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Zoonosen

Eine Zoonose definiert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als eine Krankheit oder eine Infektion, die natürlicherweise zwischen Wirbeltieren und Menschen übertragen werden kann. Zoonosen können durch Bakterien, Viren oder auch Parasiten verursacht werden. Beispielsweise handelt es sich bei der Tollwut oder der Tuberkulose um klassische Zoonosen. Darüber hinaus sind auch sogenannte unkonventionelle Erreger möglich, worunter man beispielsweise Prionen versteht.

Oft werden solche Krankheiten nicht direkt von den erkrankten Tieren, sondern über sogenannte Vektoren – wie Mücken oder Zecken – auf den Menschen übertragen. Es ist allerdings auch möglich, dass Menschen sich durch Lebensmittel mit Zoonose-Erregern infizieren; das passiert sogar recht häufig: Erkrankungen, die durch Campylobacter spp. oder Salmonellen hervorgerufen werden, führen seit langer Zeit in ganz Europa die Liste von lebensmittelbedingten Krankheitsausbrüchen an. Oft werden diese durch die Nichtbeachtung der erforderlichen Küchenhygiene im Umgang mit rohem Fleisch oder Rohmilch verursacht.

Zoonosen können übrigens nicht nur von Tieren auf Menschen übertragen werden, sondern auch umgekehrt, wenn erkrankte Menschen Tiere infizieren. Fachleute sprechen dabei von sogenannten Zooanthroponosen beziehungsweise Anthropozoonosen.

Eine Rötelmaus lugt aus ihrem Versteck

Hantavirus und Q-Fieber: bundesweite, enge Vernetzung für ein effektives Management gesundheitlicher Risiken

Gerade im Zusammenhang mit Zoonosen, das heißt von Tieren auf Menschen übertragbaren Infektionskrankheiten, besteht ein großer Bedarf an wissenschaftsbasierten Konzepten für eine nachhaltig wirksame Prävention, Diagnostik und Therapie. Das LAVES ist an zwei Zoonose-Forschungsverbünden beteiligt. mehr
Fuchs auf einer Wiese

Veterinärinstitut in Hannover untersucht in der laufenden Jagdsaison Füchse aus bestimmten Gebieten

Der Kleine Fuchsbandwurm, Echinococcus multilocularis, ist ein Parasit, der – wenn auch selten – von Füchsen auf den Menschen übertragen werden kann. Eine neue Studie soll darüber Aufschluss geben, wie häufig der Fuchsbandwurm in bestimmten Gebieten Niedersachsens vorkommt. mehr
Igel im Laub

Corynebacterium ulcerans: ein bisher wenig beachtetes humanpathogenes Bakterium beim Igel

Igel sind vielfachen Gefahren ausgesetzt – auch Infektionen. In mehreren Bundesländern ist bei heimischen Igeln das Bakterium Corynebacterium ulcerans nachgewiesen worden, ein Verwandter des Diptherie-Erregers beim Menschen. Daher ist richtige Hygiene beim Kontakt zu wild lebenden Igeln wichtig. mehr
Großes Mausohr

Tollwut: Kranke Tiere nicht anfassen

Die Tollwut gehört zu den am längsten bekannten Infektionskrankheiten, wird durch den Biss erkrankter Tiere übertragen und verläuft zumeist tödlich. Jährlich sterben nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation weltweit 40.000-70.000 Menschen an einer Tollwutinfektion. mehr
Achtung Zecken

Borrelien – Vorsicht vor Zecken gilt für Mensch und Tier

Vom Frühjahr bis zum Spätherbst sind sie wieder aktiv: Zecken. Sie sind nicht nur lästige Blutsauger, sondern können auch Krankheitserreger wie Borrelien auf den Menschen oder auf Tiere übertragen. Woran Sie eine Infektion erkennen und wie Sie sie vermeiden, lesen Sie hier. mehr
Fleisch

Verbeitung von Zoonose-Erregern in der niedersächsischen Fleischgewinnungskette

Das von Bund und Ländern seit 2009 jährlich durchgeführte Zoonosemonitoring erstreckt sich entlang der Lebensmittelkette vom Erzeugerbetrieb über die Fleischgewinnung im Schlachthof bis zum Endprodukt im Einzelhandel. mehr
Hase

Tularämie (Hasenpest) bei Hasen in Niedersachsen

In den letzten Jahren wurde wieder vermehrt eine Zoonose – also eine vom Tier auf Menschen übertragbare Erkrankung – festgestellt, die seit längerer Zeit in Vergessenheit geraten war: die Tularämie. mehr
Ferkel

Koordinierungsstelle Zoonosen

Im Jahr 2008 wurde im LAVES eine Koordinationsstelle für alle mit der Zoonosenvermeidung verbundenen Vorgänge eingerichtet, deren Arbeit interdisziplinär und institutionsübergreifend angelegt ist. mehr
Leptospiren

Weltweite Zusammenarbeit bei der Diagnostik der Leptospirose

Leptospirose ist eine weltweit verbreitete Infektionskrankheit bei Mensch und Tier. In 52 Ländern wurden nun in einem Ringversuch die Methoden zum Nachweis des Erregers überprüft. Der Fachbereich Serologie des Veterinärinstituts Hannover des LAVES bestand die Überprüfung mit optimalen Resultaten. mehr
RESET-Selektivmedium

Forschungsverbund zu Antibiotikaresistenzen

Das Lebensmittel- und Veterinärinstitut (LVI) Oldenburg untersucht im Rahmen des „RESET“-Forschungsverbundes Lebensmittel auf das Vorkommen antibiotikaresistenter Bakterien. mehr
Freilandhühner

Die Salmonellenbekämpfung in der landwirtschaftlichen Geflügelhaltung – eine Erfolgsgeschichte

Der Bekämpfung von Salmonellen mit Relevanz für die menschliche Gesundheit in der landwirtschaftlichen Geflügelhaltung kommt eine wichtige, in der Legehennenhaltung sogar entscheidende Bedeutung für die Vermeidung von durch Lebensmittel hervorgerufenen Erkrankungen beim Menschen zu. mehr
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