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"Das Täuschen wird immer ausgefeilter!" Verbraucherschutzministerin Barbara Otte-Kinast besuchte das Institut für Fische und Fischereierzeugnisse Cuxhaven

MdL Thiemo Röhler, Verbraucherschutzministerin Barbara Otte-Kinast, LAVES-Präsident Prof. Dr. Eberhard Haunhorst im IFF
MdL Thiemo Röhler, Verbraucherschutzministerin Barbara Otte-Kinast, LAVES-Präsident Prof. Dr. Eberhard Haunhorst (v.l.) im IFF

Niedersachsens Verbraucherschutzministerin Barbara Otte-Kinast besuchte das Institut für Fische und Fischereierzeugnisse (IFF) Cuxhaven des Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES). Fischartendifferenzierung, die Färbung von Thunfisch aber auch die Fremdwasserbestimmung in Fisch standen dabei im Mittelpunkt. „Das Täuschen wird technisch immer ausgefeilter. Um dem Lebensmittelbetrug auf die Spur zu kommen, bedarf es in der Überwachung hoch entwickelter Analysemethoden“, sagte die Ministerin und zeigte sich beeindruckt von der modernen Ausstattung der Labore.

Das IFF ist landesweit zuständig für die Untersuchung und Beurteilung von Lebensmittelproben aus Meer, Binnengewässern und Aquakultur. „Wir haben hier ein hochspezialisiertes Institut, dessen Expertise weit über die Grenzen Niedersachsens hinaus bekannt ist“, betonte LAVES-Präsident Prof. Dr. Eberhard Haunhorst. „Diese gebündelte Kompetenz ist einzigartig in Deutschland.“

Ist die Seezunge auf dem Teller wirklich eine Seezunge oder vielleicht doch ein preiswerterer Fisch? Fragestellungen wie diese stehen immer wieder im Fokus der Untersuchungen. „Morphologisch lässt sich die Fischart anhand des Filets nur schwer feststellen. In stark verarbeiteten Fischereierzeugnissen, wie in einer feinst zerkleinerten und erhitzten Fischfrikadelle, sind für eine exakte Fischartenbestimmung nur noch hochspezifische Analyseverfahren anwendbar“, umriss Dr. Edda Bartelt, Leiterin des IFF, die Schwierigkeiten. Diese Untersuchungen seien nicht nur zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher vor Täuschung wichtig, sondern auch zur Vermeidung gesundheitlicher Risiken.

Jährlich werden in Cuxhaven rund 11.000 Untersuchungen an Fischen, Fischereierzeugnissen sowie Krebs- und Weichtieren vorgenommen. Die Analytik beinhaltet – neben den Untersuchungen zum Täuschungsschutz – Arzneimittelrückstände, Schwermetalle, Umweltkontaminanten, marine Biotoxine, Zusatzstoffe, Parasiten, Viren sowie bakteriologische und molekularbiologische Untersuchungen zum hygienischen Zustand der Proben. Außerdem ist das Institut zuständig für die Monitoringuntersuchungen der niedersächsischen Muschel-Erntegebiete und die Diagnostik von Meeressäugern und Muscheln auf Krankheiten. Im IFF sind 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, darunter sieben Auszubildende.

Ausführliche Informationen zum Institut finden Sie hier.
Presseinformationen
Artikel-Informationen

04.09.2018

Ansprechpartner/in:
Dr. Silke Klotzhuber

Nds. Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
Pressestelle
Röverskamp 5
26203 Wardenburg
Tel: 0441 57026-185

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