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Amtliche Futtermittelüberwachung in Niedersachsen

Mit Gründung des LAVES in 2001 wurde die Futtermittelüberwachung als Fachdezernat eingerichtet. Aktuell ist das LAVES auch zuständig für die Futtermittelüberwachung im Land Bremen. Niedersachsen ist mit einer Jahresproduktion von etwa 10 Millionen Tonnen Mischfuttermitteln (2018, ohne Mineralfutter, Quelle: BLE) der bedeutendste Futtermittelproduktionsstandort Deutschlands für Nutz- und Heimtierfuttermittel.

Überwachungstätigkeiten werden auf allen Ebenen vorgenommen: Anlassbezogen und im Rahmen von Cross-Compliance-Kontrollen auf landwirtschaftlichen Betrieben, anlassbezogen und routinemäßig im Handel und bei Einzel- und Mischfutterherstellern. Die Anzahl der Kontrollen und Proben je Betrieb ergibt sich aus einer jährlich aktualisierten Risikobewertung, der unter anderem die Herstellungsmenge/Jahr sowie der Stand der Erfüllung rechtlich festgelegter Anforderungen zugrunde liegen. Futtermittelkontrolleure/innen prüfen routinemäßig vor Ort gemäß der oben genannte rechtlich festgelegten Anforderungen zum Beispiel die Rückverfolgbarkeit, hygienische Bedingungen der Lagerung, technische Grundbedingungen der Herstellung, das HACCP sowie Auslobungen und Kennzeichnungen von Futtermitteln und sie entnehmen Proben. Die Kontrolleure/innen arbeiten dezentral von den Standorten Oldenburg, Hannover und Lüneburg aus. Die Koordinierung und Sachbearbeitung einschließlich des Vollzugs erfolgen über die LAVES-Zentrale in Oldenburg.

Alle Proben werden grundsätzlich im Futtermittelinstitut Stade (FIS) des LAVES analysiert. Durch die Zusammenarbeit der LAVES-Institute sowie auch mit weiteren akkreditierten Instituten wird ein breites Analysenspektrum abgedeckt.

Orientiert am "Nationalen Kontrollprogramm Futtermittelsicherheit", unter Beteiligung der Länder, des BMEL und des BVL erarbeitet, werden beprobte Futtermittel unter anderem auf folgende Parameter untersucht:

  • Unerwünschte Stoffe wie Dioxine, Mykotoxine, Mutterkorn, Schwermetalle, chlorierte Kohlenwasserstoffe (CKW), polychlorierte Biphenyle (PCB) unter anderem
  • Pflanzenschutzmittelrückstände
  • Unzulässige Stoffe, wie zum Beispiel nicht mehr zugelassene Antibiotika
  • Verbotene Stoffe, wie zum Beispiel Hausabfall, Kot oder gebeizte Getreidekörner
  • Inhaltsstoffe, wie zum Beispiel Rohprotein, Rohfett, Rohfaser, Rohasche und Energie
  • Zusatzstoffe, wie zum Beispiel Spurenelemente, Vitamine oder auch Kokzidiostatika,
  • Zoonosenerreger, wie zum Beispiel Salmonellen und Listeria monocytogenes sowie die mikrobiologische Beschaffenheit

Ziel ist die Sicherung von qualitativ hochwertigen und gesundheitlich unbedenklichen Futtermitteln zur Gewinnung von sicheren tierischen Lebensmitteln sowie der Schutz der Tiergesundheit und der Umwelt vor vermeidbaren Belastungen.

Weitere Informationen finden Sie im Jahresbericht des LAVES.

Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
Dez. 41, Futtermittelüberwachung
Postfach 39 49
26029 Oldenburg

Tel.: 04 41/ 570 26-0
Fax: 04 41/ 570 26-139
Dezernat41@laves.niedersachsen.de


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Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Das BMEL bietet u.a.:

  • Verweise auf Nationale Gesetze und Verordnungen
  • europäische Rechtsvorschriften
  • die aktuelle Jahresstatistik der amtlichen Futtermittelüberwachung
  • die Anschriften der für die Futtermittelüberwachung zuständigen obersten Landesbehörden in der Bundesrepublik Deutschland.

Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit

Die Internetseite des BVL bietet unter anderem Merkblätter zu Anforderungen an zulassungs- und registrierungspflichtige Futtermittelunternehmer gem. VO (EG) 183/2005, eine tagesaktuelle Liste der zugelassenen Futtermittelzusatzstoffe und den Bundesanzeiger der anerkannten/ registrierten Betriebe in Deutschland.

Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft

Auf der Internetseite der DLG wird die sogenannte „Positivliste für Einzelfuttermittel“ regelmäßig aktualisiert.

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