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Gut geschützt im Alltag: Verbraucherschutzbericht zieht positive Bilanz – Verbraucherschutzministerium, LAVES und NLT stellen Verbraucherschutzbericht 2025 vor

Gemeinsame Presseinformation des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit


Sind Nahrungsergänzungsmittel schädlich für Kinder? Wo lassen sich die „Ewigkeitschemikalien“ PFAS in unseren Alltagsgegenständen finden? Und welche Folgen hatten die Geflügelpest und die Afrikanische Schweinepest für die Landwirtschaft? Diesen und anderen Fragen geht der Verbraucherschutzbericht 2025 auf den Grund. Er wurde heute, den 28. September, von Verbraucherschutzministerin Miriam Staudte, dem Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Landkreistages (NLT) Dr. Joachim Schwind und der LAVES-Präsidentin Dr. Andrea Luger gemeinsam mit dem Tätigkeitsbericht des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) vorgestellt.

Verbraucherschutzministerin Miriam Staudte:

„Aus dem Verbraucherschutzbericht 2025 geht deutlich die Teamleistung der kommunalen Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsbehörden vor Ort, des LAVES und des Verbraucherschutzministeriums hervor, die einem hohen Ziel gilt: Dem Schutz der Menschen und Tiere in Niedersachsen. Für diese wirkungsvolle Zusammenarbeit bedanke ich mich ausdrücklich bei allen Beteiligten.“

Tiergesundheit und Tierseuchenbekämpfungsstrategien, Tierschutz und die amtliche Futtermittelüberwachung sind ebenso Themen im Verbraucherschutzbericht wie der gesundheitliche und wirtschaftliche Verbraucherschutz. Dabei geht es etwa um die Überwachung von Lebensmitteln, Bedarfsgegenständen und Kosmetik aber auch um die Überwachung der Reinheit von Gewürzen oder um die Kontrollen von Kühltheken in der Gastronomie.

Niedersachsen sichert auch 2025 ein hohes Verbraucherschutzniveau

2025 wurden bei der Überwachung von Lebensmitteln, Bedarfsgegenständen, Kosmetika und Tabakerzeugnissen 38.585 von insgesamt 128.538 Betrieben in Niedersachsen kontrolliert (30 Prozent). Dabei wurden 57.656 Kontrollen durchgeführt, in 33.308 Fällen wurden Verstöße festgestellt (58 Prozent). Vor allem gegen Hygienevorgaben wurde verstoßen (46 Prozent), gefolgt von Verstößen gegen die betriebliche Eigenkontrolle wie beispielsweise Mängel in der Personalschulung, Dokumentation und Rückverfolgbarkeit von Produkten (22 Prozent) und die Kennzeichnung und Aufmachung von Erzeugnissen (15 Prozent).

Hauptgeschäftsführer des NLT, Dr. Joachim Schwind:

„Der Verbraucherschutzbericht liefert transparent Zahlen, Daten und Fakten. Schon die schiere Zahl der Kontrollen ist beeindruckend. Die Qualität der Lebensmittelüberwachung ergibt sich aber auch durch Erfahrung, Expertise und Einsatz der kommunalen Behörden in der Fläche. Dieses außerordentliche Engagement der Kolleginnen und Kollegen vor Ort wird heute in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt. Sie arbeiten jeden Tag daran, trotz hoher Belastung und weiter steigenden Anforderungen eine schlagkräftige Lebensmittelüberwachung im Interesse des Verbraucherschutzes vor Ort zu sichern. Um den hohen Standard dauerhaft zu sichern und die Menschen wirksam zu schützen, bedarf es zunehmend einer Priorisierung der Aufgaben. Daran arbeiten wir gemeinsam mit dem Land.“

Präsidentin des LAVES, Dr. Andrea Luger:

„Das Land Niedersachsen investiert jedes Jahr mehr als drei Millionen Euro in die Analytik. Auch in 2025 sind zahlreiche Ersatz- und Neugeräte für die LAVES-Labore angeschafft worden, um die Labortechnologie kontinuierlich auf dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik zu halten sowie neue Anforderungen gut bewältigen zu können.“

Tätigkeitsbericht des LAVES 2025

Das LAVES analysiert sämtliche amtliche Proben aus Niedersachsen: Das sind für 2025 knapp zwei Millionen Untersuchungen, die in den landesweit sechs Instituten durchgeführt worden sind. Das Spektrum reicht von Lebens- und Futtermitteln, Bedarfsgegenständen wie Spielwaren bis hin zu Proben zur Untersuchung unter anderem auf Tierseuchen wie Geflügelpest oder Afrikanische Schweinepest.

Auch Nahrungsergänzungsmittel für Kinder wurden im LAVES untersucht. Mit ihrer Kennzeichnung und Aufmachung werden sie für Kinder ab dem 4. Lebensjahr beworben. Insgesamt 18 Proben von Gummibärchen, Ampullen, Sachets, Lutsch- und Kautabletten sowie Säften wurden auf ihre Gehalte an Vitaminen und Mineralstoffen sowie auf die Kennzeichnung, Aufmachung und Bewerbung der Produkte untersucht. Bei 9 von 18 Proben wurden unzulässige gesundheitsbezogene Angaben festgestellt. Bei einem Produkt wurde mit Aussagen geworben, die einen Schutz vor Krankheiten suggerierten. Solche krankheitsbezogenen Angaben sind für Lebensmittel unzulässig. Darüber hinaus lagen bei vier Produkten deklarierte Gehalte für Vitamine und Mineralstoffe über empfohlenen Höchstmengen für Erwachsene vor. Außerdem wurden angegebene Gehalte von Vitaminen teilweise unterschritten, deutlich höhere Gehalte oder zusätzliche Anreicherung von Jod, Zink oder Eisen gemessen. Gesetzlich festgelegte Höchstmengen für Inhaltsstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe bestehen derzeit weder für Erwachsene noch für Kinder. Für die Sicherheit der Produkte ist der Lebensmittelunternehmer verantwortlich.

Wer macht was?

Die Kontrollen und Probenahmen vor Ort durch die kommunalen Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsbehörden und des LAVES sowie dessen Untersuchungen im Ressort des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sind tragende Säulen des Verbraucherschutzes in Niedersachsen.

Hintergrund:

Der Verbraucherschutzbericht wird jährlich gemeinsam vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML), dem Niedersächsischen Landkreistag (NLT) und dem Niedersächsischen Städtetag (NST) sowie dem Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) herausgegeben.

Presseinformationen Bildrechte: © Land Niedersachsen

Artikel-Informationen

erstellt am:
28.09.2026

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