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Bundesweite Abschlussprüfung zum Tierwirt Fachrichtung Imkerei 2020

25 Männer und zwei Frauen aus mehreren Bundesländern stellten sich der Prüfungskommission im LAVES Institut für Bienenkunde Celle


Die neuen Imkergesellen 2020 Bildrechte: LAVES/P. Markwitz
Die neuen Imkergesellinnen und -gesellen 2020

Lange haben sie auf diesen Moment hingearbeitet - jetzt haben sie Grund zur Freude: Zwei Frauen und 17 Männer haben ihre Ausbildung zum Tierwirtin und Tierwirt Fachrichtung Imkerei erfolgreich abgeschlossen.

Die bundesweite Abschlussprüfung 2020 fand vier Tage lang im Institut für Bienenkunde in Celle des niedersächsischen Landesamts für Verbraucherschutz (LAVES) statt - unter strenger Einhaltung der Corona-Auflagen. Sie bildet das Ende einer dreijährigen Ausbildung in einem anerkannten Imkerei-Ausbildungsbetrieb inklusive der Teilnahme an zwei Winterblöcken der Berufsschule für Imker im LAVES Institut für Bienenkunde Celle. Zudem können auch so genannte „Seiteneinsteiger“ (Berufsbildungsgesetz Paragraf 45/2) an der Prüfung teilnehmen. Zwei Frauen und 25 Männer aus mehreren Bundesländern hatten sich in diesem Jahr der Prüfungskommission der Landwirtschaftskammer Niedersachsen gestellt.

Die Abschlussprüfung gliedert sich in einen theoretischen und in einen praktischen Teil. Im theoretischen Teil müssen die Kandidatinnen und Kandidaten Kenntnisse zur fachgerechten Haltung von Bienenvölkern (inklusive Königinnenzucht) nachweisen. Zudem werden das berufsständische Wissen, das berufsbezogene Rechnen sowie Kenntnisse im Bereich Wirtschafts- und Sozialkunde in Form von drei Klausuren überprüft. Im praktischen Teil müssen die Anwärterinnen und Anwärter drei handlungsorientierte Prüfungen (inklusive Prüfungsgesprächen) absolvieren. Dazu gehören:

  1. Bearbeiten und Beurteilen von Bienenvölkern (inklusive Bienenkrankheiten und Fütterung)
  2. Honigernte und Präsentation von Bienenprodukten (inklusive Lebensmittelrecht)
  3. Anfertigen und Instandhalten von Betriebsmitteln (inklusive Holzkunde)

Während der Ausbildungszeit müssen alle Auszubildenden zudem ein Berichtsheft führen und ein Herbarium mit Bienenweidepflanzen erstellen.

Johannes Bauer aus Baden-Württemberg ist der Jahrgangsbeste mit der Gesamtnote 1,7   Bildrechte: LAVES/U.Hubbe
Johannes Bauer aus Baden-Württemberg ist der Jahrgangsbeste mit der Gesamtnote 1,7
Johannes Bauer aus Baden-Württemberg ist der Jahrgangsbeste mit der Gesamtnote 1,7. Er hat im Institut für Bienenkunde und Imkerei (LWG) Veitshöchheim gelernt. Für seine besondere Leistung erhielt er ein Preisgeld in Höhe von 300 Euro vom Deutschen Imkerbund e.V. Vier Auszubildende wurden wegen ihrer besonderen Leistungen bei der Erstellung von Herbarien ausgezeichnet, zwei Auszubildende für ihre besonderen Leistungen bei der Erstellung der Berichtshefte. Einige der neuen Imkergesellinnen und Imkergesellen haben bereits eine Anstellung in Aussicht, andere wollen sich selbstständig machen.
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