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Buntstifte mit Phthalaten: Nicht immer für Kinder geeignet

Im Jahr 2012 wurden im Institut für Bedarfsgegenstände Lüneburg des LAVES insgesamt 57 Proben mit 233 Stiften auf Phthalate untersucht. Bei 67 Stiften, das entspricht etwas weniger als einem Drittel, wurden Phthalate oberhalb des Grenzwertes nachgewiesen.


Phthalate dienen als Weichmacher für Kunststoffe. In Lacken werden sie eingesetzt, um diese weicher und flexibler im Gebrauch zu machen – zum Beispiel bei Bunt- oder Bleistiften. Werden diese beschädigt, blättert der Lack nicht gleich ab, sondern bekommt eher Dellen.

Bei Kontakt mit Wasser oder Fett können Phthalate aus den Lacken herausgelöst werden oder sie gasen aus. Aufgrund ihrer hormonähnlichen Eigenschaften können sie die Fortpflanzungsfähigkeit schädigen.

Mit Lack überzogene Buntstifte werden häufig von Kindern verwendet. Sie halten die Stifte längere Zeit in der Hand, kauen oder lutschen in Konzentrationsphasen auf dem Ende des Stiftes.

Im Jahr 2012 wurden im Institut für Bedarfsgegenstände Lüneburg des LAVES insgesamt 57 Proben mit 233 Stiften auf Phthalate untersucht. Bei den Proben handelte es sich um Packungen mit Buntstiften (77 Prozent) und Stifte aus bestückten Federtaschen (23 Prozent). Bei 67 Stiften, das entspricht etwas weniger als einem Drittel, wurden Phthalate oberhalb des Grenzwertes nachgewiesen. 70 Prozent der beanstandeten Stifte stammten aus den Federtaschen.


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Buntstifte Bildrechte: © Marina Lohrbach - Fotolia.com
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