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Ministerpräsident Stephan Weil im LAVES in Oldenburg

Hohe Kapazitäten und analytische Kompetenz für amtliche Untersuchungen auf Covid-19


Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) untersucht auf Corona. Hohe Kapazitäten und hohe analytische Kompetenz wurden für diese amtliche Untersuchung innerhalb kürzester Zeit bereitgestellt. Das LAVES analysiert seit Anfang April, insbesondere für die niedersächsischen Gesundheitsbehörden, in Amtshilfe humanmedizinische Tupferproben auf das Virus. „Dies hat zu einer erheblichen Erhöhung der amtlichen Laborkapazitäten des Landes Niedersachsen geführt und damit aktiv zur Bekämpfung der Corona Pandemie beigetragen“, bedankt sich Ministerpräsident Stephan Weil bei seinem Besuch im Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg. Seither sind insgesamt mehr als 25.000 Proben untersucht worden. Und zwar in den LAVES Laboren: Lebensmittel- und Veterinärinstituten (LVI) Braunschweig/Hannover, Standort Hannover, und LVI Oldenburg sowie im Institut für Fische und Fischereierzeugnisse (IFF) Cuxhaven.

Ministerpräsident Stephan Weil hat sich heute (18. Juni) im LAVES über das hohe Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie über die Laborabläufe informiert. In der Hochphase der Untersuchungen waren dafür mehr als 100 Mitarbeiter an sieben Tage die Woche im Einsatz. LAVES Präsident Prof. Dr. Eberhard Haunhorst, Vizepräsidentin Barbara Woltmann und Institutsleiter Jörg Lay begleiteten ihn bei einem Rundgang durch die Labore.

Die Untersuchungen konnten innerhalb kürzester Zeit im LAVES etabliert werden. Schon im ersten Schritt wurden Kapazitäten von 1000 Untersuchungen täglich möglich gemacht. „Inzwischen können durch den Aufbau entsprechender Infrastrukturen und analytischer Kompetenz bis zu 2000 Tests pro Tag durchgeführt werden“, so Haunhorst. Die bisherigen Proben kamen größtenteils aus Alten- und Pflegeheimen und aus Schlachthöfen. Die Proben werden auf Veranlassung der zuständigen Gesundheitsämter oder auch durch diese selbst genommen. Um einen schnellen und reibungslosen Untersuchungsablauf zu sichern, hat das LAVES sofort eine Hotline eingerichtet. Die Gesundheitsämter melden dort täglich ihre Proben an. Gleichzeitig können vorbereitete Testkits, die für den Abstrich beim Patienten benötigt werden, angefordert werden. Auch wurde ein eigener Probentransport organisiert und installiert.

Da die Übermittlung der Ergebnisse an die Gesundheitsämter zunächst analog erfolgen musste, hat das LAVES eigens eine digitale Struktur entwickelt und aufgebaut, um diesen Weg zu vereinfachen. „So ist ein schneller und sicherer Datentransfer ermöglicht worden. Diese technische Entwicklung hat Vorbildcharakter und hat zu einer hohen Arbeitsentlastung in den Gesundheitsbehörden geführt“, sagt Barbara Woltmann. Dies unterstreicht die hohe Bedeutung der Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung, so die Vizepräsidentin weiter.

„Die Corona Pandemie zeigt eindrücklich, dass der One-Health-Ansatz für die Weiterentwicklung in der Gesundheitspolitik unverzichtbar ist“, meint Haunhorst. Deshalb war es selbstverständlich, dass wir in einer solchen, nie dagewesenen Situation sofort unsere Hilfe angeboten haben. Im LAVES stehen hohe Kapazitäten für amtliche Untersuchungen auf Tierseuchen, wie beispielsweise Geflügelgrippe oder Afrikanische Schweinepest, zur Verfügung und diese Kapazitäten können gleichermaßen für amtliche humanmedizinische Untersuchungen wie Covid-19 genutzt werden, so Haunhorst weiter. Der One-Health-Gedanke sieht eine enge Verbindung in der Gesundheit von Tier, Mensch und Umwelt. Mit diesem Ansatz lassen sich Ressourcen und Expertisen über Fachgrenzen hinweg bündeln und bieten so wegweisende Möglichkeiten in der Bekämpfung von Krankheiten.

