LAVES Niedersachen klar Logo

Haselnuss und Mandelkern

Haselnuss und Mandelkern – die beliebte Zutat beim Backen gibt es in vielen Variationen. Mandeln und Haselnüsse können mit Salmonellen belastet sein. Dies äußert sich auch immer wieder in einzelnen Meldungen im Europäischen Schnellwarnsystem. Besonders häufig werden Salmonellen durch rohes, nicht ausreichend erhitztes Fleisch und Geflügel sowie Rohmilch übertragen. Salmonellen können aber auch trockene Lebensmittel wie Nüsse befallen.

Das Lebensmittel- und Veterinärinstitut Braunschweig/Hannover des LAVES untersucht deshalb regelmäßig geschälte Mandeln und Haselnüsse in ganzer, gemahlener, gehobelter, gehackter oder gestiftelter Form auf Salmonellen.

Untersuchung auf Salmonellen

Im Jahr 2020 wurden fünf Proben gemahlene Haselnüsse und vier Proben gemahlene Mandeln untersucht. Salmonellen wurden in keiner Probe nachgewiesen. Das gleiche gilt für die Untersuchungen in den Jahren 2018 (30 Proben gemahlene Haselnüsse) und 2017 (30 Proben geschälte Mandeln und Haselnüsse).

Untersuchungen auf Erdnussanteil

Das Lebensmittel- und Veterinärinstitut Braunschweig/Hannover untersucht zusätzlich regelmäßig Mandel- und Haselnussproben auf einen Zusatz von nicht deklarierten Erdnüssen.

Im Jahr 2020 wurden zwei Proben Haselnuss mit Kakaoüberzug überprüft. Ein Erdnussanteil wurde in keiner Probe nachgewiesen. Das gleiche gilt für die untersuchten Proben in den Jahren 2019 (eine Probe Haselnussmasse), 2018 (30 Proben gemahlene Haselnüsse) und 2017 (acht Proben Mandeln und fünf Proben Haselnüsse).

Auch Kennzeichnungsmängel wurden bei keiner Probe festgestellt.

Untersuchungen auf Mandelanteil

Im Jahr 2018 wurden 30 Proben gemahlene Haselnüsse auf einen Mandelanteil untersucht. In 16 Proben wurde kein Mandelanteil nachgewiesen. In neun Proben wurden geringe Gehalte zwischen fünf und 35 Milligramm/Kilogramm (mg/kg) nachgewiesen. Auf den Verpackungen fand sich jeweils ein Hinweis, dass das Erzeugnis Spuren von anderem Schalenobst enthalten könne.

In fünf Proben (von zwei Herstellern) wurden Mandelanteile von 175 bis 1058 mg/kg nachgewiesen. Es wurde angeregt zu veranlassen, dass die Hersteller Maßnahmen ergreifen, um eine Kontamination von gemahlenen Haselnüssen mit gemahlenen Mandeln zu minimieren.

Fazit:

In den Untersuchungen zwischen 2017 und 2020 wurden in den untersuchten Proben keine Salmonellen nachgewiesen. Verfälschungen mit Erdnüssen wurden ebenfalls nicht festgestellt, jedoch gab es Mandelanteile in Haselnussproben.

Obwohl die Belastung der untersuchten Proben mit Salmonellen unauffällig war, werden diese Backzutaten auch weiterhin regelmäßig überprüft werden.


Tipp: So werden Nüsse richtig gelagert

Nüsse neigen aufgrund ihres hohen Fettgehaltes zum Ranzigwerden, daher sollten zerkleinerte oder gemahlene Nüsse zügig verbraucht oder luftdicht im Kühlschrank oder Gefrierschrank gelagert werden. In gemahlenen Nüssen und Mandeln vermehren sich Schimmelpilze schneller. Für eine längere Lagerung ist es besser, ganze Nüsse und Mandeln zu kaufen und sie erst kurz vor der Zubereitung zu mahlen oder zu hacken. Auch Nüsse in der Schale werden am besten an einem kühlen trockenen Ort aufbewahrt, damit das typische Aroma möglichst lange erhalten bleibt.


Nüsse Bildrechte: © zb89v - Fotolia.com

Nüsse auf dem Prüfstand

Nüsse stehen hoch im Kurs – können jedoch auch ihre Schattenseiten haben. Dazu gehören vor allem Belastungen mit Schimmelpilzgiften, darunter insbesondere die Aflatoxine und Ochratoxin A. mehr
Salmonella typhimurium

Salmonellen

Waren es 2007 noch 55.400 Fälle, erkrankten 2017 14.269 Menschen in Deutschland an Salmonellose. Trotz des positiven Trends sind Salmonellen noch immer oft der Grund für lebensmittelbedingte Magen-Darm-Erkrankungen in Deutschland. Wie werden sie übertragen und wer ist besonders gefährdet? mehr
Bildrechte: ©focha - stock.adobe.com
Weitere Informationen:

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln