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Bewertung des ökologischen Zustands der niedersächsischen Übergangsgewässer anhand der Fischfauna

Die Übergangsgewässer, d.h. die großen tideabhängigen Flussmündungen von Ems, Weser und Elbe, stellen aufgrund der ständig schwankenden Salzgehalte, unterschiedlicher Schichtungen im Wasserkörper, teilweise hoher Schwebstofffrachten sowie einer Vielzahl weiterer Faktoren einen hochdynamischen Lebensraum dar. Nur wenige spezialisierte Arten können diese Gebiete ganzjährig besiedeln. Zwar ist die Fischfauna insgesamt artenreich, sie unterliegt jedoch großen räumlichen und saisonalen Schwankungen. Besondere Bedeutung besitzen die Ästuare als Laich-, Aufwuchs- und Nahrungshabitate für typische Arten wie Flunder und Stint, sowie als Verbindungsroute zwischen den Laichgebieten und den Lebensräumen wandernder Arten wie Aal oder Lachs. Die großen Ströme und Flüsse waren schon immer auch als Siedlungs- und Wirtschaftsraum für den Menschen von hoher Bedeutung und unterliegen seit über 100 Jahren starken strukturellen Veränderungen und diversen Belastungen.

Im Zuge der Umsetzung der WRRL wurden in Niedersachsen Bewirtschaftungspläne für die Flussgebietseinheiten von Ems, Weser, Elbe und Rhein erstellt. Notwendige Schritte waren dabei biologische Bestandsaufnahmen und Bewertungen, die Konzeption angepasster Monitoring-Programme sowie die Durchführung von Praxistests und Maßnahmenplanungen.

Der Bericht zu den Übergangs- und Küstengewässern Niedersachsens, der sich auf den Bewirtschaftungsplan 2009 bezieht, wurde durch den NLWKN Brake-Oldenburg, AB 34, Flussgebietsmanagement Übergangs- und Küstengewässer erarbeitet und steht als Download zur Verfügung.

Der vom Dezernat Binnenfischerei erstellte Teilbeitrag zur Fischfauna der Übergangsgewässer (Download siehe Infospalte rechts) gibt einen Methodenüberblick zu Probenahme und Bewertungsverfahren sowie die daraus resultierende ökologische Bewertung der Übergangsgewässer.

Hamenkutter auf der Unterelbe

Hamenkutter auf der Unterelbe

Artikel-Informationen

19.04.2012

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