LAVES Logo mit Schriftzug Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit Niedersachen klar Logo

Der Glänzendschwarze Getreideschimmelkäfer (Alphitobius diaperinus)

Der Glänzendschwarze Getreideschimmelkäfer wird bis zu drei Jahre alt und kann als sekundärer Vorratsschädling bezeichnet werden. Das bedeutet, dass er nur dann in Vorräten auftaucht, wenn sie von schlechter Qualität (zum Beispiel feucht) sind. In sauberen, gut gelagerten Vorräten ist er nicht anzutreffen.

In Tierställen (insbesondere bei Geflügel und Schweinen) gilt er auch als Materialzerstörer und Überträger von Salmonellen, Escherichia coli und zoopathogenen Viren. Unbemerkt mit Tierfutter eingeschleppt vermehrt sich dieser Käfer bei ausreichender Feuchtigkeit in Zwischendecken und -wänden, in den unteren Schichten des Bodenbelages und in Bodenritzen. Seine polyphagen Larven zerstören Isoliermaterialen, während die Käfer zur Verbreitung zoopathogener Keime beitragen, indem sie sich sowohl auf den Exkrementen als auch im Tierfutter aufhalten können. Eine Ermittlung und nachfolgende Bekämpfung des Glänzendschwarzen Getreideschimmelkäfers ist daher nicht nur für die Erhaltung der Tiergesundheit ein wichtiger Faktor, sondern auch der Verbraucherschutz wird hier tangiert, da zum Beispiel einige Serotypen von Escherichia coli und Salmonella spp., welche durch diesen Käfer verbreitet werden können, auch für den Menschen pathogen sind.


Bekämpfung im Stall

Abdichten der Stallwände, -decken und -böden, chemische Bekämpfung mit den üblichen Spritz- und Sprühmitteln durch einen Fachbetrieb. Insbesondere in Geflügelställen sollte die Behandlung vor dem Einstallen der Küken, wenn die Temperatur bereits hoch ist, erfolgen. Jetzt sind die Käfer bereits aktiv und werden schneller erfasst.

Bei 15°C ist eine Vermehrung nicht mehr möglich, die Entwicklung kann aber bis 6°C beendet werden. Die Zeit bis zur Verpuppung kann sich bei diesen Temperaturen auf circa ein Jahr verlängern.


Bekämpfung in der Wohnung

Auffinden und beseitigen der befallenen Vorräte und Materialien, Reinigung des Bereiches. Bei Größeren Befällen empfiehlt sich der Kontakt zu einem Fachbetrieb.


Bildrechte: ©LAVES/Oltmann

Alphitobius diaperinus

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln