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Pflanzenschutzmittelrückstände in Porree (Lauch)?

Ergebnisse aus dem Jahr 2019


Im Jahr 2019 wurden insgesamt 34 Proben Porree (Lauch) aus konventionellem Anbau auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln untersucht. In 27 Proben hiervon waren Rückstände nachweisbar, jedoch wurden keine Höchstgehalte überschritten.

Im Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg des LAVES wurden im Jahr 2019 insgesamt 34 Proben Porree auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln untersucht. Alle Proben stammten aus konventionellem Anbau.

Angegebene Herkunftsländer waren 15-mal Deutschland, 8-mal Niederlande, 7-mal Belgien und je einmal Italien und Spanien. Bei 2 Proben war der Ursprung des Porree nicht angegeben.

In 27 Porreeproben (= 79 %) wurden Rückstände nachgewiesen, jedoch waren keine Höchstgehalte überschritten. In 5 Proben aus Deutschland, einer Probe aus den Niederlanden sowie in einer Probe ohne Angabe des Anbaulandes konnten keine Pestizide festgestellt werden.

In Abbildung 1 ist die Rückstandsverteilung auf die Herkunftsländer zusammengefasst.

Abbildung 1   Bildrechte: LVI OL FB 41 (Dr. Ralph Kombal) 2019
Abbildung 1: Ergebniszusammenfassung der Porreeproben; berücksichtigt sind Proben mit Gehalten über 0,005 mg/kg für den jeweiligen Rückstand.

In Abbildung 2 ist die Anzahl der Pestizide in den Porreeproben je Herkunftsland dargestellt.

In 11 Proben wurde jeweils nur ein Pflanzenschutzmittelwirkstoff festgestellt. Hingegen waren in 16 Proben (= 47 %) zwei oder mehr unterschiedliche Wirkstoffe oder deren Metabolite und somit Mehrfachrückstände nachweisbar. Maximal wurden 6 Rückstände in jeweils einer Probe aus deutschem, niederländischem und belgischem Anbau bestimmt.

Abbildung 2   Bildrechte: LVI OL FB 41 (Dr. Ralph Kombal) 2019
Abbildung 2: Anzahl der Rückstände in den Porreeproben je Herkunftsland; berücksichtigt sind Proben mit Gehalten über 0,005 mg/kg für den jeweiligen Rückstand.

Abbildung 3 zeigt das Spektrum der in den Proben festgestellten Pflanzenschutzmittel.

Abbildung 3   Bildrechte: LVI OL FB 41 (Dr. Ralph Kombal) 2019
Abbildung 3: Häufigkeit nachgewiesener Pflanzenschutzmittelrückstände in den Porreeproben; berücksichtigt sind Proben mit Rückstandsgehalten über 0,005 mg/kg für den jeweiligen Rückstand.

Insgesamt wurden 14 verschiedene Pestizide in den Proben nachgewiesen. Am häufigsten waren die Fungizide Ametoctradin (15-mal), Tebuconazol (13-mal) und Propamocarb (12-mal) in den Proben enthalten.

In 4 Proben mit Ursprungsangabe „Deutschland“ wurden für Porree hier nicht zugelassene Wirkstoffe bestimmt. Dabei handelte es sich um 4-mal Propamocarb, 2-mal Ametoctradin und einmal Famoxadon. Das Pflanzenschutzamt wurde über die Befunde informiert, um zu prüfen, ob hier unzulässige Anwendungen stattgefunden haben.

Fazit:

In gut 3/4 der 34 Porreeproben wurden bis zu maximal sechs verschiedene Pflanzenschutzmittelrückstände nachgewiesen. Auffällig waren 4 Proben, die Rückstände enthielten, welche im deutschen Anbau für Porree keine Zulassung besitzen.

Da 2019 gegenüber der letzten größeren Untersuchung von Porree in 2016 ein etwas anderes Stoffspektrum untersucht wurde, ist ein Vergleich des Gesamtergebnisses nicht möglich.

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