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Zukunftstag 2022: Spannende Einblicke in das LAVES!

62 Schülerinnen und Schüler entdeckten verschiedene Berufs- und Aufgabenfelder im LAVES


  Bildrechte: © LAVES

Wie sieht es hinter den Kulissen des LAVES aus? Welche Berufe werden an den verschiedenen LAVES-Standorten ausgeübt und welche Aufgaben müssen erledigt werden? Das konnten Schülerinnen und Schüler der Klassen fünf bis zehn in diesem Jahr wieder einen Vormittag lang kennenlernen - beim sogenannten Zukunftstag!

Insgesamt 62 junge Gäste erhielten Einblick in die Arbeit in den Instituten, packten selber mit an und führten unter anderem eigene Experimente und Untersuchungen durch. Sie waren begeistert und bekamen einen guten Überblick von der Arbeit im LAVES.

Hier ein paar Eindrücke von den Erlebnissen der Schülerinnen und Schülern im LAVES.

Futtermittelinstitut Stade

Vier Mädchen waren im Futtermittelinstitut Stade zu Gast. Bevor die praktische Arbeit losgehen konnte, stand eine Einführung in die Sicherheitsregeln an und die Gäste wurden mit Kittel und Schutzbrille ausgerüstet. Danach ging es mit einem Auszubildenden durch das Institut. Hierbei konnten die Schülerinnen einen Überblick vom Aufgabengebiet des Institutes und den angewandten Methoden in der Futtermittelanalytik gewinnen.

Jeweils in Zweiergruppen begannen anschließend die praktischen Arbeiten. Und dabei gab es verschiedene Aufgaben auszuprobieren:

Nacheinander konnten sie sich von der Dünnschichtchromatographie faszinieren lassen, bei der sich die dunkle Farbe eines Filzstifts in ihre bunten Komponenten auftrennt.

Zudem konnten sie das Pipettieren mit einer Vollpipette und einem Peleusball erlernen und die Konzentration einer Salzsäure durch Titration mit einer Natronlauge unter Verwendung eines Farb-Indikators bestimmen.

Eine weitere Aufgabe bestand darin, mittels verschiedener Siebe, Pinzette und einer gehörigen Portion Fleiß die Zusammensetzung eines Futtermittels bestimmen.

Zum Abschluss erhielten die Schülerinnen ihre Ergebnisblätter - einschließlich der Kunstwerke ihres chromatographischen Wirkens. Diese durften sie als Erinnerung mit nach Hause nehmen, um ihren Familien von ihrem ereignisreichen Tag berichten zu können.

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Lebensmittel- und Veterinärinstitut Standort Hannover

Elf Schülerinnen und Schüler erlebten einen abwechslungsreichen Tag mit vielen verschiedenen Aufgaben. Dabei mussten sie gleich mehrere Sinne einsetzen: Die Geschmacksnerven waren gefordert, als es darum ging, blau gefärbten Joghurt am Geschmack zu erkennen. Genau hinschauen hieß es, als Backhefe unter dem Mikroskop untersucht wurde. Alle Hände voll zu tun hatten die Schülerinnen und Schüler, als sie Ohrmarken bei Rinderköpfen aus Pappe einziehen mussten und das Pipettieren im Labor der Serologie kennenlernten. Zudem erforschten sie Bakterien auf bunten Agar-Platten und Läuse unter dem Mikroskop. Praxisnahe Einblicke in die Arbeit eines Tierpathologen bekam die Gruppe und ihnen wurde ausführlich erklärt, wie ein Pferdeschädel und Pferdhirn aufgebaut ist.

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Einblicke im Labor der Mikrobiologie
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Institut für Bienenkunde Celle

Nicht nur spannend und lehrreich, sondern auch lecker war der Zukunftstag, den sechs Schülerinnen und Schüler im LAVES-Institut für Bienenkunde in Celle erlebten. Zunächst lernten sie die verschiedenen Berufe im Institut kennen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter berichteten über ihren beruflichen Werdegang, um zu zeigen, wie vielfältig die Aufgaben im Institut sind.

