LAVES klar

Futtermittelimportkontrollen im Hafen von Brake

Das LAVES führt in Brake amtliche Futtermittelkontrollen engmaschig nach Vorgaben der VO (EG) Nr. 882/2004 durch. Alle eingehenden Futtermittelsendungen werden dem LAVES vorab vom ansässigen Logistikdienstleister gemeldet. Jede Schiffsladung mit Futtermitteln aus Drittländern wird kontrolliert. Je nach Schiffsmeldungen sind die Futtermittelkontrolleure des LAVES pro Woche mehrfach in Brake tätig.
Insgesamt wurden 142 amtliche Kontrollen im Hafen von Brake von Futtermittelkontrolleuren vorgenommen und dabei 366 amtliche Futtermittelproben von Importware entnommen und im Futtermittelinstitut Stade des LAVES auf futtermittelrechtliche Unbedenklichkeit untersucht.


Sojaschrot aus Argentinien, Mais aus der Ukraine, Vitamin A aus China, Fischmehl aus Peru, Tierische Nebenprodukte aus Mexiko. Futtermittel sind je nach Verwendungszweck sehr unterschiedlich und meist komplex zusammengesetzte homogene Mischungen für die Tierernährung. Die dabei zum Einsatz kommenden einzelnen Komponenten haben meist internationale Herkünfte. Die leistungsstarke Futtermittelwirtschaft Niedersachsens ist daher sehr intensiv am globalen Futtermittelhandel beteiligt.


Import von Futtermitteln

Der Hafen von Brake an der Unterweser gilt mit einem jährlichen Umschlag von ca. 3,5 Mio. Tonnen Agrargütern als wichtigster Importhafen Deutschlands für Einzelfuttermittel. Ideale logistische Anlagen und professionelles Management zur Entladung, Umladung, Lagerung und Auslieferung der Futtermittel machen den Hafen von Brake zu einem wichtigen Drehkreuz des internationalen Warenhandels mit Einzelfuttermitteln. Die gute Erreichbarkeit des Hafens von Brake ist ein wesentlicher Baustein für die just-in-time Produktion der niedersächsischen Futtermittelwirtschaft.

Die aus Drittländern nach Europa importierten Futtermittel müssen dem EU-Futtermittelrecht entsprechen. Auf der Stufe des Importes kommt der amtlichen Futtermittelüberwachung beim erstmaligen Inverkehrbringen in Europa eine besondere Kontrollverantwortung zu. Je eher rechtliche Abweichungen festgestellt werden können, desto eher können auch entsprechende Maßnahmen vor dem weiteren Vertrieb, der Verarbeitung oder der Verfütterung erfolgreich ergriffen werden.


Kontrollen des LAVES

Das LAVES führt in Brake amtliche Futtermittelkontrollen engmaschig nach Vorgaben der VO (EG) Nr. 882/2004 durch. Alle eingehenden Futtermittelsendungen werden dem LAVES vorab vom ansässigen Logistikdienstleister gemeldet. Jede Schiffsladung mit Futtermitteln aus Drittländern wird kontrolliert. Je nach Schiffsmeldungen sind die Futtermittelkontrolleure des LAVES pro Woche mehrfach in Brake tätig.

Im Jahr 2016 wurden 142 amtliche Kontrollen im Hafen von Brake vorgenommen und dabei 366 amtliche Futtermittelproben von Importware entnommen und im Futtermittelinstitut Stades des LAVES auf verschiedene Laborparameter auf futtermittelrechtliche Unbedenklichkeit untersucht.

Als Ergebnis der Kontrollen wurde eine Schiffsladung Einzelfuttermittel Mais aus der Ukraine wegen des Nachweises von toten Vögeln für das Inverkehrbringen gesperrt. Nach erfolgter Reinigung und Durchführung entsprechender Laboranalysen wurde die Maispartie in einen verkehrsfähigen Zustand überführt und konnte für die Auslieferung wieder freigegeben werden.

Weitere futtermittelrechtliche Abweichungen mit höherem Verstoßcharakter konnten nicht festgestellt werden.
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