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Schädlingsdiagnostik

Ist meine Wohnung von Schädlingen befallen?

Ihr Lieblingspulli hat Löcher, Ihre Zimmerpflanze wurde angenagt oder Ihr Müsli bewegt sich? Vielleicht haben Sie kleine Untermieter…

Ein Schädlingsbefall in der Wohnung kann sich auf unterschiedlichste Weise äußern. Natürlich sind da die Ratten und Mäuse, welche deutliche Spuren wie angenagte Speisen, Trittsiegel oder Kot hinterlassen, aber es gibt auch diverse kleinere Vertreter aus der Gruppe der Gliederfüßer, wie Käfer, Ameisen, Milben oder Flöhe. Diese Tiere hinterlassen nicht immer deutliche Spuren.

Bildrechte: ©LAVES/Beinke
Die Dörrobstmotte

Hinweise auf die Anwesenheit von Arthropoden können vielfältig sein – sie reichen von Gespinsten in beziehungsweise an kohlehydratreicher Nahrung (Müsli, Brot oder Schokolade) über löchrige, angenagte Holzbalken bis hin zu Ansammlungen von Isoliermaterial oder Insektenresten. Häufig wird auch der Kaschmirpulli oder der Wollteppich angenagt oder die Zimmerpflanze zerfressen.

Bisse und Stiche können Hinweise auf beispielsweise Flöhe, blutsaugende Milben, Zecken oder Bettwanzen sein. Natürlich sind auch allergische Reaktionen auf Häutungsreste, Kot, Borsten oder Haare von Tieren möglich.

Bei plötzlichem Massenauftreten von Insekten an und/oder im Gebäude kann es sich zum Beispiel um Marienkäfer oder Fliegen handeln, die dann häufig als Lästlinge bezeichnet werden können, da sie keinen unmittelbaren Schaden verursachen. Ob eine Bekämpfung nötig ist, muss von Fall zu Fall entschieden werden.

Häufig ist man zu Hause kaum selbst in der Lage, den Schädling zu identifizieren, da die meisten Tiere versteckt hinter Fußleisten oder im Teppich sitzen. Der Befall wird erst dann sichtbar, wenn Möbel beschädigt sind, das Mehl klumpt oder der Lieblingspulli Löcher hat. Das Einfangen gestaltet sich oft schwierig, denn wenn man ein Tier sieht, ist es meist schnell wieder verschwunden oder beim Zugreifen zerdrückt worden. Doch auch wenn es unversehrt eingefangen wurde, ist es selbst unter der Lupe kaum zu erkennen.

Ich habe vielleicht einen Schädlingsbefall, was muss ich tun?

Zuerst sollte geklärt werden, ob wirklich Arthropoden (Insekten und Spinnentiere) oder Schadnager da sind und wenn ja, welche genau, da jede Bekämpfung individuell auf die jeweilige Tierart ausgerichtet werden muss. Eine solche Bestimmung können Sie über uns veranlassen. Wenn Sie Arthropoden (oder Losung) finden, können Sie diese einsenden.

Die Bestimmung von eingesandten Arthropoden (Insekten und Spinnentiere) wird in Stade für niedersächsische Ämter und Behörden in Amtshilfe durchgeführt. Für alle anderen Einsender wird eine Gebühr erhoben.

Das Schadbild selbst ist leider nicht aussagekräftig genug. Wenn keine Tiere zu entdecken sind, empfiehlt sich ein Termin mit einem Schädlingsbekämpfer, der gezielt suchen und eventuell Arthropoden zur Untersuchung einsenden kann.

So können wir Ihnen helfen:

Wir, der Fachbereich Schädlingsbekämpfung des LAVES, beschäftigen uns im Rahmen der Zoodiagnostik täglich mit Gesundheits-, Vorrats- und Materialschädlingen, die wir anhand der adulten Arthropoden (Insekten und Spinnentiere), ihrer Larven und Puppen oder bei Wirbeltieren auch an ihrem Kot identifizieren. Falls Sie einen Ihrer kleinen Untermieter erwischen, senden Sie diesen ein, wir bestimmen die Tiere und informieren Sie dann, mit wem Sie es zu tun haben. Gegen eine Gebühr von 12,50 € bekommen Sie ein Gutachten per E-Mail, die Rechnung kommt per Post.

Ist der Schädling erst einmal identifiziert, können Sie gegebenenfalls selbst Gegenmaßnahmen ergreifen (Hinweise finden Sie hierzu im erstellten Gutachten) oder sich gezielt an einen Schädlingsbekämpfer wenden.

  Bildrechte: ©LAVES/Oltmann
So bitte nicht!
Checkliste zum Einsenden von Arthropoden und Losung
  • Zur Einsendung von Arthropoden und Kot nutzen Sie bitte unser Einsendeformular und beachten auch die Transparenz- und Informationspflichten gemäß DS-GVO.
  • Machen Sie bitte genaue Angaben zum Fundort und den Fundumständen.
  • Zur schnellen Bearbeitung benötigen wir Ihre Postanschrift, Ihre E-Mailadresse und eine Telefonnummer für Rückfragen.
  • Die Nutzung von Klebestreifen oder -fallen beeinflusst die Bestimmung negativ, da wir das Insekt nicht von allen Seiten betrachten können.
  • Bitte verwenden Sie keine Tücher/Feuchttücher zum Aufsammeln, sie sind sehr schlecht auswertbar (Insekt/Losung wird zerdrückt, schnelle Schimmelbildung).
  • Zum Verpacken eignen sich am Besten saubere Stuhlröhrchen, Unrinbecher oder fest verschraubte Gefäße.
  • Wenn möglich, senden Sie bitte mehrere Insekten/Kotbrocken ein.
  • Zum Abtöten können die Insekten über Nacht in die Gefriertruhe gelegt werden.
  • Legen Sie die Insekten bitte in klaren Alkohol ohne Zusätze wie Zucker oder ähnliches.
  • Kot bitte vorher vollständig trocknen, da die äußere Form wichtig für die Bestimmung ist und er sonst auch schnell schimmeln kann.
  • Nutzen Sie eine stabile Verpackung; Briefumschläge mit Probenröhrchen werden auf dem Postweg schnell beschädigt.

Bildrechte: ©LAVES/Beinke







Haben Sie Fragen zu Schädlingen, ihrer Lebensweise und Bekämpfung? Die Mitarbeiter des Fachbereichs Schädlingsbekämpfung sind für Sie da und beantworten Ihre Fragen gerne.

Bitte tragen Sie Ihre Fragen in das folgende Formular ein.

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Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.

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Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
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