Pflanzenschutzmittelrückstände in Pflaumen und Zwetschgen (PDF, nicht barrierefrei)
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Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Pflaumen und Zwetschgen?
Insgesamt wurden 23 Pflaumen- und Zwetschgenproben auf Pflanzenschutzmittelrückstände im Jahr 2025 untersucht, darunter auch zwei Bioproben. In 21 Proben wurden Rückstände nachgewiesen. Höchstgehaltsüberschreitungen wurden nicht festgestellt.
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Dunkelblau, prall, süß - alles rund um die Pflaume Pflaumen gehören zum Steinobst und sind rundliche Früchte mit einem runden Kern in der Mitte. Sie haben ein süßlich-aromatisches festes Fruchtfleisch mit glatter Schale. Meist sind sie dunkelblau, es gibt sie aber auch in rot, grün und gelb. Und nicht nur das: mit über 2000 verschiedenen Arten zählen Pflaumen zu den sortenreichsten Früchten. Pflaume oder Zwetschge?Nicht nur sprachlich macht es einen Unterschied, ob eine Zwetschge oder eine Pflaume am Baum wächst. Pflaumenähnliche Früchte wie Zwetschgen, Renekloden oder Mirabellen sind Unterarten der Pflaume. Zwetschgen sind länglicher und an den Enden spitz zulaufend, auch der Kern innen ist länglich. Renekloden sind rundlich, grün-gelblich, manchmal auch leicht rötliche Früchte mit einem runden Kern, festem süßlichem Fruchtfleisch und glatter Schale. Mirabellen sind viel kleinere gelbe Früchte und süß im Geschmack. Weißlicher Belag auf den Früchten? - Abwaschen!Auch wenn unsere Untersuchungen keine Höchstgehaltüberschreitungen bei Pflanzenschutzmittelrückständen ergeben, sollten Pflaumen vor dem Verzehr immer gründlich mit warmem Wasser abgewaschen werden. Manchmal bildet sich auf den Früchten ein weißlicher Belag, auch Duftfilm oder Reif genannt. Er schützt die Früchte vor dem Austrocknen. Lässt sich der Film nicht allein mit Wasser abwaschen, ist das Abreiben mit einem trockenen Tuch hilfreich. |
Untersuchungsergebnisse des LAVES
Im Jahr 2025 wurden im Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg des LAVES insgesamt 23 Pflaumen- und Zwetschgenproben auf Pflanzenschutzmittelrückständeuntersucht, darunter zwei Bioproben.
Herkunftsländer der Proben waren zwölfmal Deutschland, siebenmal Spanien, dreimal Italien und einmal Frankreich. Unter den spanischen Proben waren auch zwei Proben aus biologischer Erzeugung.
In zwei Pflaumenproben (= neun Prozent) aus Bioanbau in Spanien wurden keine Rückstände von Wirkstoffen aus Pflanzenschutzmitteln nachgewiesen.
Wirkstoffe oder deren Abbauprodukte (Metabolite) waren in 21 Pflaumen- und Zwetschgenproben (= 91 Prozent) feststellbar.
Alle Pflanzenschutzmittelrückstände überschritten nicht die jeweiligen Höchstgehalte.
Vier Proben aus deutschem Anbau enthielten Rückstände des für Pflaumen- und Zwetschgenkulturen hier nicht zugelassenen Fungizids Captan. Das über drei dieser Ergebnisse informierte Pflanzenschutzamt (PSA) der Landwirtschaftskammer Niedersachsen führte daraufhin Ermittlungen durch. Bei zwei dieser Fälle im Alten Land wurde von den Verantwortlichen in den Betrieben als Ursache Abdrift genannt. Im dritten Fall konnte vom Pflanzenschutzamt kein Erzeugerbetrieb ermittelt werden. Der Captangehalt der vierten Probe war zu gering für eine weitergehende Ermittlung.
Das Ergebnis der Rückstandsuntersuchungen ist in Abbildung eins zusammengefasst.
Wie in Abbildung zwei dargestellt, enthielten 21 Pflaumen- und Zwetschgenproben (= 91 Prozent) zwei oder mehr Pestizidrückstände.
Als Maximalwert wurden sechs unterschiedliche Rückstände in jeweils einer Probe aus Deutschland, Spanien und Italien nachgewiesen.
In den untersuchten Proben wurden Rückstände von insgesamt 20 unterschiedlichen Pestizidwirkstoffen sowie von dem Wirkstoffverstärker Piperonylbutoxid bestimmt (siehe Abbildung drei).
In jeweils neun Proben und damit am häufigsten waren das Fungizid Fludioxonil und das Insektizid Pyriproxyfen in den Proben enthalten.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Rückstandssituation bei Pflaumen und Zwetschgen von 2022 bis 2025.
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Jahr 2025 |
Jahr 2024 |
Jahr 2023 |
Jahr 2022 |
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|
Anzahl Proben |
23 |
81 |
69 |
36 |
|
-davon Bioproben |
2 (= 9 %) |
5 (= 6 %) |
1 (= 1 %) |
0 (= 0 %) |
|
Proben ohne Rückstände |
2 (= 9 %) |
11 (= 14 %) |
3 (= 4 %) |
4 (= 11 %) |
|
Proben mit Rückständen |
21 (= 91 %) |
70 (= 86 %) |
66 (= 96 %) |
32 (= 89 %) |
|
Proben mit Mehrfachrückständen |
21 (= 91 %) |
59 (= 73 %) |
65 (= 94 %) |
26 (= 72 %) |
|
Mehrfachrückstände |
2-6 |
2-10 |
2-8 |
2-7 |
|
Anzahl verschiedener Rückstände |
21 |
34 |
37 |
27 |
|
Proben mit Höchstgehaltsüberschreitungen |
0 (= 0 %) |
2 (= 2 %) |
6 (= 9 %) |
0 (= 0 %) |
Tabelle: Vergleich der Untersuchungsergebnisse der vergangenen Jahre
Fazit:
Konventionell erzeugte Pflaumen und Zwetschgen zählen zu dem Obst, das häufig Mehrfachrückstände von Pflanzenschutzmitteln aufweist.
Weitere Untersuchungsergebnisse und Informationen zu Pflanzenschutzmitteln finden Sie in folgendem Artikel:
