Pflanzenschutzmittelrückstände in Pfirsichen und Nektarinen (PDF, nicht barrierefrei)
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Sind Pfirsiche und Nektarinen mit Pflanzenschutzmittelrückständen belastet?
Insgesamt wurden 27 Proben Pfirsiche und 32 Proben Nektarinen auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln im Jahr 2025 untersucht, darunter drei Bioproben. In zusammen 54 Proben waren Rückstände von Pflanzenschutzmitteln nachweisbar, doch ohne Höchstgehaltsüberschreitungen. Es wurden zwei ungesicherte Höchstgehaltsüberschreitungen festgestellt, jedoch noch innerhalb der analytischen Messunsicherheit. Somit waren beide Proben verkehrsfähig.
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Pfirsiche und Nektarinen – pelzig oder glatt? Der Pfirsich- und Nektarinenbaum gehört zur Familie der Rosengewächse, die leckere Früchte als Steinobst liefert. Die glattschalige Nektarine ist eine Varietät des weich-pelzigen Pfirsichs. Sie unterscheiden sich äußerlich aber auch im Geschmack und der Struktur: zum saftig-süßen Pfirsich weist der Geschmack der Nektarine eher eine leicht säuerliche Note auf. Das leckere Steinobst ist nicht nur kalorienarm sondern das Fruchtfleisch liefert unter anderem Vitamin A, C und E, einige B-Vitamine und die Mineralstoffe Kalium und Magnesium. Die Nektarine enthält etwas weniger Wasser, aber durchschnittlich etwas mehr Zucker als der Pfirsich. Pfirsiche und Nektarinen haben Hauptsaison zwischen Juli und September. Hauptlieferländer für den deutschen Markt sind Italien, Spanien, Frankreich und auch Griechenland. |
Untersuchungsergebnisse des LAVES
Im Jahr 2025 wurden im Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg des LAVES 27 Proben Pfirsiche und 32 Proben Nektarinen auf Pflanzenschutzmittelrückstände untersucht.
Eine Probe Nektarinen und zwei Proben Pfirsiche stammten aus Bio-Anbau in Spanien, alle übrigen Proben aus konventioneller Produktion.
Als Erzeugerländer der Pfirsichproben waren 24-mal Spanien und zweimal Italien angegeben; bei einer weiteren Probe fehlte die Herkunftsangabe.
Die beprobten Nektarinen stammten 25-mal aus Spanien, sechsmal aus Italien und einmal aus Portugal.
In drei (= neun Prozent) der 32 Nektarinenproben und in zwei (= sieben Prozent) der 27 Pfirsichproben waren keine Rückstände aus Pflanzenschutzmitteln nachweisbar. In den übrigen 54 (= 92 Prozent) der zusammen 59 Pfirsich- und Nektarinenproben wurden Rückstände festgestellt.
In jeweils einer Bioprobe Nektarinen und Pfirsiche aus Spanien waren Spuren der fungizid wirkenden Dithiocarbamate nachweisbar. Aufgrund der geringen Konzentrationen waren dennoch beide Proben als „Bio“ verkehrsfähig. In der zweiten Bioprobe spanischer Pfirsiche wurden keine Rückstände festgestellt.
Eine Nektarinenprobe aus Italien und einer Pfirsichprobe aus Spanien enthielten das Fungizid 2-Phenylphenol oberhalb des Höchstgehaltes und der Bestimmungsgrenze, jedoch noch innerhalb der analytischen Messunsicherheit. Somit waren beide Proben verkehrsfähig.
Die Ergebnisse der Rückstandsuntersuchungen sind in Abbildung eins zusammengefasst.
Mehrfachrückstände, das heißt zwei oder mehr Wirkstoffe oder deren Abbauprodukte wurden in 46 (= 78 Prozent) der 59 Pfirsich- und Nektarinenproben bestimmt (siehe Abbildung zwei). Diese verteilten sich auf 21 Pfirsichproben (= 78 Prozent) und 25 Nektarinenproben (= 78 Prozent). Am häufigsten waren vier Wirkstoffe (vierzehnmal) in den Proben enthalten.
Das Maximum bildeten acht unterschiedliche Rückstände in einer Probe italienischer Nektarinen.
Insgesamt konnten 29 unterschiedliche Wirkstoffe in den Pfirsichen und Nektarinen bestimmt werden (siehe Abbildung drei). Hierbei waren die Fungizide Fludioxonil (29-mal) und Fluopyram (26-mal) am häufigsten in den Proben enthalten.
Ein Vergleich der Untersuchungsergebnisse von 2021 bis 2025 in Tabelle eins zeigt, dass sich insgesamt die Rückstandsituation kaum verändert hat.
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Jahr 2025 |
Jahr 2023 |
Jahr 2022 |
Jahr 2021 |
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Anzahl Proben |
59 |
56 |
19 |
30 |
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-davon Bioproben |
3 |
1 |
1 |
0 |
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Proben mit Rückständen |
54 |
55 |
17 |
30 |
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Proben ohne Rückstände |
5 |
1 |
2 |
0 |
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Proben mit Mehrfachrückständen |
46 |
54 |
15 |
28 |
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Mehrfachrückstände |
2-8 |
2-10 |
3-10 |
2-9 |
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Häufigste Anzahl Rückstände pro Probe |
4 |
4 |
3-6 |
4 |
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Anzahl verschiedener Rückstände |
29 |
24 |
23 |
33 |
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Nominelle Höchstgehaltsüberschreitungen |
2 |
0 |
0 |
0 |
Tabelle 1: Vergleich der Untersuchungsergebnisse in den Jahren 2025 bis 2021
Fazit:
In Pfirsichen und Nektarinen sind sehr häufig Pflanzenschutzmittelrückstände nachweisbar. Diese liegen meistens in Form von Mehrfachrückständen vor.
Weitere Untersuchungsergebnisse und Informationen zu Pflanzenschutzmitteln finden Sie in folgendem Artikel:
