LAVES Niedersachen klar Logo

Pflanzenschutzmittelrückstände in Äpfeln

Im ersten Halbjahr 2019 wurden insgesamt 35 Proben Äpfel aus vier Herkunftsländern auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln untersucht. Drei Proben waren rückstandsfrei, davon eine deutsche aus ökologischem Anbau. Höchstgehaltsüberschreitungen wurden ebenso wie unzulässige Anwendungen nicht festgestellt.

Im ersten Halbjahr 2019 wurden im Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg des LAVES 35 Proben Äpfel auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln untersucht.

Sie stammten überwiegend aus Deutschland (25) sowie aus Italien (7), Polen (2) und Neuseeland (1). Eine deutsche Probe war aus ökologischem Anbau. Zur Zeit der Probenahme im April war überwiegend Ware aus Europa auf dem Markt, da die Ernte auf der Südhalbkugel, wie zum Beispiel in Neuseeland, noch nicht verfügbar war.

Die Ergebnisse der Rückstandsuntersuchungen sind in Abbildung 1 zusammengefasst.

Abbildung 1
Abbildung 1: Ergebniszusammenfassung der Äpfel; berücksichtigt sind Proben mit Rückstands-gehalten über 0,005 mg/kg für den jeweiligen Wirkstoff.

Insgesamt waren drei deutsche Proben rückstandsfrei, davon eine aus ökologischem Anbau. In den Äpfeln wurden zwischen einem und acht Wirkstoffe nachgewiesen. Hauptsächlich wurden zwischen zwei und fünf Wirkstoffe bestimmt. 89 Prozent der Äpfel enthielten Mehrfachrückstände, das heißt es waren zwei oder mehr Wirkstoffe nachweisbar. Sieben bzw. acht verschiedene Pflanzenschutzmittel konnten in je einer Probe aus Polen bzw. Italien detektiert werden.

In Abbildung 2 ist die Anzahl der nachgewiesenen Rückstände pro Probe dargestellt.

Abbildung 2
Abbildung 2: Anzahl der Mehrfachrückstände in Äpfeln; berücksichtigt sind Proben mit Rück-standsgehalten über 0,005 mg/kg für den jeweiligen Wirkstoff.

Abbildung 3 zeigt das Wirkstoffspektrum der in den Proben nachgewiesenen Pflanzenschutzmittel. Insgesamt enthielten die untersuchten Proben 23 verschiedene Wirkstoffe. Am häufigsten detektierbar waren die Fungizide Captan (32x), Fludioxonil (16) und Trifloxystrobin (14). Sie werden bei Kernobst unter anderem gegen Mehltau, Schorfbildung und Lagerfäulen eingesetzt.

Abbildung 3  
Abbildung 3: Häufigkeit nachgewiesener Pflanzenschutzmittelrückstände in Äpfeln; berücksichtigt sind Proben mit Rückstandsgehalten über 0,005 mg/kg für den jeweiligen Wirkstoff.
Äpfel von einer Streuobstwiese  
Äpfel von einer Streuobstwiese

Fazit:

Bei der Untersuchung von 35 Proben Äpfeln wurde erfreulicherweise keine Höchstgehaltsüberschreitung festgestellt. Wie in den vergangenen Jahren war der Anteil der Proben mit Mehrfachrückständen mit 89 Prozent recht hoch. Lediglich drei Proben waren rückstandsfrei, davon eine aus ökologischem Anbau. Um die Vielfalt der Herkunftsländer zu berücksichtigen, sind im Verlauf des Jahres weitere Untersuchungen geplant.

Apfel

Weitere Untersuchungsergebnisse und Informationen zu Pflanzenschutzmitteln finden Sie in folgendem Artikel:

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln