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Amtliche Futtermittelüberwachung in Niedersachsen

Im Rahmen der Gründung des LAVES ist die Futtermittelüberwachung als Fachdezernat eingerichtet worden. Dies war ein wichtiger Schritt zur Intensivierung und Bündelung der Kontrolle von Futtermitteln in Niedersachsen. Seit Juli 2005 ist das LAVES auch zuständig für die Futtermittelüberwachung im Land Bremen. Niedersachsen und Bremen sind mit einer Jahresproduktion von etwa 9 Millionen Tonnen Mischfuttermitteln für Nutztiere der bedeutendste Futtermittelproduktionsstandort Deutschlands (aktuell rund 43 Prozent der gesamten bundesdeutschen Produktion). Neben der Nutztierfutterproduktion befindet sich eine umfangreiche zu kontrollierende Heimtierfutterindustrie in Niedersachsen und Bremen.

Die Überwachung erstreckt sich über alle Ebenen von der Futtermittelherstellung über den Handel bis hin zu landwirtschaftlichen Betrieben. Futtermittelkontrolleurinnen und -kontrolleure nehmen vor Ort Betriebskontrollen, Buchprüfungen und Probenahmen vor. Um eine flächendeckende Präsenz zu gewährleisten, sind diese Mitarbeiter auf die Standorte Oldenburg, Hannover und Lüneburg verteilt. Die Koordinierung und Sachbearbeitung einschließlich des Vollzugs erfolgt über die Zentrale in Oldenburg. Im Beanstandungsfall wird von hier aus gegebenenfalls ein Ordnungswidrigkeitenverfahren oder im Einzelfall auch die Sperrung einer Partie eingeleitet.

Die amtliche Analyse der Proben findet vornehmlich im Futtermittelinstitut Stade des LAVES statt. Durch die Zusammenarbeit mit den übrigen LAVES-Instituten sowie anderen akkreditierten Instituten ist es möglich, ein breites Analysenspektrum abzudecken.

Orientiert am "Nationalen Kontrollprogramm Futtermittelsicherheit", das unter Beteiligung der Länder, des BMEL und des BVL erarbeitet wird, werden Futtermittel unter anderem auf folgende Parameter untersucht:

  • Unerwünschte Stoffe wie Dioxine, Mykotoxine, Mutterkorn, Schwermetalle, chlorierte Kohlenwasserstoffe (CKW), polychlorierte Biphenyle (PCB) und weitere
  • Pflanzenschutzmittelrückstände
  • Unzulässige Stoffe wie nicht mehr zugelassene Antibiotika
  • Verbotene Stoffe wie tierische Bestandteile in Wiederkäuerfutter
  • Inhaltsstoffe, zum Beispiel Rohprotein, Rohfett, Rohfaser, Rohzucker und Energiegehalte
  • Zusatzstoffe, zum Beispiel Kokzidiostatika, Spurenelemente und Vitamine
  • Zoonosenerreger (Salmonellen und Listeria monocytogenes) und die mikrobiologische Beschaffenheit

Erklärtes Ziel ist die Sicherung von qualitativ hochwertigen und gesundheitlich unbedenklichen Futtermitteln zur Gewinnung von einwandfreien tierischen Lebensmitteln sowie der Schutz der Gesundheit der Tiere und der Umwelt vor vermeidbaren Belastungen.

Weitere Informationen finden Sie im Jahresbericht des LAVES.


Nds. Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
Dez. 41, Futtermittelüberwachung
Postfach 39 49
26029 Oldenburg

Tel.: 04 41/ 570 26-0
Fax: 04 41/ 570 26-139
Dezernat41@laves.niedersachsen.de


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Das BMEL bietet u.a.:

  • Verweise auf Nationale Gesetze und Verordnungen
  • europäische Rechtsvorschriften
  • die aktuelle Jahresstatistik der amtlichen Futtermittelüberwachung
  • die Anschriften der für die Futtermittelüberwachung zuständigen obersten Landesbehörden in der Bundesrepublik Deutschland.
Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit

Die Internetseite des BVL bietet unter anderem Merkblätter zu Anforderungen an zulassungs- und registrierungspflichtige Futtermittelunternehmer gem. VO (EG) 183/2005, eine tagesaktuelle Liste der zugelassenen Futtermittelzusatzstoffe und den Bundesanzeiger der anerkannten/ registrierten Betriebe in Deutschland.

Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft

Die sogenannte „Positivliste“ wird regelmäßig auf der Internetseite der DLG aktualisiert. In dieser Liste sind alle zur Zeit anerkannten Einzelfuttermittel aufgeführt.

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