Pflanzenschutzmittelrückstände in Lauchzwiebeln (PDF, nicht barrierefrei)
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Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Lauchzwiebeln?
Insgesamt wurden 26 Proben Lauchzwiebeln aus konventionellem Anbau auf Pflanzenschutzmittelrückstände im Jahr 2025 untersucht.
Alle Proben enthielten Rückstände von Pflanzenschutzmitteln.
Höchstgehaltsüberschreitungen wurden nicht festgestellt.
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Lauchzwiebel – mildes Zwiebelgewächs! Die Lauchzwiebel, auch Frühlingszwiebel genannt, gehört zur Familie der Zwiebelgewächse. Zwiebeln sind nicht nur lecker und vielseitig, sondern auch gesund. Zwiebeln sind sehr kalorienarm, da sie zu circa 90 Prozent aus Wasser bestehen und kaum Fett enthalten. Das aromatische Gemüse ist reich an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen, ätherischen Ölen sowie sekundären Pflanzenstoffen. Lauchzwiebeln liefern mehr Vitamin C als Speisezwiebeln. Lauchzwiebeln können hervorragend roh im Salat oder Kräuterquark verarbeitet werden, aber auch genauso in warmen Gerichten oder einfach als frischer Brotbelag. Im Gemüsefach des Kühlschranks können Lauchzwiebeln circa eine Woche gelagert werden. Ein sehr scharfes Messer ist beim Zwiebelnschneiden das A und O! Durch den glatten Schnitt werden weniger Zwiebelzellen verletzt und es tritt eine geringere Menge des reizenden Schwefelgases aus. Zwiebeln verlieren schnell das Aroma, daher immer am besten frisch schneiden. |
Untersuchungsergebnisse des LAVES
Im Jahr 2025 wurden vom Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg des LAVES insgesamt 26 Proben Lauchzwiebeln aus konventionellem Anbau auf Pflanzenschutzmittelrückstände untersucht. 20 Proben stammten aus deutscher Produktion, jeweils eine Probe kam aus Ägypten und aus den Niederlanden. Bei vier weiteren Lauchzwiebelproben war die Herkunft nicht angegeben.
In allen Lauchzwiebelproben (= 100 Prozent) waren Rückstände von Pflanzenschutzmitteln unterhalb der zulässigen Höchstgehalte nachweisbar.
Es wurden keine in Deutschland allgemein oder für die Kultur unzulässige Wirkstoffe festgestellt.
In Abbildung eins ist die Rückstandsverteilung zusammengefasst, bezogen auf die Herkunftsangaben der Proben.
In Abbildung zwei ist die Anzahl der Rückstände je Herkunftsland dargestellt.
Mehrfachrückstände wurden in 16 Proben (= 61,5 Prozent) bestimmt. Neunmal und damit am häufigsten enthielten die Proben fünf unterschiedliche Rückstände von Wirkstoffen aus Pflanzenschutzmitteln. Das Maximum bildeten zwei Lauchzwiebelproben aus Deutschland mit jeweils fünf unterschiedlichen Rückständen.
Insgesamt waren Rückstände von neun unterschiedlichen Fungiziden in den Lauchzwiebelproben bestimmbar (siehe Abbildung drei).
Am häufigsten konnte Dimethomorph (20-mal), gefolgt von Ametoctradin (18-mal) und Fludioxonil (15-mal), in den Proben nachgewiesen werden.
Fazit:
Alle hier untersuchten Lauchzwiebelproben aus konventionellem Anbau enthielten Rückstände von Fungiziden.

