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Die Kartoffel - eine vielseitige Knolle


Kartoffeln sind lecker, vielseitig einsetzbar, bei richtiger Lagerung lange haltbar und deshalb als Beilage oder Hauptgericht sehr beliebt.

Etwa die Hälfte der deutschen Kartoffelernte stammt aus Niedersachsen. Um sich einen Überblick über die Belastungssituation der niedersächsischen Kartoffeln mit Pflanzenschutzmitteln zu verschaffen, hat das Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg (LVI OL) bevorzugt Kartoffeln von niedersächsischen Erzeugern beprobt.


Die vielseitige Knolle

Untersuchung des LAVES 

Fazit

Tipps zur Lagerung

Weitere Informationen

zubereitete Kartoffeln

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Die vielseitige Knolle

Die Kartoffel, welche in Teilen Deutschlands auch als Erdapfel bezeichnet wird, gehört zur Familie der Nachtschattengewächse. Die Samen der Kartoffelpflanze und die Keime an der Knolle sind für den Menschen leicht giftig, weshalb nur die Knolle selbst für die Weiterverarbeitung geeignet ist.

Weltweit gibt es ca. 5.000 verschiedene Kartoffelsorten. Die unterschiedlichen Sorten werden u.a. nach ihrem Verwendungszweck unterschieden und deshalb mit Aufschriften wie „festkochende Speisekartoffeln" oder „mehlig kochende Speisekartoffeln" gekennzeichnet. Die Kartoffel findet aber nicht nur in der Küche Verwendung sondern auch als Futtermittel in der Tierzucht oder als Pflanzgut für die Entstehung neuer Kartoffeln.

Jährlich werden weltweit über 370 Millionen Tonnen Kartoffeln geerntet. Im Jahr 2016 lag die Einkaufsmenge der deutschen Haushalten von Kartoffeln bei ca. 1,35 Millionen Tonnen. Gerichte wie Pommes Frites, Kartoffelpuffer, Kartoffelpüree, Bratkartoffeln und Bauernfrühstück sind nur einige Beispiele, warum die Knolle für viele unentbehrlich ist. Geschätzt wird die Kartoffel aber auch wegen Ihrer gesunden Eigenschaften. Sie hat einen vergleichsweise hohen Gehalt an Kohlenhydraten und macht deshalb lange satt. Außerdem liefert die Kartoffel wichtige Vitamine sowie Mineralstoffe und enthält kaum Fett.

Untersuchung des LAVES

Um sich einen Überblick über die Belastungssituation der Kartoffeln mit Pflanzenschutzmitteln zu verschaffen, hat das LVI Oldenburg des LAVES im Jahr 2017 insgesamt 106 Kartoffelproben untersucht. Darunter waren zehn Proben aus ökologischem Anbau. Aus deutschem Anbau kamen 78 Proben, davon 69 Proben aus Niedersachsen.

Die Kartoffeln wurden jeweils auf etwa 400 Pflanzenschutzmittelwirkstoffe geprüft. Das Ergebnis: es wurden keine Höchstgehaltsüberschreitungen festgestellt.

51 Kartoffelproben (48 %), darunter neun Proben aus ökologischem Landbau, enthielten keine nachweisbaren Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. In einer Bioprobe aus Deutschland wurden Spuren der als Fungizide eingesetzten Dithiocarbamate gemessen. Mehrfachrückstände, d.h. zwei oder mehr Wirkstoffe oder deren Abbauprodukte wurden in 27 Kartoffelproben (25,5 %) bestimmt. Mit jeweils vier Rückständen stellten zwei Proben (1x Deutschland, 1x Ägypten) hierbei das Maximum dar.

In 55 Proben (52 %) wurden insgesamt 23 verschiedene Rückstände nachgewiesen, am häufigsten das Fungizid Propamocarb (26x). Das wachstumregulierende Herbizid Chlorpropham, war in 16 Proben bestimmbar und ist als keimhemmendes Mittel bei Kartoffeln bis zu einem Gehalt von 10 mg/kg zugelassen. Seine Anwendung zum Zwecke der Haltbarmachung muss jedoch bei der Abgabe an den Verbraucher kenntlich gemacht werden. Bei einer Probe Kartoffeln aus Zypern mit positivem Chlorprophambefund fehlte die in der Rückstands-Höchstmengenverordnung vorgeschriebene Kenntlichmachung „nach der Ernte behandelt". Dieser Sachverhalt wurde gemäß Verordnung ((EU) Nr. 1169/2011) als „irreführend für den Verbraucher" beurteilt.



Fazit

Es wurden Kartoffeln untersucht, die zum Direktverzehr und zur Weiterverarbeitung vorgesehen waren. Die Probenahme erfolgte daher nicht ausschließlich beim Erzeuger, sondern auch bei Kartoffel verarbeitenden Betrieben. Insgesamt zählt die Kartoffel zu den vergleichsweise gering mit Pflanzenschutzmitteln belasteten Erzeugnissen.


Kartoffeln Lagerung

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Tipps zur Lagerung

Werden Kartoffelknollen über längere Zeit dem Licht ausgesetzt, bildet sich Chlorophyll (Blattgrün). Um dies zu verhindern, sollten Kartoffeln immer dunkel und kühl gelagert werden. Bei der Grünfärbung können sich Bitterstoffe wie Solanin bilden. Diese Stoffe sind giftig und im Geschmack bitter. Durch das Schälen der Kartoffeln kann jedoch ein großer Teil der Bitterstoffe entfernt werden.

Je wärmer es ist, umso schneller keimen Kartoffeln. Aus diesem Grund ist eine kühle Lagerung (z.B. im Keller) ebenfalls empfehlenswert. Im Kühlschrank sollten Kartoffeln allerdings nur sehr kurz gelagert werden, da sich ihre Stärke bei zu viel Kälte in Zucker umwandelt und sich der Geschmack verändert.

Werden die Kartoffeln in Plastikverpackungen gekauft, ist es am besten die Verpackung zu entfernen, damit sich keine Feuchtigkeit bildet.

Kartoffeln sollten getrennt von Obst (wie Äpfeln etc.) gelagert werden, da dieses die Knollen schneller reifen lässt.

Zusammenfassung:

Dunkel lagern:

  • am besten im Vorratsraum oder Keller
  • in einem Behältnis, welches Licht abhält und in dem die Luft zirkulieren kann (z. B. Weidenkorb, Holzkiste)
Kühl lagern:
  • nicht mehr als 13 °C Raumtemperatur
  • im Kühlschrank nur als Notlösung für 1-2 Tage lagern
Separat lagern:
  • Getrennt von Obst lagern


Kartoffeln  
Untersuchungsergebnisse:

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