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Pflanzenschutzmittelrückstände in Olivenöl

Ergebnisse aus dem Jahr 2015


Im Jahr 2015 wurden insgesamt 34 Proben Olivenöl (nativ extra) auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln untersucht. In 13 Proben waren Rückstände nachweisbar. Höchstgehaltsüberschreitungen wurden nicht festgestellt.


Im Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg des LAVES wurden im Jahr 2015 insgesamt 34 Proben Olivenöle (nativ extra), darunter elf Proben aus biologischem Anbau auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln untersucht.

Angegebene Herkunftsländer der 23 konventionell erzeugten Olivenölproben waren Griechenland (7x), Italien (5x), Europa (8x), Spanien (2x), und Portugal (1x).

Die aus biologischem Anbau stammenden elf Proben kamen aus Griechenland (3x), Italien (4x), Europa (1x), Spanien (1x) und Tunesien (2x).

Abbildung 1  
Abbildung 1: Ergebniszusammenfassung der Olivenölproben; berücksichtigt sind Proben mit Gehalten über 0,005 mg/kg für den jeweiligen Rückstand.

In Abbildung 1 ist die Rückstandsverteilung auf die Herkunftsländer dargestellt.

In 13 Proben (= 38 %) wurden Pestizidrückstände unterhalb der rechtlich festgelegten Höchstgehalte bestimmt.

21 Proben (= 62 %), darunter zehn Olivenöle aus Bioanbau, enthielten keine nachweisbaren Rückstände an Pflanzenschutzmitteln. Diese Olivenöle kamen aus Griechenland (6x), Italien (4x), Europa (7x), Spanien (1x), Tunesien (2x) und Portugal (1x).

Ein Bio-Olivenöl aus Spanien wies Spuren des Insektizids Chlorpyrifos auf.

Abbildung 2  
Abbildung 2: Anzahl der Rückstände in den Olivenölproben; berücksichtigt sind Proben mit Gehalten über 0,005 mg/kg für den jeweiligen Rückstand.

In Abbildung 2 ist die Anzahl der Rückstände in den Olivenölproben je Herkunftsland dargestellt. In sechs Proben (= 18 %) waren Mehrfachrückstände (mehr als 2 Rückstände in einer Probe) enthalten. Das Maximum bildeten vier Rückstände in jeweils einem Olivenöl aus Italien bzw. Spanien.

Abbildung 3  
Abbildung 3: Häufigkeit nachgewiesener Pflanzenschutzmittelrückstände in den Olivenölproben; berücksichtigt sind Proben mit Rückstandsgehalten über 0,005 mg/kg für den jeweiligen Rückstand.

Abbildung 3 zeigt das Spektrum der in den Proben festgestellten Rückstände. Insgesamt wurden zwölf verschiedene Pestizidrückstände in den Proben nachgewiesen. Am häufigsten waren die Insektizide Chlorpyrifos (8x), Cypermethrin (Summe) (5x) und Deltamethrin (3x) in den beprobten Olivenölen enthalten.


Fazit:

Fast zwei Drittel der Olivenölproben enthielten erfreulicherweise keine Rückstände an Pflanzenschutzmitteln. In den übrigen Proben wurden maximal vier Rückstände nachgewiesen. Gegenüber der letzten Untersuchung von 2012 enthielten die beprobten Olivenöle von 2015 prozentual weniger Pflanzenschutzmittelrückstände. Das bessere Untersuchungsergebnis 2015 könnte durch den höheren Anteil von Olivenölen aus Bioanbau (2012: 20 %, 2015: 32 %) bedingt worden sein.


Weitere Untersuchungsergebnisse zu Speiseölen finden sich hier.

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