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Gemüsechips zum Superbowl: Eine gesunde Alternative?

Grünkohl, Pastinake, Rote Bete oder Süßkartoffel – Gemüsechips sind voll im Trend


Gemüsechips aus Karotten und roter Bete in einer Schale.   Bildrechte: © vaaseenaa – stock.adobe.com
Sie werden aus Süßkartoffeln, Roter Bete, Pastinaken, Grünkohl oder Zucchini hergestellt und gern als gesündere Alternative zu Kartoffelchips vermarktet: Gemüsechips sind in Supermarktregalen immer häufiger neben den klassischen Kartoffelchips zu finden. Meist handelt es sich um in Sonnenblumenöl frittierte Chips der jeweiligen Gemüseart, verfeinert durch verschiedene Gewürze und/oder Salz. Bei dieser Art der Herstellung sind sie leider keine gesunde Alternative. Luftgetrocknete Gemüsechips sind eher selten.


Untersuchungen des LAVES

Im Lebensmittel- und Veterinärinstitut Braunschweig/Hannover des LAVES werden regelmäßig Gemüsechips untersucht. Im Fokus stehen dabei beispielsweise der Acrylamidgehalt, der Fettgehalt oder die Kennzeichnung.

Untersuchungsergebnisse 2025

Im Jahr 2025 wurden insgesamt 26 Proben Gemüsechips untersucht. Unter den Proben waren 13 Gemüsemischungen, 10 Süßkartoffelchips und 3 Chips aus Roter Bete.

Davon wurden 16 Proben auf Acrylamid untersucht. Bei 5 Proben wurde der Richtwert von 750 Mikrogramm pro Kilogramm (µg/kg) statistisch gesichert überschritten.

Weitere 10 Proben wurden auf Furane untersucht. Für diesen Stoff gibt es keine Richt- oder Grenzwerte, jedoch eine EU-Empfehlung zur Untersuchung. Die festgestellten Furangehalte lagen zwischen 3,3 und 32,4 µg/kg.

Außerdem wurden zwei Proben wegen Mängeln in der Kennzeichnung beanstandet – einmal wegen der Angabe des Mindesthaltbarkeitsdatums und einmal wegen der Nährwertdeklaration.

Untersuchungsergebnisse 2020

Im Jahr 2020 wurden 13 Proben Gemüsechips untersucht. Darunter waren neben Mischungen aus Süßkartoffeln, Pastinaken, Karotten und Rote Beete in verschiedenen Geschmacksrichtungen auch vier Proben reine Süßkartoffelchips und eine Probe getrocknete Rote Beete.

Der Acrylamidgehalt lag bei 82 Prozent der untersuchten Proben (9 von 11 Proben) über dem Richtwert von 750 µg/kg für Kartoffel-Knabberprodukte. Die Hersteller wurden über die Richtwertüberschreitung informiert und angehalten die angewandten Maßnahmen zur Reduzierung des Acrylamidgehaltes zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.

Bei drei Proben lag der Fokus auf der Überprüfung des Fettgehaltes. Zwar weisen Gemüsechips mit durchschnittlichen Gehalten zwischen 35 und 38 Prozent einen relativ hohen Fettgehalt auf, erfreulicherweise waren die deklarierten Gehalte aber in allen Fällen zutreffend.

Weiterhin umfasste die Untersuchung unter anderem die Prüfung auf Salmonellen. Dabei wurde bei keiner der untersuchten acht Proben Salmonellen festgestellt.

Untersuchungsergebnisse 2018

Im Jahr 2018 wurden 18 Proben Gemüsechips untersucht. Der Acrylamidgehalt lag bei einem Drittel der Proben (sechs Gemüsechipsproben) über dem Richtwert von 750 µg/kg für Knabberprodukte. Drei weitere Proben wiesen zudem einen deutlich erhöhten Mykotoxingehalt auf; eine Probe wurde positiv auf Salmonellen getestet.

Zwei Proben enthielten eine irreführende Kennzeichnung: Bei beiden lag der ermittelte Fettgehalt über dem angegebenen Gehalt.

Fazit:

Gemüsechips sind leider keine gesunde Alternative zu Kartoffelchips, denn die fertigen Snacks aus Gemüse enthalten viel Fett und Salz und sollten daher wie die übrigen Knabbberartikel auch nur gelegentlich genossen werden. Eine Alternative ist die eigene Herstellung von Gemüsechips, dann kann über Salz- und Fettgehalt selbst bestimmt werden.

Gemüsechips selber machen? So geht es:

Aus Kartoffel- oder Gemüsescheiben (zum Beispiel Möhren, Pastinaken, Rote Bete, Topinambur) lassen sich Gemüsechips leicht selbst herstellen:

  • Gemüse waschen und schälen.
  • Mit einem Gemüsehobel in dünne Scheiben schneiden.
  • In einer Schüssel mit Olivenöl und nach Belieben mit Gewürzen (Salz, Pfeffer, Muskatnuss) und frischen Kräutern (Rosmarin, Thymian, Basilikum) vermengen und auf einem Backblech gleichmäßig verteilen.
  • Im Backofen 30 bis 40 Minuten bei 140 Grad Celsius Umluft backen, dabei zwischendurch immer mal wieder die Ofentür öffnen, damit der Wasserdampf entweichen kann.

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Weitere Informationen:

Das Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) hat eine gesundheitliche Bewertung von Acrylamid vorgenommen und hohe Gehalte davon in Gemüsechips festgestellt.

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