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Echtpelz oder Kunstfell?

LAVES führt Schwerpunktkontrolle durch


Jacken mit Pelzkragen oder Mützen mit Fellbommeln sind aus der Wintermode kaum wegzudenken. Wenn solche Teile aus echtem Pelz bestehen, muss dies mit dem Hinweis „Enthält nichttextile Teile tierischen Ursprungs“ gekennzeichnet sein (VO (EU) Nr. 1007/2011). Tierschutzverbände äußern immer wieder den Verdacht, dass diese Regelung umgangen wird und somit echtes Fell als Kunstpelz verkauft wird.

Textilkennzeichnung mit Schriftzug "Enthält nichttextile Teile tierischen Ursprungs" in verschiedenen Sprachen

Das LAVES ist zuständig für die Marktüberwachung der Textilkennzeichnung in Niedersachsen und hat im Dezember 2019 eine entsprechende Schwerpunktkontrolle durchgeführt. Dabei wurden in 41 Geschäften in Oldenburg und dem Umland sowie einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt insgesamt 179 Textilerzeugnisse hinsichtlich eines entsprechenden Verdachts geprüft. Die augenscheinliche Begutachtung der mit Pelz bzw. Fell besetzten Textilerzeugnisse ergab, dass es sich größtenteils bei den angebotenen „Pelzen/Fellen“ nur um Imitate handelte, bei der die Kennzeichnung nicht zu beanstanden war.

Bei drei Proben bestand nach augenscheinlicher Begutachtung der Verdacht, dass es sich um echten Pelz bzw. echtes Fell handelte, dieses jedoch nicht entsprechend gekennzeichnet wurde. Die Proben wurden zum genauen Nachweis im Lebensmittel- und Veterinärinstitut am Standort Hannover untersucht. In allen drei Fällen bestätigte sich der Verdacht.

Graue Mütze mit Fellbommel  
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