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Süße Götterfrucht - die Kaki

LAVES untersucht Kakis auf Pflanzenschutzmittelrückstände



Die tropische Götterfrucht Kaki schmeckt sehr süß und saftig, besonders beliebte Sorten sind „Honigapfel“, „Persimone“ und „Sharonfrucht“. Aber warum schmeckt sie manchmal bitter oder "pelzig"? Das LAVES gibt Tipps wie die Kaki zum Genuss wird.
Im Lebensmittelinstitut Oldenburg des LAVES werden in der Wintersaison immer wieder die exotischen Früchte Kaki und Sharon auf Pflanzenschutzmittelrückstände untersucht.

Kaki   Bildrechte: ©LianeM - stock.adobe.com

Kaki

Kakis sind die Früchte des Kakibaums, der in Ostasien beheimatet ist und zu den ältesten Kulturpflanzen zählt. Im Handel wird die Kaki in der Zeit zwischen Oktober und April angeboten. Kakis ähneln vom Aussehen her der Tomate: sie haben eine dünne, glatte, glänzende Haut, die gelb bis orange-rot gefärbt ist. Die Kaki ist nicht ganz unkompliziert: der Reifegrad der Frucht ist besonders zu beachten. Unreife Früchte weisen einen hohen Gerbsäuregehalt (Tannine) auf. Diese Gerbstoffe können einen unangenehmen Belag (pelzigen Geschmack) auf der Zunge bilden, den Mund austrocknen und einen bitteren adstringierenden (zusammenziehenden) Geschmack verursachen. Der Gehalt an Gerbstoffen der Kaki ist sortenabhängig. Während des Reifeprozesses verliert die Frucht den stark pelzigen Geschmack. Kakis sollten deshalb unbedingt nur in völlig reifem Zustand gegessen werden, wenn sie eine tieforange bis blassrote Schale haben und auf Druck leicht nachgeben. Da der Transport im reifen Zustand, wenn die Früchte sehr weich werden, nicht möglich ist, werden im Handel nur unreife Früchte angeboten. Diese können bei Zimmertemperatur nachreifen und entfalten ihr süßes Aroma, wenn die Haut glasig wird und sich die Frucht fast überreif anfühlt. Es empfiehlt sich die Schale nicht mitzuessen, sondern die Frucht aufzuschneiden und das Fruchtfleisch herauszulöffeln, vergleichbar mit einer Kiwi.

Sharon Bildrechte: ©Stefan_Weis - stock.adobe.com

Sharonfrucht

Die Sharonfrucht ist eine kernlose Zuchtform der Kaki, die aus Israel stammt und nach der fruchtbaren Scharonebene benannt ist. Die Sharonfrucht schmeckt milder, da sie weniger Gerbsäure (Tannine) enthält. Sie hat fast keinen herben Nachgeschmack und daher kann man sie ohne weiteres, wie ein Apfel, im eher festen Zustand mit Schale genießen. Empfindlichen Personen wird daher geraten, ggf. auf die Sortenangaben zu achten und nur vollreife Früchte zu essen.

Kakis und Sharonfrüchte sind reich an Vitamin A, B-Vitaminen und Kalium.


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Feldspritze Bildrechte: © Kara - Fotolia.com

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Kaki-/Sharonfrucht am Baum Bildrechte: ©ClaraNila - stock.adobe.com

Kakifrucht am Baum

Weitere Untersuchungsergebnisse und Informationen zu Pflanzenschutzmitteln finden Sie in folgendem Artikel:

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