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Einsatz von Futtermittelzusatzstoffen im landwirtschaftlichen Betrieb

Merkblätter des ZDL


Seit dem 1. Januar 2006 gilt die europäische Futtermittelhygiene-Verordnung (EG) Nr. 183/2005 für alle Unternehmen, die Futtermittel erzeugen, verfüttern, transportieren oder handeln.

Zur Gewährleistung der Futtermittelsicherheit hat der Verordnungsgeber unter anderem höhere Anforderungen an solche Unternehmen gestellt, die Futtermittel-Zusatzstoffe verwenden. Die Unternehmen müssen hier ein System der Risikominimierung (HACCP) und Anforderungen aus dem Anhang II der Verordnung einhalten.

Die hier aufgeführten Merkblätter des "Zentralausschusses der Deutschen Landwirtschaft" (ZDL) geben dem Landwirt eine Hilfestellung beim direkten Einsatz von Säuren zur Konservierung von Getreide oder Futtermischungen und beim Einsatz von Futterharnstoff oder Aminosäuren im Betrieb. Zudem geben sie Hinweise zur sicheren Verwendung.

Die Merkblätter ersetzen nicht die Hinweise der Hersteller und gelten nicht für den Einsatz anderer Zusatzstoffe. Landwirtschaftliche Betriebe, die lediglich Siliermittel einsetzen, sind von den nachfolgenden Anforderungen nicht betroffen.


Alternativ ist es in jedem Fall möglich, anstatt des einzelnen Zusatzstoffes ein Ergänzungsfuttermittel zu verwenden, welches höhere Anteile zum Beispiel an Konservierungssäuren enthält. Im Fall des Einsatzes von Ergänzungsfuttermitteln, die die oben genannten Zusatzstoffe enthalten, entfallen die Verpflichtungen der Etablierung eines Systems der Risikominimierung (HACCP) sowie die Erfüllung der Anforderungen des Anhang II der VO (EG) 183/2005.

Alle anderen Anforderungen an Primärerzeuger bleiben davon natürlich unberührt.

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