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Speiseeis auf Keime untersucht

LAVES-Presseinformation Nr. 015 vom 24. Juli 2013



Sommerzeit ist Hochsaison für Speiseeis und für die Labore: Das LAVES hat bereits 679 Proben untersucht – Keine Krankheitserreger nachgewiesen

Es ist Sommer und ein erfrischendes Eis gehört dazu - das Angebot ist vielfältig und farbenfroh. Zugleich bedeutet die Hitze auch Hochsaison für die Labore: Wie in jedem Jahr kontrollieren die niedersächsischen kommunalen Lebensmittelüberwachungsbehörden zusammen mit dem Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) landesweit das angebotene Speiseeis der Eisdielen. In diesem Jahr sind in den Instituten in Oldenburg und Braunschweig des LAVES bereits 679 Speiseeisproben mikrobiologisch untersucht worden. Das bisherige Ergebnis: Lediglich 47 Proben (6,9%) mussten beanstandet werden, und in keiner Probe sind Krankheitserreger - Salmonellen oder Listeria monocytogenes - nachgewiesen worden.

Also besteht kein Grund zur Sorge beim sommerlichen Eisgenuss. Insgesamt waren zwar von den 679 Proben 125 mikrobiologisch auffällig, aber letztendlich mussten nur 47 Proben beanstandet werden. Die Proben sind hauptsächlich aus kleineren handwerklichen Betrieben entnommen worden. Für diese Eisproben werden die Richt- und Warnwerte der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie herangezogen. Die Ergebnisse im Einzelnen: In den 47 beanstandeten Eisproben lagen die Gehalte an Hygienekeimen über dem festgelegten Warnwert bzw. Grenzwert. In den weiteren 78 Proben wurden Richtwerte zwar überschritten, was einen Hinweis auf hygienische Mängel im Betrieb gibt, aber nicht zu einer Beanstandung führte.

Eine gesundheitliche Gefährdung ist damit nahezu ausgeschlossen. Dazu tragen insbesondere intensive Routinekontrollen vor Ort und strenge mikrobiologische Anforderungen an die Herstellung bei. Bei auffälligen Untersuchungsergebnissen leiten die Lebensmittelüberwachungsbehörden zudem entsprechende Maßnahmen ein, um Hygienemängel in den betreffenden Betrieben zu beseitigen.

Die Hygiene ist das A und O und deshalb kann ein kritischer Blick beim Eiskauf nicht schaden: Die Arbeitskleidung des Personals sowie die verwendeten Geräte sollten sauber sein. Eingetrocknete oder verklebte Reste im Arbeitsbereich oder auf der Theke stellen Brutstätten für Mikroorganismen dar und können zu erhöhten Keimgehalten im Eis führen.

Die Untersuchungen laufen derzeit auf Hochtouren. In den Sommermonaten werden in den Lebensmittel- und Veterinärinstituten des LAVES in Braunschweig und Oldenburg jährlich insgesamt weit mehr als 1.200 Eisproben von den Lebensmittelüberwachungsbehörden zur Untersuchung eingesandt.

Weitere Informationen zu den Themen Speiseeis und Mikroorganismen finden Sie unter www.laves.niedersachsen.desowie unter http://www.laves.niedersachsen.de/lebensmittelhygiene

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