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Vorbereitung auf einen ASP-Ausbruch in Niedersachsen

In Niedersachsen arbeiten die kommunalen Veterinärbehörden (Veterinärämter auf Landkreisebene), die Task-Force Veterinärwesen des LAVES und das Landwirtschaftsministerium in der Prävention und in der Vorbereitung auf einen ASP-Ausbruch eng zusammen.

Wird untersucht, ob das ASP-Virus bereits im niedersächsischen Wildschweinbestand vorkommt?

Ja, ein niedersächsisches Untersuchungsprogramm hilft die ASP im Wildschweinbestand frühzeitig zu erkennen. Rund 20 Prozent aller erlegten Wildschweine werden dazu getestet. Im Jahr 2021 wurden etwa 12.800 entsprechende Proben im LAVES untersucht. Im Jahr 2020 waren es insgesamt rund 13.200 Proben. Auch im Bereich der Hausschweine findet ein Monitoring statt. Bisher waren alle Proben in Niedersachsen negativ.

Im November 2021 wurde die ASP in Mecklenburg-Vorpommern nahe der niedersächsischen Grenze festgestellt. Seither wird in den Landkreisen Lüchow-Dannenberg und Lüneburg ein erweitertes Intensivmonitoring bei Schwarzwild durchgeführt. Dabei werden alle erlegten Wildschweine auf ASP sowie Fallwild und Unfallwild beprobt und untersucht. Knapp 800 Wildschweine aus den beiden Landkreisen wurden im ersten Quartal 2022 untersucht. Alle Proben waren negativ.

Wie bereiten sich die niedersächsischen Behörden auf die ASP vor?

Seit 2014 die ASP in den baltischen Staaten und in Polen ausbrach, bereitet sich Niedersachsen auf einen Eintrag der Seuche vor. Eine Sachverständigengruppe wurde eingerichtet, die Empfehlungen für Bekämpfungsmaßnahmen erarbeitet. Es werden regelmäßig Übungen mit allen im Ausbruchfall beteiligten Gruppen durchgeführt. So beispielsweise im Jahr 2021 verschiedene Großübungen zur Fallwildsuche. Für Fachverbände, Berufs- und Interessengruppen wurden und werden zahlreiche Informationsveranstaltungen angeboten. Eine Koordinierungsstelle beim LAVES bündelt Informationen, Schulungen und Übungen werden vorbereitet und durchgeführt.

Außerdem hat das Land Niedersachsen eine App zur Datenerfassung bei der Fallwildsuche entwickelt. Kadaversuchhunde wurden ausgebildet und Material zur Bergung von Fallwild und zum Zaunbau angeschafft.

Zusätzlich stehen auf der Seite Tierseucheninfo Niedersachsen zahlreiche Informationsmaterialien zur Verfügung. Diese sind speziell auf die Landwirtschaft, die Jägerschaft und die Veterinärmedizin ausgerichtet. Für Reisende und Personen (zum Beispiel Transporteure) aus Ländern, in denen die ASP verbreitet ist, gibt es Merkblätter in verschiedenen Sprachen.

Was passiert, wenn ASP bei Wildschweinen in Niedersachsen festgestellt wird?

Wird ASP beim Schwarzwild festgestellt, werden vom zuständigen Veterinäramt Sperrzonen eingerichtet. Die Grenzen der Gebiete werden nach den Vor-Ort-Gegebenheiten und den epidemiologischen Erkenntnissen festgelegt.

In den betroffenen Gebieten wird eine verstärkte Fallwildsuche und -bergung erfolgen. Zur Eindämmung der Seuche sollten die Wildschweine in diesem Gebiet gehalten werden. Dazu sind verschiedene Maßnahmen möglich, zum Beispiel der Zaunbau.

Schweine oder Schweinefleischerzeugnisse aus diesen Gebieten herauszubringen ist grundsätzlich untersagt.

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