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Pflanzenschutzmittelrückstände in Salat

Im Lebensmittelinstitut Oldenburg des LAVES wurden in diesem Jahr bisher 87 Salat-Proben auf Pflanzenschutzmittelrückstände untersucht. Es handelte sich um 21 Proben Feldsalat, 21 Proben Eisbergsalat, 17 Proben Kopfsalat, zehn Proben Rucola und 16 Proben weiterer Salatarten.

Abbildung 1 zeigt die Herkunft der Proben. 41 % aller Salate kamen aus Deutschland, jeweils 16% aus Frankreich und Spanien, 14 % Italien und 10 % aus Belgien. Weitere Proben stammen aus Schweden und den Niederlanden.

Abbildung 1: Herkunft und Sorte der untersuchten Salate Bildrechte: LAVES LI Oldenburg FB410
Abbildung 1: Herkunft und Sorte der untersuchten Salate

In 57 Salat-Proben konnten Wirkstoffe gefunden werden. 16% aller untersuchten Salate wiesen Höchstmengenüberschreitung auf. Keine Rückstände wurden in 27 Proben Salat nachgewiesen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 zusammengefasst.

Salatsorte

Gesamtprobenzahl

mit Rückständen

mit Wirkstoff(en) über HM

mit nicht zugelassenen Wirkstoffen

Eisbergsalat

21

12

-

-

Feldsalat

21

14

2

-

Kopfsalat

17

9

5

-

Rucola

10

4

3

1

Radicchio

9

1

-

-

Mini Romana

4

2

1

-

Lollo Rosso

3

1

2

1

Eichblattsalat

1

-

-

-

Baby Salat

1

1

Tabelle 1: Zusammenfassung – Untersuchung von Pflanzenschutzmitteln in Salat

Die Ergebnisse im Einzelnen:

In dreizehn Proben wurden Pflanzenschutzmittelrückstände oberhalb der gesetzlich festgesetzten Höchstmengen nachgewiesen. Aufgrund dieser Höchstmengenüberschreitung (HMÜ) wurden folgende Proben beanstandet:

  • •ein deutscher Feldsalat mit zwei HMÜ
  • ein französischer Feldsalat mit zwei HMÜ
  • zwei deutsche Kopfsalate
  • zwei belgische Kopfsalate, davon ein Kopfsalat mit 2 HMÜ
  • ein Kopfsalat aus den Niederlanden
  • ein italienischer Lollo Rosso
  • ein deutscher Lollo Rosso mit HMÜ und unzulässigen Anwendung
  • ein spanischer Mini Romana mit 2 HMÜ
  • drei italienische Rucola davon einer mit 2 HMÜ

In zwei belgischen Kopfsalat-Proben wurden ebenfalls Höchstmengenüberschreitungen nachgewiesen. Diese lagen jedoch noch innerhalb der Messunsicherheit und wurden daher nicht beanstandet. Ein deutscher Rucola wurde aufgrund eines in Deutschland nicht zugelassenen Wirkstoffs beanstandet. Ein Unterschied in der Pestizidbelastung lässt sich aufgrund der Herkunft (Deutschland/Ausland) nicht feststellen.

Anzahl der nachgewiesenen Rückstände

In Abbildung 2 ist die Häufigkeitsverteilung der nachgewiesenen Wirkstoffe in den Salaten aufgeführt. In 44% der Proben wurden Mehrfachrückstände bestimmt (Abbildung 3). Zwei belgische Kopfsalate enthielten 10 bzw. 9 verschiedene Wirkstoffe. In einem spanischen Babysalat wurden ebenfalls 9 verschiedene Wirkstoffe nachgewiesen. Die in Spuren nachgewiesenen Wirkstoffe wurden nicht berücksichtigt.

Abbildung 2: Mehrfachrückstände in Salat Bildrechte: LAVES LI Oldenburg FB410
Abbildung 2: Mehrfachrückstände in Salat

Häufigkeit der nachgewiesenen Wirkstoffe

Die Häufigkeit der bestimmten Wirkstoffe ist in Abbildung 3 aufgeführt. Die in Spuren nachgewiesenen Wirkstoffe wurden auch hier nicht berücksichtigt. Bisher wurden 38 verschiedene Wirkstoffe in den Salatproben gefunden. In 28 Salatproben wurde das Fungizid Iprodion bestimmt.

Abbildung 3: Häufigkeit nachgewiesener Pflanzenschutzmittelrückstände in Salat Bildrechte: LAVES LI Oldenburg FB410
Abbildung 3: Häufigkeit nachgewiesener Pflanzenschutzmittelrückstände in Salat
Weitere Informationen:

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