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Vorzerkleinertes Obst – eine bunte Überraschung?

Vorgeschnittenes, verzehrfertiges Obst ist bei Verbraucherinnen und Verbrauchern als gesunde Zwischenmahlzeit sehr beliebt und wird in vielfältigen Mischungen im Handel angeboten. Die große Oberfläche bietet jedoch einen idealen Nährboden für Mikroorganismen. Da pflanzliche Lebensmittel immer wieder Quelle lebensmittelbedingter Krankheitsausbrüche sind, wurde im Lebensmittel- und Veterinärinstitut Braunschweig/Hannover am Standort Braunschweig abgepacktes, vorgeschnittenes Obst aus dem Einzelhandel mikrobiologisch untersucht.

In den Jahren 2016 bis 2019 wurden bisher 120 Proben vorzerkleinertes Obst auf Hygieneparameter und das Vorhandensein pathogener Bakterien untersucht. In 34 Proben (28 Prozent) wurden auffällige Keimgehalte nachgewiesen, die auf Hygienemängel hindeuten. Überwiegend waren die Gehalte an Schimmelpilzen (19 Prozent) und Enterobacteriaceae (8 Prozent) erhöht.

Eine Probe Melonenscheiben war bereits matschig und roch säuerlich, es wurden hohe Keimgehalte nachgewiesen. Diese Probe war für den Verzehr nicht mehr geeignet. Krankheitserreger wurden in keiner Probe nachgewiesen.
Fünf Proben (4 Prozent) wurden nicht ausreichend gekühlt. Bei vorgeschnittenem Obst handelt sich um leicht verderbliche Lebensmittel, die laut DIN 10508 „Temperaturen für Lebensmittel“ bei maximal 7 °C gelagert werden sollten.


Tipp:
Für einen unbeschwerten Genuss von vorzerkleinertem Obst sollten Verbraucherinnen und Verbraucher auf optisch einwandfreie frische Ware und ausreichende Kühlung im Handel achten. Diese Produkte sollten möglichst bald nach dem Kauf verzehrt werden.

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