelte sich dabei um je eine Probe Kaki/Sharon, Maracuja, Physalis und Granatapfel. Insgesamt wurden 5 verschiedene Wirkstoffe in der Granatapfelprobe aus der Türkei bestimmt.
Abbildung 3  
Abbildung 3: Häufigkeit nachgewiesener Pflanzenschutzmittelrückstände in den exotischen Früchten; berücksichtigt sind Proben mit Rückstandsgehalten über 0,005 mg/kg für den jeweiligen Wirkstoff bzw. Metaboliten.
In den Proben wurden 12 verschiedene Wirkstoffe nachgewiesen (Abbildung 3). Das Insektizid Spirotetramat inklusive Metaboliten wurde 3-mal und die Fungizide Azoxystrobin, Carbendazim und Difenoconazol je 2-mal bestimmt.

Fazit

In 10 von insgesamt 20 Proben exotischer Früchte wurden keine Pflanzenschutzmittelrückstände nachgewiesen. Die Untersuchungsergebnisse zeigen auch, dass die untersuchten exotischen Früchte nur geringe Rückstände von Pflanzenschutzmitteln aufweisen. Ausnahmen stellen die Proben Maracuja und Granatapfel mit den nicht gesicherten Höchstgehaltsüberschreitungen dar.


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Weitere Untersuchungsergebnisse und Informationen zu Pflanzenschutzmitteln finden Sie in folgendem Artikel:

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