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Pflanzenschutzmittelrückstände in Pfirsichen und Nektarinen

Im Jahr 2019 wurden insgesamt 44 Proben auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln untersucht. Davon stammten 20 Pfirsichproben und 22 Nektarinenproben aus konventionellem Anbau und je eine Pfirsich- und Nektarinenprobe aus Bioanbau. Mit Ausnahme der beiden Bioproben waren in allen anderen Proben Pestizidrückstände nachweisbar. Höchstgehaltsüberschreitungen wurden nicht festgestellt.

Im Jahr 2019 wurden im Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg des LAVES 21 Proben Pfirsiche und 23 Proben Nektarinen auf Pflanzenschutzmittelrückstände untersucht. Davon waren zwei spanische Proben aus ökologischem Anbau (1-mal Pfirsiche und 1-mal Nektarinen).

In Abbildung 1 ist die Rückstandsverteilung auf die Herkunftsländer zusammengefasst.

Von den konventionell erzeugten Pfirsichen und Nektarinen stammten je 18 Proben aus Spanien. Herkunftsländer der weiteren 8 Proben waren Italien (2-mal Pfirsiche und 4-mal Nektarinen), Türkei (1-mal Pfirsiche) und Südafrika (1-mal Nektarinen).

In insgesamt 42 Proben (= 95 Prozent) wurden Rückstände nachgewiesen. Die beiden Bioproben waren ohne nachweisbare Rückstände. Höchstgehaltsüberschreitungen wurden nicht festgestellt.

In Abbildung 2 ist die Anzahl der Pestizidwirkstoffe in den Pfirsich- und Nektarinenproben dargestellt.

Abbildung 1   Bildrechte: LVI OL FB 41 (Dr. Iris Suckrau) 2020
Abbildung 1: Ergebniszusammenfassung der Pfirsich- und Nektarinenproben; berücksichtigt sind Proben mit Rückstandsgehalten über 0,005 mg/kg für den jeweiligen Wirkstoff.

Mehrfachrückstände, das heißt zwei oder mehr Wirkstoffe oder deren Abbauprodukte wurden in 38 Pfirsich- und Nektarinenproben (= 86 Prozent) bestimmt. Hauptsächlich wurde drei bis fünf Wirkstoffe pro Probe nachgewiesen. Eine spanische Nektarinenprobe und eine italienische Pfirsichprobe enthielten jeweils acht verschiedene Wirkstoffe.

Abbildung 2   Bildrechte: LVI OL FB 41 (Dr. Iris Suckrau) 2020
Abbildung 2: Pflanzenschutzmittelrückstände in den Pfirsich- und Nektarinenproben je Herkunftsland; berücksichtigt sind Proben mit Rückstandsgehalten über 0,005 mg/kg für den jeweiligen Wirkstoff.

Insgesamt wurden 34 verschiedene Wirkstoffe in den Pfirsich- und Nektarinenproben (siehe Abbildung 3) bestimmt. Unter den fünf am häufigsten nachgewiesenen Wirkstoffen sind vier Fungizide und zwar Dithiocarbamate, Fluopyram, Tebuconazol und Fludioxonil. Bei Spinosad handelt es sich um ein Insektizid.

Abbildung 3   Bildrechte: LVI OL FB 41 (Dr. Iris Suckrau) 2020
Abbildung 3: Häufigkeit nachgewiesener Pflanzenschutzmittelrückstände in den Pfirsich- und Nektarinenproben; berücksichtigt sind Proben mit Rückstandsgehalten über 0,005 mg/kg für den jeweiligen Wirkstoff.

Fazit:

Pflanzenschutzmittelrückstände waren in 42 der insgesamt 44 Pfirsich- und Nektarinenproben nachweisbar. Höchstgehaltsüberschreitungen wurden nicht festgestellt. In 86 Prozent der Proben wurden Mehrfachrückstände festgestellt, meist drei bis fünf Wirkstoffe pro Probe.

Die Ergebnisse zeigen, dass Pfirsiche und Nektarinen häufig Rückstände von Pflanzenschutzmitteln enthalten.

Pfirsiche, zum Teil aufgeschnitten, in einem Korb. Bildrechte: © pilipphoto - Fotolia.com
Weitere Untersuchungen von Pfirsichen und Nektarinen:

Weitere Untersuchungsergebnisse und Informationen zu Pflanzenschutzmitteln finden Sie in folgendem Artikel:

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