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Lebensmittelsicherheit beginnt mit Futtermittelsicherheit: Internationale Tagung "Futtermittelmikroskopie" in Stade

Viele Lebensmittelkrisen fanden ihren Ursprung in verunreinigten Futtermitteln. Diese Erkenntnis führte zur Integration der Futtermittelüberwachung in das amtliche System des gesundheitlichen Verbraucherschutzes in Niedersachsen und zur Gründung eines Spezialinstitutes ausschließlich für die Untersuchung von Futtermitteln im Jahr 2003. Seither hat sich das Futtermittelinstitut Stade des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) einen fachlichen Ruf erarbeitet, der weit über die Grenzen Niedersachsens reicht. Dies drückt sich in der Ausrichtung der Jahrestagung der Fachgruppe Futtermittelmikroskopie der Internationalen Vereinigung für Futtermittel Analytik (IAG) aus, die vom 12. bis 14. Juni in Stade stattfindet.

Die mikroskopische Futtermitteluntersuchung dient unter anderem dem Erkennen von unerwünschten und verbotenen Stoffen (beispielsweise tierischen Bestandteilen). Diese können die Gesundheit von Tier und Mensch beeinträchtigen oder die Umwelt negativ beeinflussen. Mehr als 40 Fachleute aus Deutschland und zwölf weiteren europäischen Ländern reisen für die Tagung an. Schwerpunkt wird die methodische Weiterentwicklung der Futtermittelmikroskopie sein. Hierzu gehört zum Beispiel der Nachweis von Mikroplastik in Futtermitteln.

Das Futtermittelinstitut ging aus der ehemaligen Außenstelle Stade des Veterinärinstituts Oldenburg hervor. Der Institutsstandort in Stade blickt Ende des Jahres auf eine 100-jährige Geschichte zurück. Mit diagnostischen Untersuchungen in der Tierseuchenkontrolle hatte das Vorgängerinstitut ein völlig anderes Aufgabengebiet. Die Umstellung auf die neue Untersuchungsmatrix „Futtermittel“ gelang 2003 durch die Bereitschaft aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sich neue Arbeitsfelder zu erschließen. Durch bauliche Anpassungen und die gezielte Verstärkung mit Fachkräften, wurde das Untersuchungsspektrum bis heute erheblich erweitert.

Im Futtermittelinstitut Stade werden jährlich rund 21.000 Untersuchungen zur Qualität und Sicherheit von Futtermitteln durchgeführt. Alle Proben aus der amtlichen Futtermittelkontrolle der Länder Niedersachsen und Bremen sowie Proben anderer norddeutscher Länder und der kommunalen Veterinärüberwachung in Niedersachsen, werden hier untersucht. 57 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter vier Auszubildende, sind in diesem LAVES-Institut tätig.

Ausführliche Informationen zur Futtermittelmikroskopie finden Sie hier.

Weitere Informationen zum Futtermittelinstitut Stade: www.laves.niedersachsen.de.


Presseinformationen
Artikel-Informationen

11.06.2019

Ansprechpartner/in:
Dr. Silke Klotzhuber

Nds. Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
Pressestelle
Röverskamp 5
26203 Wardenburg
Tel: 0441 57026-185

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