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Klassiker zu Ostern unter die Lupe genommen: Eierlikör auf Eigelb- und Alkoholgehalt untersucht

Eierlikör, ob aus dem Handel oder selbst gemacht – ein Klassiker zu Ostern. Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) untersucht in seinem Lebensmittel- und Veterinärinstitut Braunschweig/Hannover regelmäßig Eierlikör aus dem Handel auf Gehalte an Alkohol und Eigelb. 52 Proben wurden untersucht.

Das Ergebnis: In 51 Proben wurde der geforderte Mindestgehalt an Eigelb erreicht, der häufig sogar deutlich über der geforderten Menge lag. Lediglich eine Probe enthielt zu wenig Eigelb und hätte danach nicht als Eierlikör bezeichnet werden dürfen. Der Alkoholgehalt entsprach bei vier Proben nicht der Deklaration, davon waren in zwei Proben die Abweichungen so erheblich, dass von einer Verbrauchertäuschung ausgegangen werden kann.

Eierlikör selbst ansetzen, hat in vielen Familien Tradition. Allerdings ist es wichtig auf die richtige Zubereitung zu achten. Denn selbst hergestellter Likör mit frischen Eiern kann Gefahren in sich bergen: Salmonellen – Keime, die schwere Magen-Darmerkrankungen auslösen können. Deshalb sind für die Zubereitung frische Eier und reiner Alkohol das A und O.

Der Dotter, der im Eierlikör roh verarbeitet wird, sollte von ganz frischen Eiern sein. Das Eigelb muss, um eventuelle Salmonellen unschädlich zu machen, zunächst mit reinem Alkohol separat verrührt werden. Reiner Alkohol, der auch unvergällter Alkohol genannt wird, ist in Apotheken erhältlich. Alternativ sind handelsübliche Spirituosen wie beispielsweise Kornbrand und Wodka mit mindestens 37,5% vol Alkohol verwendbar. Diese Mischung aus rohen Eiern und Alkohol sollte bei Zimmertemperatur drei Tage gelagert werden. Anschließend können restliche Zutaten, wie Zucker, mit der Masse vermengt werden. Die Alkohol-Endkonzentration der gezuckerten Eigelb-Alkohol-Mischung muss größer als 10% sein, damit sich keine Keime bilden können. Der selbstgemachte Likör sollte kühl und dunkel gelagert und möglichst zügig verbraucht werden.

Weitere wichtige und umfangreiche Informationen wie beispielsweise Tipps zur Vermeidung von Salmonellen-Infektionen, „Rund ums Ei“ oder „Eierlikör – ein Klassiker zu Ostern“ finden Sie unter www.laves.niedersachsen.de.
Presseinformationen
Artikel-Informationen

17.04.2019

Ansprechpartner/in:
Hiltrud Schrandt

Nds. Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
Leiterin Pressestelle
Röverskamp 5
26203 Wardenburg
Tel: 0441 57026 -180

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