Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Spargel und Rhabarber? - LAVES untersucht Proben in seinen Laboren
Es wird wärmer und das Angebot für Spargel wächst: Auf den Märkten, direkt vom Feld und in den Lebensmittelgeschäften - überall wird der frisch gestochene Spargel angeboten. Mit der Spargelsaison beginnen auch die Untersuchungen im Lebensmittel- und Veterinärinstitut (LVI) Oldenburg des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES).
In den Laboren des LVI wird auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln untersucht: Insgesamt 62 Proben wurden für das Jahr 2025 abgeschlossen. Die gute Nachricht: 60 Proben enthielten keine nachweisbaren Rückstände, lediglich in zwei Proben waren Rückstände vorhanden. Höchstgehaltsüberschreitungen wurden nicht festgestellt. „Das Ergebnis der Untersuchung bewegt sich erfreulicherweise auf einem ähnlich niedrigen Niveau wie in den Vorjahren - Spargel enthält nur wenige Rückstände“, sagt Dr. Andrea Luger, Präsidentin des LAVES. Im Einzelnen: Sämtliche Proben aus Deutschland (41) blieben ohne Nachweis, darunter 34 Proben aus niedersächsischem Anbau (29x weißer Spargel, 5x grüner Spargel).
Bei den 62 Proben handelte es sich um weißen (45) und grünen (17) Spargel. Die Herkunftsländer des weißen Spargels waren: Deutschland (35), Griechenland (5), Italien (2), Peru (2), Spanien (1); der grüne Spargel kam aus: Spanien (7), Deutschland (6) sowie Mexiko (4). Die zwei Proben mit einer Rückstandsbelastung, die allerdings unter dem gesetzlich festgelegten Höchstgehalt lagen, kamen aus Peru (1) und Griechenland (1).
Neben der Überprüfung der Einhaltung von Höchstgehalten wird bei deutschen Proben zusätzlich geprüft, ob nachgewiesene Rückstände aus einer zugelassenen bzw. genehmigten Anwendung stammen. Auch hier gab es keinen Grund zur Beanstandung.
Im Jahr 2025 wurden nach vorläufigen Ergebnissen 19.654 Tonnen des edlen Gemüses auf rund 3.828 Hektar Anbaufläche gestochen (Quelle: Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN). Zum Vergleich: Ein Fußballfeld misst in der Regel etwa 0,7 Hektar.
Niedersachsen bleibt damit das Bundesland mit der größten Spargelproduktion. Und das hat Vorteile nicht nur für die Frische: keine langen Transportwege im eigenen Land für niedersächsischen Spargel.
Spargel ist reich an wertvollen Vitaminen wie zum Beispiel K, C, B1, B2 sowie an Mineralstoffen, Phosphor und Calcium. Zudem regen das in Spargel in hohen Mengen enthaltende Asparagin und Kalium gemeinsam die Nierentätigkeit an und fördern so eine entwässernde Wirkung. Kaum ein Nahrungsmittel ist so kalorienarm wie Spargel, der zu 95 Prozent aus Wasser besteht. Spargel enthält so gut wie kein Fett, kein Cholesterin und bietet einen hohen Gehalt an Ballaststoffen.
Noch eine gute Nachricht, wenn es zum Dessert Rhabarberkompott geben soll: 26 Proben Rhabarber – allesamt aus Deutschland, davon zehn aus Niedersachsen – wurden auf Pflanzenschutzmittelrückstände untersucht, Rückstände wurden nicht nachgewiesen. Im Vorjahr gab es bei einer Probenzahl von 24 noch eine Höchstmengenüberschreitung und drei Proben mit Rückständen.
Mit Start der Saison sowohl für Spargel als auch für Rhabarber beginnen nun auch die Probenahmen und damit die Untersuchungen. Die Ergebnisse für 2026 bleiben noch abzuwarten.
Artikel-Informationen
erstellt am:
29.04.2026
Ansprechpartner/in:
Hiltrud Schrandt

