LAVES klar

Smoothies - neue Trends

Smoothies, sogenannte „Ganzfruchtgetränke", werden überwiegend aus Fruchtmark bzw. -püree hergestellt. Neben den klassischen Varianten gibt es eine zunehmende Anzahl an Produkten mit einem deutlichen Gemüseanteil, die sogenannten „grünen Smoothies". Diese beinhalten grüne Zutaten wie Blattgemüse, Spinat, oder Gurken.

Das Lebensmittel- und Veterinärinstitut Braunschweig / Hannover (LVI BS/H) hat insgesamt 28 Smoothies auf die Richtigkeit der Bezeichnungen und Angaben auf ihren Verpackungen untersucht.


Was sind Smoothies

Sie sind aus den Kühlregalen im Supermarkt nicht mehr wegzudenken - die Smoothies. Erhältlich sind diese in den verschiedensten Farben und Geschmacksrichtungen. Die eigene Zubereitung von Smoothies ist simpel, je nach Belieben wird Obst und rohes Gemüse in eine Mixxer gegeben und so lange zerkleinert bis das ganze trinkbar ist. Smoothies im Supermarkt werden überwiegend aus Fruchtmark bzw. -püree hergestellt und als "Ganzfruchtgetränke" beschrieben.

Während der klassische Smoothie überwiegend Obst enthält, nehmen die Produkte mit einem deutlichen Gemüseanteil immer weiter zu. Für die so genannten "grünen Smoothies" sind die üblichen Gemüsezutaten Spinat, Grünkohl, Gurke oder Blattgemüse. Damit das ganze nicht unangenehm und bitter schmeckt werden häufig süße Obstsorten, wie Äpfel oder Bananen, hinzugefügt.


Untersuchung

Im Lebensmittel- und Veterinärinstitut Braunschweig/Hannover des LAVES wurden im Jahr 2015 insgesamt 28 Proben grüne Smoothies untersucht. Die untersuchten 28 Proben enthielten u. a. Blattgemüse, Gurkenpüree, Spinat oder Brennnessel-Extrakt. Weitere Erzeugnisse enthielten einen Zusatz von Honig, fettarmer Milch, Haferflocken, Ingwerpüree, Kräuter-Tees und Kokos. In der Gastronomie werden Smoothies auch mit zerstoßenem Eis angeboten.

Diese Vielfalt an Variationen ist möglich, da es keine lebensmittelrechtliche Definition für „Smoothies" gibt. Der Verbraucher muss sich bei den Smoothies in Fertigpackungen über die beschreibende Verkehrsbezeichnung und das jeweilige Zutatenverzeichnis informieren. Hier darf er nicht durch unzutreffende Fruchtabbildungen oder Hinweise getäuscht werden. Die beschreibende Verkehrsbezeichnung muss das Erzeugnis hinreichend charakterisieren. In der Gastronomie hat er die Möglichkeit die genaue Zusammensetzung zu erfragen.

Smoothies gelten bei dem Großteil der Verbraucher als ein sehr „gesundes" Lebensmittel. Deshalb werben die Hersteller gerne mit allgemeinen gesundheitsbezogenen Angaben. Dies ist jedoch nach den rechtlichen Vorschriften nur unter Angabe eines zugelassenen „Claims" möglich, sofern die Zusammensetzung die Auslobung zulässt.

Ergebnis
Bei 16 Proben wurden Verstöße festgestellt, die sich u. a. auf unzureichende Bezeichnungen (10) und unzulässige gesundheitsbezogene Angaben (7) bezogen.

Empfehlung

Eine lebensmittelrechtliche Definition für Smoothies gibt es nicht. Es sollte nicht nur auf grüne Smoothies gesetzt, sondern auch frisches Obst und Gemüse gegessen werden.



Weitere Informationen:
Smoothies - Zusammensetzung und Untersuchung des LAVES

Grüner Smoothie  

Grüner Smoothie

Smoothies

Vorschriften der Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Dezember 2006 über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel: Eine "gesundheitsbezogene Angabe" ("Claim") ist jede Angabe, mit der erklärt, suggeriert oder auch nur mittelbar zum Ausdruck gebracht wird, dass ein Zusammenhang zwischen einem Lebensmittel oder einem seiner Bestandteile einerseits und der Gesundheit andererseits besteht. Verweise auf allgemeine, nichtspezifische Vorteile des Nährstoffs oder Lebensmittels für die Gesundheit im Allgemeinen oder das gesundheitsbezogene Wohlbefinden sind nur zulässig, wenn eine zugelassene spezielle gesundheitsbezogene Angabe beigefügt ist.

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln