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Geflügelpest, ein immer wieder aktuelles Thema

Untersuchungen auf das aviäre Influenzavirus (AIV) im LAVES



Neben einer starken Verbreitung von Influenza-A-Viren beim Wildgeflügel, den Schweinen und den Menschen kommt es auch beim Wirtschaftsgeflügel immer wieder zu entsprechenden Influenza-Infektionen. Die hochpathogenen Formen, auch als Geflügelpest bezeichnet, werden nur durch die H-Typen 5 und 7 verursacht und unterliegen als anzeigepflichtige und verlustreiche Tierseuche der staatlichen Kontrolle und Bekämpfung. Anderen H-Typen, insgesamt sind 18 H-Typen bekannt, können auch klinische Probleme bereiten. Ihre Untersuchung, Kontrolle und Therapie ist aber im Wesentlichen Aufgabe der privaten Laboreinrichtungen und der bestandsbetreuenden Tierärzte.

In den Jahren 2013, 2014 und Anfang 2015 kam es in Niedersachsen zu drei Ausbrüchen der Influenza beim Wirtschaftsgeflügel durch die H-Typen 5 und 7. Bei einem Ausbruch handelte es sich um die hochpathogene Influenza, die durch ein H5N8-Virus verursacht wurde. Das H5N8-Virus wurde auch in anderen Bundesländern sowie EU-Mitgliedstaaten gefunden. Die beiden anderen Ausbrüche gehen auf ein niedrigpathogenes H5N1- und ein H7N7-Virus zurück. In dem genannten Zeitraum wurden im zum LAVES gehörenden Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg des LAVES 21.830 Proben auf Influenza-A-Virus untersucht.

Die besondere Herausforderung bei der Diagnostik liegt zum einen in der Vielgestaltigkeit des Virus, Influenza-Viren unterliegen einer ständigen Veränderung, und zum anderen in den extrem schwankenden Probenzahlen. So kann die Probenzahl von einem Dutzend auf mehr als tausend Proben pro Tag im Krisenfall ansteigen. Die Anzahl der für die Untersuchung eingehenden Proben sind für die Untersuchungseinrichtung nicht vorhersehbar, so dass die Bereitstellung hoher Untersuchungskapazitäten dauerhaft gewährleistet sein muss.

Aus veterinär- wie auch aus humanmedizinischer Sicht ist die Influenza daher stets eine besondere und interessante Herausforderung.


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