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Zeitschriften mit Spielwaren und Kosmetika – Spiel und Spaß, aber auch sicher?

Sie sind bunt, lustig sowie interessant für das Kinderauge gestaltet ...und sie enthalten Spielzeuge, meistens in Form von Lieblingsfiguren aus bekannten Kinderserien oder Geschichten. Zeitschriften mit kleinteiligem Spielzeug sind überall im Handel erhältlich und locken Kinder von Verkaufsregalen an. Sind die zu den Zeitschriften beigefügten Spielwaren aber auch sicher?


Das Institut für Bedarfsgegenstände (IfB) Lüneburg des LAVES hat verschiedene Kinderzeitschriften mit Spielzeug und kosmetischen Mitteln auf das Einhalten der Grenzwerte für Weichmacher, Schwermetalle, Lösungsmittel und weitere Schadstoffe geprüft.


Spielwaren

Aufgrund der Meldung der Grünen Bundestagsfraktion bezüglich der Spielwarenbelastung mit mehreren Schadstoffen, wie z. B. Phthalaten und Schwermetallen, wurden im Institut für Bedarfsgegenstände (IfB) Lüneburg des LAVES 28 verschiedene Kinderzeitschriften mit Spielzeug auf das Einhalten der Grenzwerte für Weichmacher, Schwermetalle, Lösungsmittel und weitere Schadstoffe im Jahr 2013 geprüft. Die zu untersuchenden Proben stammten aus unterschiedlichen Orten Niedersachsens und wurden in Kiosken, Lebensmittelgeschäften, Drogerie- und Minimärkten entnommen. In zwei von 28 Proben konnten tatsächlich erhöhte Bleigehalte im beiliegenden unechten Kinderschmuck ermittelt werden. Bei zwei weiteren Proben wurden einige Kennzeichnungsmängel wie etwa das Fehlen des CE-Zeichens oder des Wortes „Achtung“ festgestellt, chemisch waren die Spielwaren unauffällig.

Weitere 24 geprüfte Spielzeuge wiesen erfreulicherweise keine Mängel bezüglich der oben genannten Untersuchungsparameter auf.

Bei den Spielwaren aus Kinderzeitschriften handelt es sich meistens um Artikel im Niedrigpreissegment, die größtenteils in Asien produziert werden. In Hinblick auf die hiesigen Untersuchungen lässt sich jedoch vermerken, dass die Spielwaren-Einführer, zumindest bei 85 % der hier geprüften Proben aus Niedersachsen, ihre Pflichten gemäß der Spielzeug-Richtlinie erfüllt haben. Nichtsdestotrotz sind weiterhin regelmäßige amtliche Kontrollen und Untersuchungen bei solchen Artikeln unvermeidbar.


Kosmetische Mittel

Auch kosmetische Mittel aus Zeitschriften wurden im IfB Lüneburg untersucht. Hierbei lag der Fokus jedoch auf Ausgaben für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Insgesamt wurden 17 Zeitschriften zur Untersuchung eingesendet, wobei es sich jedoch nur um zehn unterschiedliche Exemplare handelte. In diesen waren zwölf verschiedene Erzeugnisse wie beispielsweise Lipgloss und Nagellack für Kinder und Jugendliche sowie verschiedene Reinigungs- und Pflegemittel (Waschgel, BB-Creme u. Ä.) für Jugendliche und Erwachsene enthalten.

Die Proben wurden – je nach Art des Erzeugnisses – z. B. auf Konservierungsstoffe, Farbstoffe oder Duftstoffe untersucht. Anders als bei früheren Untersuchungen musste lediglich eine Probe aufgrund einer unvollständigen Bestandteilliste bemängelt werden; ansonsten konnten erfreulicherweise keine Abweichungen festgestellt werden.

Kind liest Zeitschrift Bildrechte: © Peter Atkins - Fotolia.com
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