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Untersuchung von Milch in Fertigpackungen

Im Jahr 2017 wurden im Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg des LAVES in einem Projekt 19 Packungen Milch aus dem Supermarkt untersucht. Es handelte sich im Einzelnen um
  • H- (= haltbare, ultrahocherhitzte) Vollmilch (8x)
  • H- (= haltbare, ultrahocherhitzte) fettarme Milch (3x)
  • frische Vollmilch (5x)
  • frische fettarme Milch (3x)

Alle Milchproben waren homogenisiert worden, um ein unerwünschtes Aufrahmen zu vermeiden, und die frische Vollmilch bzw. fettarme Milch war wie vorgeschrieben pasteurisiert. Alle acht Frischmilchen waren laut Aufdruck „länger haltbar“. Dies wurde durch ein Hocherhitzungsverfahren (5x) oder eine Mikrofiltration (3x) erreicht. Es wurde keine traditionell hergestellte und damit weniger lange haltbare frische Milch zur Untersuchung eingereicht, was den starken Trend zum Verkauf der länger haltbaren Frischmilch in den Supermärkten veranschaulicht.

Bei einer Milch handelte es sich um ein Bioerzeugnis. Zwei Milchproben waren durch den Zusatz des Enzyms Lactase, das den Milchzucker Lactose spaltet, lactosefrei gemacht worden war.

Nur zwei Milchpackungen stammten laut Identitätskennzeichen aus Niedersachsen. Die anderen 17 Proben (89%) kamen aus anderen Bundesländern wie Hessen (4x), Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein (je 2x), Bayern, Thüringen und Baden-Württemberg (je 1x). Trotzdem scheint der Faktor Regionalität immer mehr in den Fokus der Verbraucher zu rücken, da sechs Produkte mit ihrer Herkunft warben (Milch aus den Alpen/dem Schwarzwald, von der Nordseeküste etc.).

Auch die Haltungsform der milchliefernden Kühe scheint bei der Vermarktung der Produkte eine immer größere Rolle zu spielen: So wurde auf vier Verpackungen darauf hingewiesen, dass es sich um Weidemilch handelt, die von Kühen stammt, die an mindestens 120 Tagen im Jahr mindestens 6 Stunden auf der Weide stehen. Zudem wurde auf 14 Packungen (74%) mit dem Emblem „ohne Gentechnik“ darauf hingewiesen, dass zur Fütterung der Kühe nur gentechnikfreies Futter eingesetzt wird.

Der Fettgehalt der standardisierten Vollmilchproben lag bei 3,5, 3,8 und 3,9 % und der der teilentrahmten (fettarmen) Milch bei 1,5 %. Alle Fettgehalte wurden im Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg analytisch überprüft und lagen im tolerierbaren Bereich. Auch die Parameter Gefrierpunkt, Dichte und Eiweißgehalt, mit denen eine Verwässerung der Milch nachgewiesen werden könnte, wurden erfreulicherweise von allen Proben eingehalten.

Ergebnis:

Da sich aus der Kennzeichnung der Proben auch keine Auffälligkeiten ergaben, waren die Proben nach Art und Umfang der Untersuchung ohne Mängel.

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