LAVES Niedersachen klar Logo

Pflanzenschutzmittelrückstände in Pfirsichen und Nektarinen

16 Pfirsichproben und 20 Nektarinenproben aus konventionellem Anbau sowie eine Pfirsichprobe aus Bioanbau wurden 2018 auf Pflanzenschutzmittelrückstände untersucht. 31 Proben enthielten Rückstände von Pflanzenschutzmitteln; jedoch wurden keine Höchstgehaltsüberschreitungen festgestellt.

2018 hat das Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg des LAVES insgesamt 17 Proben Pfirsiche, davon eine Probe aus Bioanbau, sowie 20 Proben Nektarinen auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln untersucht. In Abbildung 1 ist die Rückstandsverteilung auf die angegebenen Herkunftsländer Spanien und Italien zusammengefasst. Als Herkunftsländer der konventionell erzeugten 16 Pfirsichproben waren Spanien (14-mal) und Italien (2-mal) angegeben; die Pfirsichprobe aus biologischem Anbau stammte aus Spanien. Ebenfalls aus Spanien stammten die 20 Nektarinenproben aus konventioneller Produktion.
Abbildung 1  
Abbildung 1: Ergebniszusammenfassung der Pfirsich- und Nektarinenproben; berücksichtigt sind Proben mit Rückstandsgehalten über 0,005 mg/kg für den jeweiligen Rückstand.
In Abbildung 2 sind die Ergebnisse der Rückstandsuntersuchungen zusammenfasst. In jeweils 3 Pfirsich- und Nektarinenproben aus Spanien, inklusive der Probe Biopfirsiche, waren keine Pestizidrückstände bestimmbar. Rückstände von Pflanzenschutzmitteln konnten in 31 Proben (= 84 %) bestimmt werden. In den meisten Proben waren zwei Wirkstoffe enthalten. Das Maximum bildete eine Probe Pfirsiche aus Italien mit sechs verschiedenen Rückständen. Mehrfachrückstände, das heißt zwei oder mehr Wirkstoffe, beziehungsweise deren Metabolite, wurden in 24 Proben (= 65 %) nachgewiesen. Während 70 % der Nektarinenproben Mehrfachrückstände aufwiesen, traten diese in 59 % der Pfirsichproben auf.
Abbildung 2  
Abbildung 2: Mehrfachrückstände in den Pfirsich- und Nektarinenproben; berücksichtigt sind Proben mit Rückstandsgehalten über 0,005 mg/kg für den jeweiligen Rückstand.
Insgesamt wurden 25 verschiedene Pestizidwirkstoffe, oder deren Metabolite, in den Nektarinen und Pfirsichen bestimmt (siehe Abbildung 3). Hauptsächlich wurden das als Insektizid wirkende Spinosad (8-mal) und das Fungizid Fluopyram (6-mal) nachgewiesen.
Abbildung 3  
Abbildung 3: Häufigkeit nachgewiesener Pflanzenschutzmittelrückstände in Pfirsichen und Nektarinen; berücksichtigt sind Proben mit Rückstandsgehalten über 0,005 mg/kg für den jeweiligen Rückstand.
Fazit: In 84 % der Proben wurden Rückstände von Pflanzenschutzmitteln bestimmt. Das gegenüber 2016 veränderte Untersuchungsspektrum hat 2018 zu einer geringeren Häufigkeit von nachweisbaren Rückständen geführt.
zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln