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Beschäftigungsmaterial für Schweine

(Stand: September 2019)

Gemäß der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung (TierSchNutztV) muss jedes Schwein jederzeit Zugang zu gesundheitlich unbedenklichem und in ausreichender Menge vorhandenem Beschäftigungsmaterial haben, das a) das Schwein untersuchen und bewegen kann und b) vom Schwein veränderbar ist und damit seinem Erkundungsverhalten dient (§ 26 Abs. 1 Nr.1).

Diese nationale Rechtsvorgabe setzt EU-Recht um: Gemäß der EU-Richtlinie 2008/120/EG über Mindestanforderungen für den Schutz von Schweinen müssen Schweine ständigen Zugang zu ausreichenden Mengen an Materialien haben, die sie untersuchen und bewegen können, wie z.B. Stroh, Heu, Holz, Sägemehl, Pilzkompost, Torf oder eine Mischung dieser Materialien, durch die die Gesundheit der Tiere nicht gefährdet werden kann (Anhang l Kapitel l Nr. 4).

Weil die Auslegung dieser EU-Mindestvorgabe in der Praxis häufig zu Problemen führte, hat die europäische Kommission am 8. März 2016 die Empfehlung (EU) 2016/336 zur Anwendung der Richtlinie 2008/120/EG sowie die dazugehörige Arbeitsunterlage der Kommissionsdienststellen veröffentlicht. Diese EU-Dokumente konkretisieren die Mindestanforderungen an das Beschäftigungsmaterial und bieten den zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten eine Hilfestellung bezüglich der Auslegung der EU-Mindestanforderungen.

In Großgruppen können Wühlbereiche mit Stroh und/oder Raufutter eingerichtet werden.

Im Februar wurde Deutschland im Rahmen einer Auditserie der Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der europäischen Kommission überprüft. Das Audit ergab u.a., dass die EU-Mindestanforderungen bezüglich des Beschäftigungsmaterials nicht vollständig in nationales Recht umgesetzt wurden, weil die beispielhafte Liste mit organischen Beschäftigungsmaterialien aus der EU-Richtlinie nicht in der TierSchNutztV abgebildet wird. Dieser Mangel in der Umsetzung von EU-Recht soll noch behoben werden. Zurzeit prüft das Bundeslandwirtschaftministerium die Möglichkeiten einer diesbezüglichen Änderung der TierSchNutztV.

Der Tierschutzdienst bietet auf dieser Seite eine tierschutzrechtliche und -fachliche Einschätzung verschiedener Beschäftigungsmaterialien an. Diese Bewertung bezieht sich primär auf die derzeitigen nationalen Mindestanforderungen, bezieht jedoch die Empfehlung (EU) 2016/336 zur Auslegung der nationalen Rechtsbegriffe mit ein. Bewertet werden sowohl die erforderlichen Eigenschaften der Materialien als auch die erforderlichen Mindestmengen. Zudem werden Hinweise zur Darreichung des Beschäftigungsmaterials gegeben.

1. Bewertung der Eigenschaften der Materialien:

Gemäß der TierSchNutztV müssen Beschäftigungsmaterialien „bewegbar“, „untersuchbar“, und „veränderbar“ sein, zudem müssen Beschäftigungsmaterialen „dem Erkundungsverhalten dienen“. Die Empfehlung 2016/336 benutzt jedoch teilweise andere Begrifflichkeiten, um die Eigenschaften von Beschäftigungsmaterialien zu beschreiben. Gemäß dieser Empfehlung muss das Beschäftigungsmaterial den Schweinen die Möglichkeit bieten, ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen. Hierzu sollte das Beschäftigungsmaterial gesundheitlich unbedenklich sowie folgendermaßen beschaffen sein:

  • essbar — damit die Schweine es fressen oder daran schnüffeln (es riechen) können, vorzugsweise mit ernährungsphysiologischem Nutzen;

  • kaubar — damit die Schweine darauf herumbeißen können;

  • untersuchbar — damit die Schweine es untersuchen (darin wühlen) können;

  • beweg- und bearbeitbar — damit die Schweine Standort, Aussehen oder Struktur des Materials verändern können.

Unter Berücksichtigung der Empfehlung 2016/336 sind die gemäß TierSchNutztV erforderlichen Eigenschaften von Beschäftigungsmaterialien somit wie folgt auszulegen:

  1. „untersuchbar“: Das Schwein kann darin wühlen (vgl. Arbeitsunterlage der Kommissionsdiensstellen). Diese Anforderung gilt als erfüllt, wenn das Beschäftigungsmaterial die natürliche Verhaltensweise des Wühlens fördert (bodennahes Angebot, Schweine können das Material bewühlen oder zumindest „hebeln“).

  2. „bewegbar“: Das Schwein kann den Standort / die Position des Materials verändern.

  3. „veränderbar“: Das Schwein kann Aussehen und Struktur des Materials verändern (vgl. oben stehende Begriffe „bearbeitbar“ und „kaubar“).

  4. „dient dem Erkundungsverhalten“: Dies umfasst die Eigenschaften „untersuchbar“, „bewegbar“ und „veränderbar“, zudem sollte das Material interessant für die Schweine sein z.B. durch attraktiven Geruch oder ernährungsphysiologischen Nutzen.

Da die Eigenschaft „essbar“ auf Basis der bestehenden nationalen Rechtsgrundlagen nicht gefordert werden kann, wurde die Essbarkeit der Materialien in der oben stehenden Auslegung noch nicht berücksichtigt. Jedoch sind gerade essbare Beschäftigungsmaterialien wie z.B. Luzerneheu oder Maissilage für Schweine sehr attraktiv. Daher sollten insbesondere die Betriebe, in denen Schwanzbeißprobleme auftreten und / oder kupierte Schweine gehalten werden, essbare Beschäftigungsmaterialien anbieten!

Grundsätzlich wird bei der Bewertung von Kunststoffen die Eigenschaft „veränderbar“ ausgeschlossen. Sollten Beschäftigungsmaterialien aus Kunststoff dennoch von den Tieren zerkaut bzw. zerstört werden können, so werden diese insgesamt als nicht geeignet eingestuft, da für die Tiere ein gesundheitliches Risiko durch das Abschlucken von Kunststoffteilen besteht. Darüber hinaus kann eine Rückstandsproblematik nicht ausgeschlossen werden.

In Tabelle 1 werden einige häufig verwendete Beschäftigungsmaterialien bezüglich dieser vier Eigenschaften beurteilt:

Tabelle 1

untersuchbar

bewegbar

veränderbar

Erkundungs-verhalten

Bemerkungen

Stroh, Heu, Luzerneheu, Maissilage,

Ja,

wenn das Wühlverhalten gefördert wird z.B. durch Darreichung auf planbefestigtem Boden, in Automaten mit Auffangschalen oder durch Gummimatten unter Raufen

Ja

Ja

Ja

Erfüllen auch die Eigenschaft „essbar“;

sehr attraktive Materialien, die nahezu alle mit der Nahrungssuche in Zusammenhang stehende Bedürfnisse der Schweine befriedigen

Torf, Hobelspäne

Ja,

wenn das Wühlverhalten gefördert wird z.B. durch Darreichung auf planbefestigtem Boden

Ja

Ja,

wenn Struktur, angebotene Menge und Darreichungsform gewährleisten, dass die Schweine größere Mengen ins Maul aufnehmen und zerkauen / zerstören können

Ja,

wenn untersuchbar, bewegbar und veränderbar erfüllt

Insbesondere bei der Verwendung von Torf ist auf die Keimbelastung (Mykobakterien) zu achten

Papier(schnitzel)

Ja,

wenn das Wühlverhalten gefördert wird z.B. durch Darreichung auf planbefestigtem Boden

Ja

Ja,

wenn Struktur, angebotene Menge und Darreichungsform gewährleisten, dass die Schweine größere Mengen / Stücke ins Maul aufnehmen und zerkauen / zerstören können

Ja,

wenn untersuchbar, bewegbar und veränderbar erfüllt

Es sollte unbedrucktes und unbeschichtetes Papier verwendet werden

Naturseile, Jutesäcke

Ja,

wenn diese teilweise auf dem Boden hängen, damit das Wühlverhalten gefördert wird

Ja

Ja

Ja,

wenn untersuchbar, bewegbar und veränderbar erfüllt

Strohpresslinge

Ja,

wenn das Wühlverhalten durch bodennahes Angebot gefördert wird

Ja

Ja

Ja,

wenn untersuchbar, bewegbar und veränderbar erfüllt

Erfüllt auch die Eigenschaft „essbar“

Holz

Ja,

wenn das Wühlverhalten durch bodennahes Angebot gefördert wird (z.B. Holzstücke an Kette mit Bodenkontakt oder frische Zweige / Äste auf dem Boden)

Ja

Ja,

wenn grünes Weichholz oder Zweige / Äste verwendet werden

Ja,

wenn untersuchbar, bewegbar und veränderbar erfüllt

Es sollte unbehandeltes grünes Weichholz (z.B. frisches Pappelholz) verwendet werden, da getrocknetes Holz härter ist und ggf. splittert

Metallketten, Futterketten, Kunststoff-objekte

Ja,

abhängig von Darreichungsform (Bodenkontakt)

Ja

Nein

Nein

Diese Materialien erfüllen als alleinige Beschäftigungs-materialien auf keinem Fall die rechtlichen Mindestanforderungen


2. Bewertung der erforderlichen Mindestmengen für verschiedene Beschäftigungsmaterialien

Gemäß TierSchNutztV muss jedes Schwein jederzeit Zugang zu Beschäftigungsmaterial haben. Zudem muss Beschäftigungsmaterial in ausreichender Menge vorhanden sein. In der Praxis ist es jedoch sowohl für den Tierhalter als auch für die zuständige Behörde oftmals schwierig zu beurteilen, ob die einer Gruppe von Schweinen angebotene Menge an Beschäftigungsmaterial tatsächlich ausreicht, um die Bedürfnisse der Schweine zu befriedigen. Für Materialien, die verbraucht (gefressen) werden, ist es darüber hinaus nicht immer leicht festzustellen, ob der ständige Zugang gewährleistet ist. Im Weiteren werden auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse und diverser Broschüren und Ratgeber Anhaltspunkte für die erforderlichen Mindestmengen gegeben.

Was ist eine ausreichende Menge?

Schweine sind gesellige Tiere und üben verschiedene Verhaltensweisen bevorzugt in der Gruppe aus. Dies gilt auch für das Erkundungsverhalten, das in engem Zusammenhang mit der Nahrungssuche steht. Dies bedeutet, dass die angebotene Menge an Beschäftigungsmaterial idealerweise ein gleichzeitiges Erkunden aller Schweine in der Gruppe ermöglichen sollte. Optimal sind z.B. tägliche Gaben von frischem Stroh oder Raufutter auf dem Boden. Wird zu wenig Beschäftigungsmaterial angeboten, kann dies zu Konkurrenzverhalten und Frustration bei den Schweinen führen. Daher sollten die in Tabelle 2 aufgeführten Mindestmengen auf keinem Fall unterschritten werden.

Schweine mit Beschäftigungsmaterial

Das Angebot von Beschäftigungsmaterial auf planbefestigtem Boden kommt den natürlichen Bedürfnissen der Schweine entgegen, weil es das Wühlverhalten ermöglicht und alle Schweine sich gleichzeitig mit dem Material beschäftigen können.

Tabelle 2: Erforderliche Mindestmengen an Objekten, Raufen und Automaten zur Erfüllung der tierschutzrechtlichen Anforderungen

Beschäftigungsmaterial

Anzahl Tiere pro Beschäftigungsmöglichkeit

Objekte (Weichholzblöcke, Seile, Jutesäcke)

12

Raufen (Stroh, Raufutter)

12 (pro Beschäftigungsplatz*)

Beschäftigungsautomaten / -spender

12 (pro Beschäftigungsplatz*)

* Wie viel Schweine gleichzeitig an einer Raufe oder Beschäftigungsautomat stehen können, richtet sich nach den Schulterbreiten der Schweine; als Richtwert können die Fressplatzbreiten der Ausführungshinweise zu Abschnitt 5 der TierSchNutztV herangezogen werden.

Ob die angebotene Menge an Beschäftigungsmaterial tatsächlich ausreicht, zeigen letztendlich die Schweine. Abhängig von den Gegebenheiten im Betrieb und dem Verhalten der Schweine muss ggf. mehr Beschäftigungsmaterial angeboten werden. In diese Beurteilung sind auf jeden Fall auch tierbezogene Indikatoren, wie beispielsweise Schwanzverletzungen, einzubeziehen. Insbesondere dann, wenn trotz Angebot der o.a. Mindestmengen Schwanzbeißprobleme auftreten und / oder kupierte Schweine gehalten werden, ist davon auszugehen, dass die obenstehenden Mindestmengen nicht ausreichen und größere Mengen an Beschäftigungsmaterial angeboten werden müssen. Untersuchungen aus der Schweiz (Zwicker et al. 2013) zeigen zum Beispiel, dass wenn Stroh in Raufen angeboten wird, der Anteil der Schweine, die sich mit dem Material beschäftigen, mit zunehmender Anzahl Raufen, die zur Verfügung stehen, steigt. Im Versuch erwies sich ein Tier-Raufen-Verhältnis von 4,5:1 als am besten geeignet. In dieser Studie konnten zwei Schweine gleichzeitig an einer Raufe stehen.

Für Beschäftigungsobjekte (z.B. Seile, Weichholz, Presslinge) gibt es Empfehlungen in verschiedenen Ratgebern. Die in Tabelle 2 genannte Mindestanforderung basiert auf der Beratungsbroschüre „Beschäftigungsmöglichkeiten für Schweine; Lösungen – Bewertungen - Kosten“ des Kuratoriums für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL-Heft 87/2010), die für alle üblichen Objekte maximal 12 Schweine pro Objekt empfiehlt. Dänemark und Niederlande verlangen sogar noch mehr. In Dänemark fordert die zuständige Behörde mindestens ein Beschäftigungsobjekt für 9 Tiere, in den Niederlanden muss ein Objekt pro 10 Tiere vorhanden sein. Praxisempfehlungen der niedersächsischen Landwirtschaftskammer empfehlen ein Verhältnis von 6 Schweinen pro Beschäftigungsobjekt, um das Risiko für Schwanzbeißen zu reduzieren.

Wie kann der ständige Zugang („jedes Schwein jederzeit“) gewährleistet werden?

Beschäftigungsmaterial muss so angeboten werden, dass es für alle Schweine einer Gruppe einfach zugänglich ist. Objekte, wie z.B. Seile oder Weichholz, müssen dabei in ausreichender Anzahl vorhanden und so angebracht sein, dass sie von mehreren Seiten für die Schweine nutzbar sind. Raufen und Spender müssen selbstverständlich jederzeit gefüllt sein und gewährleisten, dass das angebotene Material von den Schweinen einfach herausgearbeitet werden kann. Objekte sollten regelmäßig ausgetauscht und erneuert werden.

Wenn Stroh oder ähnliche Materialien auf dem Boden angeboten werden, ist die für einen ständigen Zugang erforderliche Menge jedoch schwieriger zu beurteilen. Auf jeden Fall müssen zu jeder Zeit Strohhalme auf dem Boden vorhanden sein. Dänische Wissenschaftler (Pedersen et al. 2014) untersuchten die tägliche Menge an Stroh, die notwendig ist, um einen „ständigen Zugang“ zu gewährleisten. Im Rahmen dieses Versuches wurde angenommen, dass die Mindestmenge an Stroh, die erforderlich ist, um Erkundungsverhalten bei den Schweinen zu ermöglichen, bei etwa 60 Gramm (Rest-)Stroh in einer Bucht mit 18 Mastschweinen liegt. Dies entspricht etwa 3 Gramm (Rest-) Stroh pro Schwein. Den Schweinen standen in diesem Versuch 0,7 m² Gesamtfläche pro Tier zur Verfügung, von der ein Drittel planbefestigt war. Die Ergebnisse des Versuches zeigten, dass am Anfang der Mast 80 Gramm Stroh pro Schwein pro Tag gegeben werden mussten, um unmittelbar vor der nächsten Gabe eine Restmenge von 3 Gramm Stroh pro Schwein zu gewährleisten. Am Ende der Mast brauchte es bereits 290 Gramm Stroh pro Schwein pro Tag, um den ständigen Zugang sicherzustellen!

Betriebe, die mit täglichen Gaben von (relativ) geringen Mengen von Stroh oder Raufutter arbeiten, sollten somit darauf achten, dass unmittelbar vor der nächsten Gabe noch ausreichend Restmaterial vorhanden ist. Alternativ kann ein ständiger Zugang zu Beschäftigungsobjekten wie z.B. Weichholz oder Naturseile kombiniert werden mit täglichen Gaben von frischem Stroh oder Raufutter auf dem Boden oder in Trögen. So wird auch bei geringeren Mengen an Stroh oder Raufutter gewährleistet, dass den Schweinen ständig Beschäftigungsmaterial zur Verfügung steht, während gleichzeitig täglich frisches und attraktives Material vorgelegt wird. Praxiserfahrungen zeigen, dass solche Kombinationen von verschiedenen Beschäftigungsmaterialien besonders effektiv in der Prävention von Schwanzbeißen sind.

3. Hinweise zur Darreichung des Beschäftigungsmaterials

Beschäftigungsmaterial soll nachhaltig das Interesse der Schweine wecken. Da der Neuheitswert das Erkundungsverhalten fördert, sollte das Material regelmäßig durch Neues bzw. Frisches ersetzt werden. Stroh oder Raufutter sollte regelmäßig frisch in die Buchten gebracht werden. Objekte sollten regelmäßig ausgetauscht werden.

Das Beschäftigungsmaterial muss so angebracht werden, dass es von allen Schweinen mit dem Maul bewegt und bearbeitet werden kann. Schweine müssen Objekte wie z.B. Weichholzblöcke einfach ins Maul nehmen und bekauen können. Der Durchmesser der Objekte muss somit auf die Größe bzw. das Alter der Schweine abgestimmt sein. Wie oben bereits erwähnt, müssen Beschäftigungsmaterialien das Wühlverhalten der Schweine fördern. Hierzu müssen sie auf dem Boden, mit Bodenkontakt oder zumindest bodennah (z.B. separate Platten, Tröge, Automaten auf dem Boden) angeboten werden.

Beschäftigungsmaterial muss zudem gesundheitlich unbedenklich und sauber sein. Werden Materialien wie z.B. Weichholz oder Papier verwendet, ist darauf zu achten, dass diese unbehandelt sind. Holz darf nicht zu hart sein oder splittern. Die Platzierung des Beschäftigungsmaterials in der Bucht sollte selbstverständlich unter Berücksichtigung der Buchtenstruktur erfolgen. Mit Kot verschmutztes Beschäftigungsmaterial ist nicht nur unhygienisch, sondern auch für die Schweine uninteressant und sollte ausgetauscht werden.

Weitere, ausführliche Empfehlungen können die Beratungsbroschüren „Beschäftigungsmöglichkeiten für Schweine; Lösungen – Bewertungen - Kosten“ des Kuratoriums für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL-Heft 87/2010 und 112/2016) oder dem EU-Lernmodul im Internet entnommen werden.

Literatur

  • Bettina Zwicker, Roland Weber, Beat Wechsler. ART-Bericht 762. Beschäftigungsmaterialien für Mastschweine

  • Beratungsbroschüre „Beschäftigungsmöglichkeiten für Schweine; Lösungen – Bewertungen - Kosten“ des Kuratoriums für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL-Heft 87/2010)

  • Lene J. Pedersen, Mette S. Herskin, Björn Forkman, Ulrich Halekoh, Kristian M. Kristensen, Margit B. Jensen. How much is enough? The amount of straw necessary to satisfy pigs’ need to perform exploratory behaviour. Applied Animal Behaviour Science 160 (2014) 46–55


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