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Pflanzenschutzmittelrückstände in Salatgurken

Im ersten Quartal des Jahres 2020 wurden insgesamt 27 Proben Salatgurken, darunter zwei spanische Proben aus ökologischem Anbau, auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln untersucht. In drei Salatgurkenproben (= 11 Prozent) waren keine Pestizidrückstände nachweisbar. Höchstgehaltsüberschreitungen wurden nicht festgestellt.

Im Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg des LAVES wurden im Jahr 2020 insgesamt 27 Salatgurkenproben auf Pflanzenschutzmittelrückstände untersucht. Davon stammten 24 Proben aus Spanien und 2 aus den Niederlanden, bei einer Probe war keine Herkunft angegeben.

Ein Überblick über die Ergebnisse der Rückstandsuntersuchungen ist in Abbildung 1 dargestellt.

In 3 Salatgurkenproben aus Spanien (= 11 Prozent), darunter die beiden Proben aus ökologischem Anbau, wurden keine Rückstände von Pflanzenschutzmitteln nachgewiesen.

Abbildung 1   Bildrechte: LVI OL FB 41 (Dr. Iris Suckrau) 2020
Abbildung 1: Ergebniszusammenfassung der Salatgurkenproben, berücksichtigt sind Proben mit Rückstandsgehalten über 0,005 mg/kg für den jeweiligen Wirkstoff.

Mehrfachrückstände, das heißt zwei oder mehr Wirkstoffe oder deren Abbauprodukte wurden in 23 Salatgurkenproben (= 85 Prozent) bestimmt. In je zwei Proben wurden 9 beziehungsweise 10 verschiedene Wirkstoffe nachgewiesen (siehe Abbildung 2). Auffällig ist der insgesamt hohe Anteil an Proben mit mehr als 5 Wirkstoffen (14 Proben = 52 Prozent).

Abbildung 2   Bildrechte: LVI OL FB 41 (Dr. Iris Suckrau) 2020
Abbildung 2: Pflanzenschutzmittelrückstände in den Salatgurkenproben; berücksichtigt sind Proben mit Rückstandsgehalten über 0,005 mg/kg für den jeweiligen Wirkstoff.

Insgesamt wurden 27 verschiedene Wirkstoffe in den Salatgurkenproben detektiert (siehe Abbildung 3).

Am häufigsten wurden die Fungizide Propamocarb (22-mal), Ametoctradin, Cyazofamid und Cyprodinil jeweils 15-mal, sowie Dimethomorph und Fludioxinil je 10-mal nachgewiesen. Das Insektizid Acetamiprid war in 9 Proben bestimmbar.

Abbildung 3   Bildrechte: LVI OL FB 41 (Dr. Iris Suckrau) 2020
Abbildung 3: Häufigkeit nachgewiesener Pflanzenschutzmittelrückstände in den Salatgurkenproben; berücksichtigt sind Proben mit Rückstandsgehalten über 0,005 mg/kg für den jeweiligen Wirkstoff.

Fazit:

Die Ergebnisse aus dem Jahr 2020 zeigen, dass es sich bei Salatgurken um ein Erzeugnis handelt, bei dem vermehrt mit Mehrfachrückständen insbesondere von Fungiziden zu rechnen ist.

Die vorliegenden Ergebnisse werden zum Anlass genommen, weitere Salatgurken im Jahr 2020 zu beproben und zu untersuchen.

Salatgurken Bildrechte: LVI OL (FB 41) 2005

Salatgurken

Weitere Untersuchungsergebnisse und Informationen zu Pflanzenschutzmitteln finden Sie in folgendem Artikel:

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