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Afrikanische Schweinepest (ASP) – das geht alle an!

Fragen und Antworten rund um Lebensmittel, Haustiere, Reisen und den Spaziergang im Wald


Was ist die Afrikanische Schweinepest?

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine Viruserkrankung, die ausschließlich Wild- und Hausschweine betrifft. Sie endet für Schweine meist tödlich. Für den Menschen ist die Erkrankung ungefährlich!

Wie wird die Krankheit übertragen?

Die Krankheit wird direkt von Tier zu Tier übertragen. Beispielsweise bei Hausschweinen in offenen Haltungsformen durch den Kontakt zu Wildschweinen.

Indirekt kann das Virus durch Menschen, andere Tiere oder Gegenstände übertragen werden. Nach Kontakt mit infizierten (Wild-)Schweinen, kann das Virus an Kleidung oder Gegenständen haften. So wird es in den Schweinestall getragen. Auch Futtermittel, Schlacht- und Speiseabfälle, Gülle/Mist oder Fahrzeuge können das Virus weitertragen.

Können Menschen sich mit dem Virus anstecken?

Nein, das Virus ist für den Menschen ungefährlich. Auch der direkte Kontakt zu infizierten Tieren stellt kein Risiko für eine Ansteckung dar.

Ist das Virus gefährlich für Haustiere?

Nein, es können sich ausschließlich Schweine mit dem ASP-Virus anstecken. Für andere Tiere ist das Virus ungefährlich. Allerdings können beispielsweise Hunde nach Kontakt mit einem infizierten (Wild-)Schwein das Virus weiterverbreiten.

Ist ein Spaziergang im Wald weiterhin möglich?

Ja, der Waldspaziergang – auch mit Hund – ist weiterhin möglich. Die allgemeine Vorsicht gegenüber Wildtieren sollte aber beachtet werden. Im Falle eines ASP-Ausbruchs kann das Betreten von Waldgebieten eingeschränkt werden. Grundsätzlich dürfen mit rot-weißem Flatterband abgesperrte Waldstücke nicht betreten werden.

Können Menschen erkranken, wenn sie Fleisch von infizierten Schweinen/Wildschweinen essen?

Nein, es erfolgt keine Ansteckung durch den Verzehr von (Wild-)Schweinefleisch.

Unabhängig von ASP sollte beim Zubereiten immer die Küchenhygiene beachtet werden: die Kühlkette einhalten, rohes Fleisch getrennt von anderen Lebensmitteln lagern und zubereiten., das Fleisch auf über 70 Grad Celsius erhitzen.

Wie wird sichergestellt, dass kein infiziertes Fleisch in den Handel gelangt?

Der Handel mit (Wild-)Schweinefleisch aus Gebieten mit ASP, ist nach EU-Recht untersagt. Dabei geht es nicht um die menschliche Gesundheit, denn ASP stellt für Menschen keine Gefahr dar. Hintergrund ist vielmehr die Tiergesundheit. Wird infiziertes Schweinefleisch falsch behandelt oder entsorgt, könnte dadurch die Seuche verbreitet werden.

Warum sollten keine Fleischprodukte aus anderen Ländern mitgebracht werden?

Das ASP-Virus ist außerordentlich widerstandsfähig. Nicht nur frisches Fleisch kann für andere Schweine infektiös sein. In tiefgekühlten oder rohen/geräucherten Fleischprodukten (Salami, Schinken) kann das Virus monatelang überleben. Um keine Tierseuchen (also nicht nur ASP) einzuschleppen, ist das Mitbringen von Fleisch, Fleischerzeugnissen und Milch aus Nicht-EU-Ländern untersagt. Reisende sollten generell darauf achten, Speisereste nur in fest verschlossenen Müllbehältern zu entsorgen.

Was ist zu beachten, damit sich das Virus nicht weiter ausbreitet?

Alle können helfen, dass sich die Afrikanische Schweinepest nicht weiter ausbreitet:

  • Küchenabfälle oder Essensreste dürfen grundsätzlich nicht an Haus- oder Wildschweine verfüttert werden!
  • Lassen Sie keine Speisereste in der Natur zurück. Wildscheine gibt es überall in Deutschland.
  • Bringen Sie keine Lebensmittel mit Schweinefleisch aus Gebieten, die von ASP betroffen sind mit. Das Mitbringen von Fleisch, Fleischerzeugnissen und Milch aus Ländern außerhalb der Europäischen Union ist verboten.
  • Betreten Sie unaufgefordert keine Tierhaltungen.
  • Melden Sie tot aufgefundene Wildscheine an das zuständige Veterinäramt.

Was muss in der Landwirtschaft oder auf der Jagd beachtet werden? Informationen dazu in unserem Artikel „Spezialwissen für alle die Schweine halten und/oder zur Jagd gehen“.

Reise in ein ASP-Gebiet? Was ist bei der Rückkehr zu beachten?

Reisende sollten keine Schweinefleischprodukte (zum Beispiel Wurst, Schinken, tiefgefrorenes Fleisch) aus ASP-Gebieten mitbringen. Aus Ländern außerhalb der EU dürfen grundsätzlich keine tierischen Lebensmittel mitgebracht werden.

Infos für Reisende, damit sich die Tierseuche Afrikanische Schweinepest nicht weiter ausbreitet   Bildrechte: © DAPA Images, sunnyrabbit – via Canva.com

Ein totes Wildschwein liegt im Wald. Was ist zu tun?

Tote Wildschweine sollten weder von Menschen noch von Hunden berührt werden. Bitte benachrichtigen Sie umgehend die zuständige Veterinärbehörde über den Fundort. Hier werden weitere Maßnahmen eingeleitet. Sie können auch den Jagdpächter oder die Polizei benachrichtigten.

Gibt es einen Impfstoff?

Nein, zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keinen Impfstoff gegen die Afrikanische Schweinepest.

Zum aktuellen Stand der Impfstoffentwicklung berichtet das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI).

Wo kommt die ASP vor?

In Deutschland ist das Virus bisher in Brandenburg, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg nachgewiesen. Ein erster Nachweis bei Hausschweinen in Niedersachsen erfolgte im Juli 2022.

Polen, die baltischen Staaten und weitere osteuropäische Länder sind ebenfalls betroffen. Außerdem ist die ASP in einigen afrikanischen Ländern, Russland und China verbreitet. Genaueres erfahren Sie auf der Internetseite https://tierseucheninfo.niedersachsen.de.

Schwein Bildrechte: © Lilifox - Fotolia.com

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Bildrechte: © EwaStudio - stock.adobe.com
Weiterführende Informationen

Weitere Informationen zur Afrikanischen Schweinepest und zur aktuellen Lage finden Sie auf folgenden Internetseiten:

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