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Bewertung der Fischfauna in Fließgewässern

Ziel der im Jahr 2000 in Kraft getretenen Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EG WRRL, Richtlinie 2000/60/EG) ist es, dass alle Gewässer bis 2015 zumindest den "guten ökologischen Zustand" erreichen. Die Bewertung der Gewässer erfolgt über verschiedene biologische, chemisch-physikalische und hydromorphologische (u.a. Durchgängigkeit) Qualitätskomponenten.

Erstmals wird dabei auch die Fischfauna als Bewertungskomponente herangezogen, wobei die bewertungsrelevanten Kriterien zur Einstufung eines Gewässers in einen ökologischen Zustand ebenfalls durch die EG WRRL vorgeschrieben sind: Zusammensetzung und Häufigkeit der Arten, typspezifische störungsempfindliche Arten und Altersstruktur der Fischgemeinschaft. Die Bewertung der ökologischen Gewässerzustände erfolgt mit dem fischbasierten Bewertungssystem fiBS durch den Vergleich aktueller Befischungsdaten mit einer gewässerspezifischen Referenzzönose, die den potenziell natürlichen Zustand widerspiegelt.


Forellenregion des Tieflands (Lüneburger Heide)
Forellenregion des Tieflands (Lüneburger Heide)
Elritzen aus der Sieber
Elritzen aus der Sieber (Foto: Rathcke)

In Niedersachsen wurden bisher für ca. 57 % der ausgewiesenen Wasserkörper Referenzzönosen erstellt und diese einer Fischregion zugeordnet. Nach einer ersten Bewertung mit fiBS erreichen ca. zwei Drittel der Wasserkörper nicht den "guten ökologischen Zustand".

Der "Zwischenbericht zur Bewertung der Fischfauna in Fließgewässern" steht als Download rechts in der Infospalte zur Verfügung.

Die Angaben zu den Fischregionen, Referenzzönosen und Bewertungen für die niedersächsischen Fließgewässer beziehen sich auf einen Bearbeitungsstand vom Januar 2008.

Karte der Fischregionen
Bericht Bewertung Fischfauna

 WRRL Fische Zwischenbericht 2008

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