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„Lebensmittelsicherheit bei Fischen und Fischereierzeugnissen“ – Tagung in Cuxhaven

Fisch ist ein beliebtes, aber auch ein empfindliches Lebensmittel. Die Untersuchungstechniken für diesen Spezialbereich und die amtliche Kontrolle in den Betrieben der fischverarbeitenden Lebensmittelproduktion sind sehr anspruchsvoll. Das Institut für Fische und Fischereierzeugnisse (IFF) Cuxhaven des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) hat zu einer Fortbildung (5. bis 7. Mai) für Lebensmittelkontrolleurinnen und -kontrolleure nach Cuxhaven eingeladen. Mehr als 30 Teilnehmende aus dem gesamten Bundesgebiet werden erwartet.

Bei der Fischaufzucht, Verarbeitung und Lagerung sind höchste Hygienestandards einzuhalten. Die Eigenkontrollmaßnahmen der Lebensmittelunternehmen sind von besonderer Bedeutung und die amtliche Lebensmittelkontrolle bleibt unerlässlich. „Durch Vorträge, Betriebsbesichtigungen und vertiefende praktische Übungen im Labor sollen sowohl wissenschaftliche Erkenntnisse als auch in der Praxis erprobte, erfolgreiche Methoden weitergegeben werden. Das ist das Alleinstellungsmerkmal dieser bundesweit anerkannten Fortbildung“, sagt Dr. Edda Bartelt, Leiterin des IFF Cuxhaven. In Ergänzung zur Theorie werden fischverarbeitende Betriebe in Bremerhaven besucht.

In den Vorträgen der Tagung geht es um aktuelle Themen und Fragestellungen der amtlichen Untersuchung von Fischen, Krebs- und Weichtieren und daraus hergestellten Erzeugnissen. „Das ist in der amtlichen Überwachung und vor dem Hintergrund von weltweit nahezu 2.400 handelsrelevanten Arten fachlich anspruchsvoll und herausfordernd“, so die Institutsleiterin. Fische sind unter den Wirbeltieren die artenreichste Tiergruppe. Die hohe Artendiversität spiegelt sich im Handel und im Warenkorb wider.

Die Vorstellung von Konzepten für amtliche Kontrollen von Betrieben, die Fische, Krebs- und Weichtiere in unterschiedlicher Form zu Lebensmitteln verarbeiten, sowie aktuelle Gefahrenpotentiale und Risiken bei ausgewählten Herstellungsprozessen und Produkten stehen im Mittelpunkt. Die Vorträge zu rechtlichen und praktischen Fragen der Untersuchung und der Überwachung werden anwendungsbezogen vermittelt. Besonderes Augenmerk wird auf Lebensmittelsicherheits-, Täuschungs- und Qualitätsanforderungen gerichtet.

Die Bundesländer untersuchen auf Belastung von Radioaktivität unter anderem in Lebensmitteln. Im IFF Cuxhaven befindet sich eine der niedersächsischen Messstellen, die im Rahmen der Bundesauftragsverwaltung die Radioaktivitätsmessungen zur Überwachung der Umweltradioaktivität durchführen. „Das Interesse an Informationen zum Integrierten Mess- und Informationssystem (IMIS) und an diesen Untersuchungen war immer da. Angesichts der geopolitischen Lage erfährt es heute besondere Aufmerksamkeit“, so Bartelt.

Bei der Kennzeichnung werden die meisten Verstöße in der Untersuchung festgestellt - ein weiterer wichtiger Diskussionspunkt, neben der Erörterung mikrobieller und chemischer Risiken (wie Verderb, Parasiten, Listerien).

Weitere Informationen: Veranstaltung/Programm

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Artikel-Informationen

erstellt am:
05.05.2026

Ansprechpartner/in:
Hiltrud Schrandt

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