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Pflanzenschutzmittelrückstände in Reis


Im Jahr 2017 wurden insgesamt 13 Proben Reis (9x Langkornreis, 1x Rundkornreis, 3x Basmatireis), davon 2 Proben aus Bioanbau, auf Pflanzenschutzmittelrückstände untersucht. 8 Proben enthielten Rückstände von Pestiziden. Höchstgehaltsüberschreitungen wurden nicht festgestellt.

Im Jahr 2017 wurden vom Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg des LAVES insgesamt 13 Proben Reis (9x Langkornreis, 1x Rundkornreis, 3x Basmatireis), davon 2 Proben aus Bioanbau untersucht. Angegebene Anbauländer der Reisproben waren Italien (3x), Indien (1x) und Thailand (1x). Bei 8 Proben fehlte die bei diesem Produkt nicht erforderliche Angabe des Ursprungs.

In Abbildung 1 ist die Rückstandsverteilung, bezogen auf die Anbauländer der Proben, zusammengefasst.

Abbildung 1  
Abbildung 1: Ergebniszusammenfassung der Reisproben; berücksichtigt sind Proben mit Rückstandsgehalten über 0,005 mg/kg für den jeweiligen Rückstand.
In Abbildung 2 sind die Ergebnisse der Rückstandsuntersuchungen detaillierter dargestellt.
Abbildung 2  
Abbildung 2: Mehrfachrückstände in den Reisproben; berücksichtigt sind Proben mit Rückstandsgehalten über 0,005 mg/kg für den jeweiligen Rückstand.

Von den 13 untersuchten Reisproben enthielten 8 Proben (= 62 %) Rückstände von Pflanzenschutzmitteln; in 5 Proben (= 38 %) wurden Mehrfachrückstände bestimmt. Das Maximum bildete eine Probe unbekannten Ursprungs mit sechs verschiedenen Pestiziden.

In einem italienischen Bio-Langkornvollkornreis waren keine Pflanzenschutzmittel nachweisbar; in dem Bio-Basamtireis aus Indien eine geringe Menge Bromid. Dieser Rückstand kann auch aus natürlichen Quellen stammen und ist von Rückständen aus bromhaltigen Begasungsmitteln nicht unterscheidbar. Insgesamt waren 11 verschiedene Pestizidwirkstoffe in den Reisproben bestimmbar, am häufigsten (5x) das fungizid wirkende Tricyclazol (siehe Abbildung 3). In 5 Proben (2x Italien, 1x Thailand, 2x ohne Angabe) wurden keine Rückstände von Pflanzenschutzmitteln nachgewiesen.

Abbildung 3  
Abbildung 3: Häufigkeit nachgewiesener Pflanzenschutzmittelrückstände in den Reisproben; berücksichtigt sind Proben mit Rückstandsgehalten über 0,005 mg/kg für den jeweiligen Rückstand.

Fazit:

Im Jahr 2017 wurden Pflanzenschutzmittelrückstände in 62 % der 13 Reisproben nachgewiesen; Mehrfachrückstände lagen in 38 % der Proben vor. In 2014 waren Pestizidrückstände in 47 % von 15 Proben enthalten und Mehrfachrückstände in 27 % der Reisproben.

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