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Abgepackte Hamburger und Cheeseburger: Burger, oder doch Frikadellen?

Das LAVES untersuchte 29 Proben auf ihre Zusammensetzung, Nährwerte, Kennzeichnung und die Tierart der Burgerpatties


Einige Minuten in der Mikrowelle und schon ein fertiger Burger auf dem Teller? Was einfach und bequem klingt, wird in immer mehr Supermärkten, in Kiosken, Tankstellen und sogar Automaten angeboten: abgepackte Hamburger und Cheeseburger.

Wie es um die Zusammensetzung der Burger bestellt ist, hat das Lebensmittel- und Veterinärinstitut Braunschweig/Hannover des LAVES mit Sitz in Braunschweig 2018 untersucht. Der Fokus lag auf der Überprüfung der Nährwerte und der Kennzeichnung der Produkte. Auch die Tierart der Burgerpatties ist bestimmt worden.

29 Proben abgepackter Burger sind eingereicht worden; darunter befanden sich zwei lose Proben. Insgesamt entsprachen 26 Proben den Rechtsvorschriften.

Untersuchung des Fleischanteils – Kennzeichnungsmängel

In den Leitsätzen für Fleisch und Fleischerzeugnisse ist festgelegt, dass der Fleischanteil von Hamburgern und Cheeseburgern ausschließlich aus Rindfleisch bestehen und neben Salz und Gewürzen keine weiteren Zutaten enthalten darf. Laut Zutatenverzeichnis handelte es sich bei den Fleischkomponenten aller Proben – abgesehen von den beiden losen Proben – nicht um Hamburger oder Cheeseburger im Sinne der Leitsätze, sondern um Frikadellen. Frikadellen dürfen neben Rind- oder Schweinefleisch und Gewürzen auch zusätzliche Binde- und Auflockerungsmittel (beispielsweise Paniermehl) sowie Zwiebeln enthalten.

Daher wurden die Proben mit ergänzenden beschreibenden Bezeichnungen wie „Burger – Gebratene Rindfleischfrikadelle mit Gouda im Sesambrötchen“ verkauft. Eine zusätzliche Bezeichnung als Cheeseburger wurde toleriert. Die Patties von 15 Proben waren aus Rindfleisch, zehn aus Schweinefleisch und vier aus Hähnchenfleisch.

Burger mit Hinweis: Der Fleischanteil eines Hamburgers oder Cheeseburgers darf nur aus Rindfleisch, Salz und Gewürzen bestehen. Sind Binde- und Auflockerungsmittel (wie Paniermehl) sowie Zwiebeln im Fleisch enthalten, so handelt es sich um eine Frikadel  

Bei einer Probe wurde die Bezeichnung „Hacksteak aus frischem Schweinefleisch im Sesambrötchen“ als unzutreffend beurteilt, da in der Fleischkomponenten Salami und Käse enthalten waren – diese Zutaten sind laut Leitsätzen für Fleisch und Fleischerzeugnisse jedoch für ein Hacksteak nicht üblich. Die Bezeichnung „Hacksteak“ muss daher um eine geeignete Beschreibung ergänzt werden, die die Abweichung von der Verkehrsauffassung deutlich macht.

Weitere Kennzeichnungsmängel waren die zu geringe Schriftgröße der Nennfüllmenge (Füllmenge, die in der Verpackung enthalten sein sollte) sowie ein durch zusätzliche Angaben unterbrochenes Zutatenverzeichnis.

Bei zwei Proben wichen zudem die auf der Verpackung angegebenen Nährwerte von den ermittelten Gehalten ab.

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