Besuch aus Costa Rica im Lebensmittel- und Veterinärinstitut Braunschweig/Hannover
Vetärinärin informiert sich über molekularbiologische Diagnostik von Q-Fieber im LAVES
Im Mai 2026 hospitierte eine Mitarbeiterin der Escuela de Medicina Veterinaria, Universidad Nacional in Heredia (Costa Rica) für einen Tag im Fachbereich Virologie und Molekularbiologie des Lebensmittel- und Veterinärinstituts Braunschweig/Hannover des LAVES.
Der Schwerpunkt lag auf der molekularbiologischen Diagnostik zum Nachweis von Coxiella burnetii, dem Erreger des Q-Fiebers, unter anderem in Milchproben. Wiederkäuer sind das natürliche Reservoir für C. burnetii. Infizierte Tiere scheiden den Erreger unter anderem über Geburtsmaterial und Milch aus. Eine Übertragung auf den Menschen ist durch die Inhalation von erregerhaltigen Aerosolen möglich. Aufgrund seines zoonotischen Potenzials rückt C. burnetii auch in Costa Rica zunehmend in den Fokus der One-Health-Forschung. In Zusammenarbeit mit der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) werden derzeit Milchziegenbestände in Costa Rica auf C. burnetii untersucht.
Erfolgreiche Zusammenarbeit über viele Jahre
Aufgrund der jahrelangen engen Zusammenarbeit des Lebensmittel- und Veterinärinstituts Braunschweig/Hannover am Standort Hannover mit der Klinik für kleine Klauentiere (TiHo) im Bereich der Q-Fieber-Forschung (https://q-gaps.de/) konnte die Veterinärin María José Zúñiga mehr über die weiterreichende Expertise des LAVES in der Routinediagnostik von C. burnetii erfahren.
Darüber hinaus wurden die verschiedenen Aspekte der Tierseuchendiagnostik in Niedersachsen erörtert. Besonderes Interesse bestand dabei an den nationalen und EU-weiten Regelungen zur Tierseuchenüberwachung und -diagnostik.