Das LAVES ist mit seinen knapp 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine zentrale Behörde des gesundheitlichen Verbraucherschutzes in Niedersachsen. Landesweit gehören sechs Untersuchungseinrichtungen zum LAVES, in denen jährlich insgesamt mehr als zwei Millionen Untersuchungen durchgeführt werden: die Lebensmittel- und Veterinärinstitute Oldenburg und Braunschweig/Hannover, das Institut für Fische und Fischereierzeugnisse Cuxhaven, das Institut für Bedarfsgegenstände Lüneburg, das Futtermittelinstitut Stade und das Institut für Bienenkunde Celle. Darüber hinaus erfüllt das LAVES mit seinen fünf Fachabteilungen unmittelbare Vollzugsaufgaben in den Bereichen Futtermittel- und Tierarzneimittelkontrolle, Ökologischer Landbau sowie Marktüberwachung und berät die kommunalen Behörden in Fragen der Lebensmittelüberwachung, der Tiergesundheit, der Schädlingsbekämpfung und des Tierschutzes.

Das LVI Oldenburg gehört mit seinen knapp 250 Mitarbeiter/-innen und jährlich mehr als 1,4 Millionen Untersuchungen zu den größten der sechs landesweiten Institute des LAVES.

Ministerpräsident Weil steht im Foyer des LAVES-Instituts zusammen mit Professor Eberhard Haunhorst und Barbara Woltmann  
Ministerpräsident Stephan Weil, LAVES-Präsident Professor Eberhard Haunhorst und Vizepräsidentin Barbara Woltmann
Ministerpräsident Weil steht im Foyer des LAVES-Instituts zusammen mit Professor Eberhard Haunhorst und Institutsleiter Jörg Lay  
Ministerpräsident Stephan Weil, LAVES-Präsident Professor Eberhard Haunhorst und Institutsleiter Jörg Lay (im weißen Kittel)
Ministerpräsident Weil steht im Foyer des LAVES-Instituts zusammen mit Professor Eberhard Haunhorst und Barbara Woltmann, alle im weißen Schutzkittel  
Ministerpräsident Stephan Weil, LAVES-Präsident Professor Eberhard Haunhorst und Vizepräsidentin Barbara Woltmann
Minsterpräsident Weil, Professor Haunhorst und LAVES-Vizepräsidentin Woltmann im Foyer des LAVES-Instituts im weißen Schutzkittel  
Ministerpräsident Stephan Weil, LAVES-Präsident Professor Eberhard Haunhorst, Vizepräsidentin Barbara Woltmann
Minsterpräsident Weil und Professor Haunhorst im Foyer des LAVES-Instituts im weißen Schutzkittel. Im Vordergrund ein Tontechniker.  
Eine Laborantin sitzt vor Bildschirmen und Tastaturen in einem Laborraum und erklärt dem vor ihr stehenden Ministerpräsidenten wie eine PCR-Untersuchung abläuft. Beide tragen weiße Schutzkittel und eine Mund-Nasen-Bedeckung.  
Ministerpräsident Stephan Weil lässt sich im PCR-Labor die Corona-Untersuchung erklären
Zwei Laborantinnen sitzen im Labor vor Bildschirmen. Hinter Ihnen steht ein Kameramann sowie ein Tontechniker. Ein gelbes Mikrofon ragt ins Bild. Alle tragen weiße Schutzkittel und Mund-Nase-Bedeckungen.  
Schmuckgrafik (zum Artikel: Pressemitteilungen) Bildrechte: LGLN

Artikel-Informationen

erstellt am:
18.06.2020

Ansprechpartner/in:
Hiltrud Schrandt

Nds. Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
Leiterin Pressestelle
Röverskamp 5
26203 Wardenburg
Tel: 0441 57026 -180

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