Danach ging es gemeinsam durch die Räume der Institutsimkerei. Dort verfolgten die jungen Gäste den technischen Weg des Honigs von der Anlieferung in Honigwaben über den Schleuderprozess bis hin zur Abfüllung in Gläser und deren Etikettierung. Im Anschluss gab es ein gemeinsames Frühstück mit frischen Brötchen und verschiedenen Honigsorten. Mit neuen Kräften und bei schönstem Sonnenschein ging es danach in den Institutsgarten, um das Zusammenleben der Bienen in einem Bienenvolk zu erkunden. Dabei war die Scheu schnell verflogen und wie selbstverständlich wurde Wabe für Wabe das Leben der Bienen im Bienenkasten angeschaut. Auch die Wildbienen kamen nicht zu kurz, die an einem Nisthügel und an verschiedenen Pflanzen ganz nah beobachtet werden konnten. Für alle war es ein eindrucksvoller und schöner Vormittag.

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Institut für Fische und Fischereierzeugnisse Cuxhaven

Vier Schülerinnen und Schüler erlebten einen abwechslungsreichen Tag. Erst wurden sie über die Sicherheitsvorkehrungen belehrt und mit Schutzkitteln ausgerüstet, dann startete die Tour durch die Gebäude. Ausbilderin Angela Grabow führte die Gruppe durch die Labore, in denen die Kolleginnen und Kollegen ihren Arbeitsbereich vorstellten. Nächster Halt war die Experimentier-Station. Die Nachwuchsforscherinnen und -forscher führten Versuche zur Trennung von Stoffen mittels Papierchromatografie durch. Anschließend bekamen sie Techniken und Geräte der Flüssigkeitschromatographie erklärt. Danach standen Versuche zum Thema Stoffeigenschaften auf dem Plan. Es wurden Versuche zur Löslichkeit, Mischungsverhalten und pH-Wert durchgeführt. Abgerundet wurde der Labor-Exkurs mit praktischen Übungen zur sensorischen Untersuchung von Fischerzeugnissen sowie mit einer Übung zur Kennzeichnung verpackter Lebensmittel.

Zum Abschluss wurden Mikroskope vorgestellt. Die Kinder sahen Mikroplastik oder auch lebende Mikroalgen im Mikroskopierfeld. Sie lernten, dass Algen von Muscheln gefressen werden und für die Muschel unbedeutende, jedoch für den Menschen gefährliche Algentoxine enthalten können. In der Abschlussbesprechung in der Bibliothek stellten die Schülerinnen und Schüler zahlreiche Fragen zu den Berufen und zur Arbeit im Labor. Ein ereignisreicher Zukunftstag 2022 endete mit einem gemeinsamen Gruppenfoto.

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Lebensmittel- und Veterinärinstitut (LVI) Oldenburg

Veterinärbereich:

Nach drei Jahren fand endlich wieder ein Zukunftstag im LVI Oldenburg statt! Das erste Mal am neuen Standort des Veterinärbereiches in der Martin-Niemöller-Straße. Nicht nur die zwölf Kinder, auch die Mitarbeitenden waren voller Vorfreude!

Nach kurzer Einführung ging es in die Kittel und los. Als erstes war das Rück­stands­labor dran. Die Kinder experimentierten in zwei Gruppen, wie sich Säuren beziehungsweise Basen verhalten. An­schließend wurden die Ergebnisse verglichen und die Säuren und Basen mithilfe von Indikatoren unterschieden.

Bei einigen Leckereien stärkten sich die Kinder erstmal und tauschten erste Eindrücke aus. Wieder einmal Highlight: die Petrischalen mit buntem Wackelpudding. Auch ein Wettessen war schnell im Gange.

Danach folgte ein Rundlauf durch die Fachbereiche Pathologie, Virologie, Serologie, Mo­le­ku­lar­bio­lo­gie und Diagnostik in zwei Halbgruppen.

Die Sektion eines Haushuhns sahen die Kinder durch die Glastür der Sektionshalle der Patho­logie. Ein LAVES-Mitarbeiter erklärte von außen den Sektionsvorgang sowie die Anatomie und einige Or­gane. Die Kinder waren begeistert, einzelne gingen allerdings lieber auf Abstand.

Das Diagnostiklabor hatte einige Agarplatten vorbereitet, indem Münzen und Geldscheine drauf­gedrückt worden waren. Unterschiedliche Bakterien waren auf den verschiedenen Nähmedien ge­wachsen. Hier lernten die Kinder, unter welchen Bedingungen verschiedene Bakterien wachsen können und wie die Zusätze im Agar dabei verstoffwechselt werden. Die Kinder durften ihre Finger­ab­drücke auf den Agar bringen. Des Weiteren wurde eine bunte Reihe ausgewertet.

