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Überwachung der radioaktiven Belastung in Niedersachsen

34 Jahre nach der Tschernobyl-Katastrophe


Nach dem Gesetz zur Neuordnung des Rechts zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung (Strahlenschutzgesetz – StrlSchG vom 27.06.2017) ist die Radioaktivität in der Umwelt zu überwachen und die Strahlenexposition der Menschen und die radioaktive Kontamination der Umwelt im Falle von Ereignissen mit möglichen nicht unerheblichen radiologischen Auswirkungen unter Beachtung des Standes der Wissenschaft und unter Berücksichtigung aller Umstände durch angemessene Maßnahmen so gering wie möglich zu halten.

Die Überwachung der Radioaktivität in Lebensmitteln erfolgt zum Schutz der Bevölkerung. Sie soll eine Beurteilung ermöglichen, in welchem Maße der Mensch ionisierender Strahlung ausgesetzt ist, die von der Umwelt ausgeht. Es gehört zu den Aufgaben der Länder, für das Bundesumweltministerium die Radioaktivität unter anderem in Lebensmitteln, Tabakerzeugnissen, Bedarfsgegenständen und Trinkwasser zu ermitteln. Die vorgegebenen Programme des Bundes (zum Beispiel das Routineprogramm zur Überwachung der Umweltradioaktivität) sind in ein umfangreicheres Untersuchungsprogramm Niedersachsens eingearbeitet, dessen Probenauswahl folgende Kriterien zugrunde liegen:

  • in Niedersachsen angebotene Lebensmittel

  • in Niedersachsen hergestellte beziehungsweise erzeugte Lebensmittel

  • Gesamtkost (1. Verifizierung der prognostizierten Belastungen)

  • Humanmilch (2. Verifizierung der prognostizierten Belastungen)

  • Proben mit Indikatorfunktion (Wildpilze, Honig, Gras, Blätter, Nadeln)

Die von der EG für Importe aus Drittländern festgesetzten Höchstwerte der spezifischen Gesamtaktivität für Cäsium 134 und 137 betragen für Milch und Säuglingsnahrung 370 Bq / L und für andere Lebensmittel 600 Bq / kg beziehungsweise Bq / L (jeweils bezogen auf das verzehrsfertige Lebensmittel). Diese Werte werden in Niedersachsen auch auf alle anderen Lebensmittel sinngemäß angewandt.

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat eine Dokumentation über den Unfall, die Umweltfolgen und gesundheitliche Folgen des Reaktorunfalls in Tschernobyl 1986 erstellt.


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