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Pflanzenschutzmittelrückstände in Spargel

Im Jahr 2013 wurden insgesamt 71 Spargelproben auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln untersucht. Das erfreuliche Ergebnis: In 65 Proben wurden keine Rückstände nachgewiesen.

Im Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg wurden im Jahr 2013 insgesamt 59 Proben weißer Spargel und zwölf Proben grüner Spargel, darunter vier Proben aus ökologischem Landbau mit der Herkunft Ungarn (drei Mal) und Deutschland (ein Mal), auf Pflanzenschutzmittelrückstände untersucht. Hauptsächlich stammten die Proben aus Deutschland, davon 44 aus Niedersachsen. Weitere Proben kamen aus Spanien (elf Mal), Griechenland (fünf Mal) und Ungarn (drei Mal).

Die Ergebnisse der Rückstandsuntersuchungen sind in Abbildung 1 dargestellt.

Abbildung 1  
Abbildung 1: Ergebniszusammenfassung der Spargelproben, berücksichtigt sind Proben mit Rückstandsgehalten über 0,005 mg/kg für den jeweiligen Wirkstoff.

In vier spanischen Proben und jeweils einer deutschen beziehungsweise griechischen Spargelprobe wurden Rückstände von Pflanzenschutzmitteln nachgewiesen (drei Mal grüner und drei Mal weißer Spargel). Davon enthielten drei Proben lediglich Spuren (<0,01 mg/kg) von Wirkstoffrückständen. 92 Prozent der Proben, darunter alle Bioproben, waren rückstandsfrei.

Abbildung 2  
Abbildung 2: Anzahl der Rückstände in den Spargelproben; berücksichtigt sind Proben mit Rückstandsgehalten über 0,005 mg/kg für den jeweiligen Wirkstoff.

Wie in Abbildung 2 dargestellt, wurden in den deutschen Spargelproben keine Mehrfachrückstände nachgewiesen. 13 Prozent der Proben aus dem Ausland enthielten mehr als einen Wirkstoff je Probe. Eine Probe grüner Spargel aus Spanien wies drei verschiedene Wirkstoffe auf.

Abbildung 3  
Abbildung 3: Nachgewiesene Pflanzenschutzmittelrückstände in den Spargelproben; berücksichtigt sind Proben mit Rückstandsgehalten über 0,005 mg/kg für den jeweiligen Wirkstoff.

Bei der Untersuchung der Spargelproben wurden insgesamt sieben verschiedene Wirkstoffe in den Proben nachgewiesen (siehe Abbildung 3).

In einer griechischen sowie in einer spanischen Spargelprobe wurden Didecyldimethylammoniumchlorid (DDAC) und Benzalkoniumchlorid (BAC) bestimmt. Hierbei handelt es sich um quartäre Ammoniumverbindung mit oberflächenaktiver Wirkung, die zur Gruppe der kationischen Tenside (sowohl in Wasser als auch in Fett löslich) gehören. Die Substanzen werden außer im Pflanzenschutz auch in anderen Bereichen der Lebensmittelproduktion zum Beispiel als Biozide in Desinfektions- und Reinigungsmitteln eingesetzt.

Fazit:

Spargel ist im Allgemeinen nicht oder nur sehr gering mit Pflanzenschutzmittelrückständen behaftet. Die Ergebnisse bestätigen die Untersuchungen aus den Vorjahren; auch in den letzten Jahren wurden lediglich nur vereinzelt Rückstände von Pflanzenschutzmitteln festgestellt.

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