In der Virologie lernten die Kinder verschiedene Zellen unter dem Mikroskop kennen und durften durchs Fluoreszenzmikroskop die Virusvermehrung bestaunen. Die Schäden, die durch die Virusvermehrung an den Zellen entstehen (CPE), bekamen die Kinder am Lichtmikroskop gezeigt und erklärt.

In der Molekularbiologie haben die Kinder manuell mit Hilfe von Spülmittel, Salz und Alkohol Nukleinsäure isoliert. Mit Ethanol wurde die DNA anschließend als fädriges Knäuel sichtbar. Währenddessen hat der Pipettierroboter, der ja eigentlich solche Aufreinigungen aus Proben macht, das LAVES-Logo mit gefärbtem Wasser pipettiert.

In der Serologie hat eine Mitarbeiterin den Kindern erst die große Pipettieranlage und dann den Umgang mit manuellen Pipetten vorgestellt. Danach durften die Kinder bunte Muster in Mikro­titerplatten kreieren.

Alle Kinder waren begeistert von den neuen und spannenden Erfahrungen und gingen glücklich nach Hause.

Lebensmittelbereich:

Was wird untersucht? Wo kommen die Proben her, was passiert mit den Ergebnissen und was ist eigentlich eine Beschwerdeprobe? Antworten auf diese und weitere Fragen bekamen 24 Schülerinnen und Schüler. Ausgestattet mit Kitteln und Schutzbrillen durchliefen sie in drei Gruppen mehrere Stationen. Die erste Gruppe startete mit einer Hausführung, die zweite mit einer Technikführung. Mit der dritten Gruppe wurden unter Aufsicht der Auszubildenden des ersten und dritten Lehrjahres Experimente im Azubi-Labor durchgeführt. Die Gruppen besuchten nacheinander alle Stationen. So wurde die Farbzusammensetzung von Finelinern mithilfe einer Papierchromatographie untersucht, Münzen scheinbar vergoldet und ein Stück Papier angezündet - ohne, dass es verbrennt. Außerdem durften die Kinder Styropor in Aceton lösen. Als abschließendes Highlight wurde Elefantenzahnpasta in die Höhe geschossen. Die Schülerinnen und Schüler wurden immer wieder durch Fragen über die einzelnen Reaktionen zum Nachdenken angeregt, um das Interesse für Chemie zu wecken. Als Andenken durften alle Kinder ein Handout, die Chromatographie-Papiere und vergoldete Münzen mit nach Hause nehmen.

Einblicke in die EDV:

Ein Kind durfte sich einen Eindruck von IT des LAVES verschaffen und bekam die technische Aus­stattung und Programmierungen gezeigt, außerdem Einblicke in die Administration.

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Marktüberwachung

Ida und die vielen Hühner - so lautete das Motto des Zukunfttags der elfjährigen Ida. Sie begleitete LAVES-Mitarbeiterin Birgit Rahlfs aus der Marktüberwachung, die beim LAVES unter anderem für die Kontrolle von Eierpackstellen und Legehennenbetrieben zuständig ist.

Mehrere Betriebe wurden angefahren und dort die Eierpackstellen überprüft. Die erste Station war ein Betrieb mit Legehennen in drei Mobilställen (680, 680, 350 Hennen). In der dazugehörigen Packstelle werden die Eier noch einzeln und mit der Hand gestempelt. Auf manchem Ei war der Print nicht gut zu lesen. Aber da mehr als 80 Prozent leserlich sind, werden die Vorgaben der Verordnung eingehalten und im Prüfprotokoll wurde notiert: Keine Beanstandung.

Beim zweiten Prüfbetrieb handelte es sich um einen relativ kleine Freilandhaltung (2000 Hennen) in einem ortsfesten Stall. Der Landwirt hatte extra mit dem Sortieren auf Ida gewartet, damit die Schülerin auch mal Eier auf 30er Höcker packen kann. Es musste es schnell gehen, aber alle Eier blieben heile. Hier ist der Printcode perfekt gedruckt! Kurze Wiederholung für die junge Nachwuchsprüferin: 0 = Öko, 1 = Freiland, 2 = Bodenhaltung und die 03 steht für Niedersachsen. Gemeinsam wurde noch das nächste Prüfprotokoll ausfüllen und dann war ein spannender Zukunftstag auch schon wieder vorbei.

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